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Diagnose von Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 07.09.2013
Diagnose von Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)

Blutdruck messen und Krankheitseinsicht fördern

Die Diagnose eines Bluthochdrucks erfolgt wegen fehlender Symptome manchmal erst nach Jahrzehnten, wenn sich Folgeschäden an Blutgefäßen und Organen schon eingestellt haben. Deshalb ist der regelmäßige Gesundheitscheck mit der Blutdruckmessung beim Arzt so wichtig. Anfangs sind Menschen mit Bluthochdruck oft uneinsichtig – kein Wunder, der Bluthochdruck verursacht meist keinen Leidensdruck. Deshalb ist neben der Blutdruckmessung die Förderung der Krankheitseinsicht und die Motivierung zur Behandlung der wichtigste Schritt.

Die richtige Blutdruckmessung

Oft ist es gar nicht einfach herauszufinden, ob ein Bluthochdruck besteht, der Blutdruck also regelmäßig über 140/90 mmHg erhöht ist oder ob nur ein „Zufallswert“ oder ein „Weißkittelbluthochdruck“ vorliegt. Letzter ist manchen Menschen gut bekannt. Kaum sitzen sie in der Arztpraxis, schon steigt der Blutdruck in die Höhe. Deshalb sind neben der ärztlichen Blutdruckmessung auch die regelmäßigen Selbstmessungen daheim oder die 24-Stunden-Langzeitblutdruckmessung wichtig. Der gemessene Blutdruck sollte in einem Tagebuch notiert werden.

Der „Blutdruck“, ist der Druck in den arteriellen Blutgefäßen. Dabei gibt es einen „systolischen“ Maximalwert und einen „diastolischen“ Minimalwert. Der Druck wird in mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) gemessen nach der Methode des italienischen Arztes Riva-Rocci. Deshalb wird er auch als „RR“ angegeben. Als Geräte gibt es Quecksilbersphygmomanometer und elektronische Blutdruckmessgeräte, beide Methoden messen den Blutdruck indirekt, also „unblutig“. In der „blutigen“ Messung, die nur in Krankenhäusern z.B. bei Operationen nötig ist, wird der Blutdruck über eine Punktion (Einstich) in die Arterie direkt gemessen.

Für die indirekte Blutdruckmessung wird eine Manschette um den Oberarm gelegt. Bei Messung am Handgelenk muss dieses in Herzhöhe erhoben werden. Fingermessgeräte sind zu ungenau.

Gemessen wird immer an beiden Seiten – und in Folgemessungen an dem Arm mit dem höheren Wert. Die Manschette wird über einen Schlauch aufgepumpt, so dass sich die Arterie staut. Beim Ablassen der Luft löst sich der Stau bis zu dem Grad, wo wieder Blut durch die Arterie fließt. Das Geräusch das in der Auswurfphase des Herzens entsteht und über das Blut wie eine Welle weitergeleitet wird, ist der systolische Blutdruck, normal bei 120mmHg. Erfolgt die Messung mittels Stethoskop hört der Arzt dieses Pochen und sieht gleichzeitig bei wie viel mmHg auf dem Manometer es aufgetreten ist. Das Pochen wird leiser und der Punkt, an dem der Arzt es nicht mehr hört, ist der diastolische Blutdruck (normal bei 80 mmHg) und definiert die Füllungsphase des Herzens. Mit der Blutdruckmessung kann man einen hohen und einen niedrigen Blutdruck erkennen.

Um den richtigen Wert zu ermitteln sollte man beachten:

  • Die Messung muss in Ruhe erfolgen.
  • Am besten ist die Messung Frühmorgens und abends, vor Tabletteneinnahme.
  • Der Arm sollte nicht durch Kleidung oder Uhr zusätzlich gestaut sein.
  • Ängstliche Menschen, die dazu neigen sich selbst als „krank“ zu sehen (Hypochonder) sollten sich nicht selbst den Blutdruck messen.
  • Das Blutdruckgerät muss regelmäßig gewartet werden.

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Risikofaktoren und Grundkrankheiten erkennen

Auch die Anamnese (ärztliches Gespräch), die körperliche Untersuchung und Laboruntersuchungen von Blut- und Urinproben sind wichtig. Ferner wird ein Ultraschall vom Bauchraum und Nieren vorgenommen. Hier wird geklärt ob ein primärer Bluthochdruck vorliegt, indem alle zugrunde liegenden Krankheiten die zu einem sekundären Bluthochdruck führen, ausgeschlossen werden. Eine Augenhintergrunduntersuchung und andere Organuntersuchungen (Belastungs-EKG, Ultraschall der Halsschlagader, der Beinarterien etc.) klären ab, ob eventuell schon eine Arteriosklerose und Organschäden bestehen.

Um das Risiko einzuschätzen und die Therapie richtig zu ist die Abklärung der Risikofaktoren wie Ermittlung des BMI mit Gewichts- und Größenmessung, Bestimmung der Blutfette und des Blutzuckers im Labor, Abfragen von Tabak- und Alkoholkonsum, Medikamenteneinnahme, Vorerkrankungen oder Operationen unerlässlich.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.