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Bluterguss (Hämatom) Symptome & Diagnose

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 07.05.2018
Bluterguss (Hämatom) Symptome & Diagnose

Was kennzeichnet einen Bluterguss?

Beim Bluterguss treten die Symptome zeitlich versetzt nach dem Unfall auf. Je nach Lage der Verletzung, ob oberflächlich oder tief, und je nach Ausmaß der Einblutung in das Gewebe kann es zu Schwellung, Druckschmerz und zu der typischen Hautverfärbung kommen.

Eine typische Stelle ist die Wade, bei der es zu einer Einblutung in den Wadenmuskel durch eine Prellung kommt und damit zum Bluterguss. Auch Sprung- und Handgelenke sind häufig betroffen, ebenso das schmerzempfindliche Schienbein. Auch unter dem Auge, vor allem Boxer kennen die Symptomatik gut, kann es zu Blutergüssen kommen. Hier spricht man von einem „Veilchen“ oder „blauen Auge“.

Sind oberflächlich verlaufende Gefäße verletzt, kommt es nach wenigen Stunden zur Farbveränderung der Haut, über rot, blau, grün bis hin zu gelb und braun. Diese entsteht durch Farbstoffe im Prozess des Abbaus des angesammelten Blutes.

  • Nach ein paar Stunden färbt sich die Haut rot durch das Hämoglobin, dem Blutfarbstoff des frisch ausgetretenen Blutes.
  • Nach bis zu 24 Stunden wird der Fleck durch den Gerinnungsprozess dunkelrot-bläulich.
  • Nach bis zu 4 Tagen färbt sich der Fleck blauschwarz, da das Hämoglobin zu den Gallenfarbstoffen Choleglobin und Verdoglobin abgebaut wird.
  • Vom 4. bis 7. Tag wird der Fleck dunkelgrün durch den Gallenfarbstoff Billiverdin.
  • Ab dem 7. Tag entwickelt sich eine gelblich-bräunliche Farbe, die allmählich verblasst.
  • Nach 2 bis 3 Wochen ist der Fleck meist ganz verschwunden.

Je tiefer der Bluterguss, desto weniger auffällig ist die Hautverfärbung. Bei einem tiefen Hämatom verursachen Schmerzen und Schwellung Beschwerden durch das aufgestaute Blut. Sitzt der Bluterguss sehr tief und löst sich nicht ganz auf, kann eine Muskelverkalkung zurückbleiben. Liegt der Bluterguss unter im Nagelbett, so färbt sich der Nagel schwarz bis er vom nachwachsenden Nagel nach oben geschoben wird und sich ablöst.

Die Infektion, eine Entzündung des Blutergusses, ist die häufigste Komplikation. Das geronnene Blut verklumpt sich, um das herum sich eine Hülle aus Bindegewebe bildet.

Sitzt der Bluterguss ungünstig zwischen zwei Muskeln, so kann es zum Kompartmentsyndrom kommen. Dabei werden umliegende Blutgefäße so stark zusammengedrückt, dass Muskeln und Nerven nicht mehr ausreichend durchblutet werden und absterben können, so dass die Gefahr bleibender Lähmungen besteht.

Andere Komplikationen sind Einblutung in ein Gelenk (Hämarthros) mit Gefahr der Gelenkzerstörung. Bei sehr starker Blutung ins Körperinnere besteht durch den hohen Blutverlust die Gefahr eines lebensgefährlichen Schockzustandes. Bei Einblutung im Beckenbereich nach Unfällen kann es zu sehr hohen Blutverlusten kommen.

Die Diagnose eines Bluterguss ist schnell selbst gestellt. Sie ergibt sich aus der Art des Unfalls, den Beschwerden und dem sichtbaren blauen Fleck. Der Arzt kann mit einem Ultraschall klären, wie weit und tief im Gewebe sich der Bluterguss ausbreitet. Eine Röntgenaufnahme wird veranlasst, wenn Verdacht auf einen Knochenbruch oder die Möglichkeit einer Beschädigung des Gelenks besteht, wie etwa bei einer Verstauchung oder einem Bänderriss.

Kommt es häufig ohne offensichtlichen Grund zu Blutergüssen, muss nach Medikamenten zur Blutverdünnung gefragt werden. Im Labor kann man aus einer Blutprobe Tests auf die Blutgerinnungsfaktoren machen. Bei den Bluterkrankheiten (Hämophilie) können einzelne dieser Faktoren erblich bedingt fehlen.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.