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Pflanzliche Hilfe bei Bluterguss (Hämatom)

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 07.05.2018
Pflanzliche Hilfe bei Bluterguss (Hämatom)

Wirksame Hausmittel aus der Natur

Ein Bluterguss lässt sich mit vielem, was sich so auf Feld, Wald und Wiesen finden lässt, bestens versorgen. Kalte Umschläge mit Kräutertinkturen als Erste-Hilfe-Maßnahme, Schmerzgele und Salben mit pflanzlichen Wirkstoffen oder auch Öle zum sanften Einreiben des Hämatoms gibt es – Heilpflanzen entfalten abschwellende, schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkungen direkt auf der Haut und helfen, den Bluterguss unter der Haut „aufzuräumen“.

Kombiniert werden können diese Anwendungen mit Heilerde-Auflagen. Diese bekommt man in der Apotheke. Die kühlende Heilerde wird direkt auf die betroffene Haut aufgetragen und mit einem Verband umwickelt.

Hilfe auf einen Blick:
  • Arnika kann als kalter Umschlag auf den entstehenden Bluterguss aufgetragen werden und ist eine wirkungsvolle Erste-Hilfe-Maßnahme.
  • Beinwell hilft als Salbe oder Paste bei Blutergüssen und in der Volksheilkunde zur Wund- und Knochenheilung.
  • Johanniskrautöl eignet sich für Ölverbände oder sanftes Einreiben im Verlauf des Heilungsprozesses.
Die Blüten der Arnika sind Mittel der Wahl bei einem Bluterguss. Arnikablüten-Extrakt enthält als Hauptwirkstoff Helenalin. Dieser Stoff hat eine ausgeprägte entzündungshemmende, schmerzlindernde Wirkung und hilft, die bei einem Bluterguss angestaute Flüssigkeit und Abfallstoffe aus dem Gewebe abzutransportieren (zu resorbieren). Arnika hilft auch bei Prellungen, Quetschungen und Verstauchungen sowie Muskel- und Gelenkschmerzen.

 

Zur Ersthilfe nach kleinen Unfällen eignen sich kalte Umschläge, die mit Arnikablüten-Tinktur getränkt wurden. Unverdünnt sollte man die Tinktur nicht anwenden, denn sie reizt Haut und Schleimhäute. Später helfen Arnika-Schmerzgel und Arnika-Salben aus der Apotheke, die man mehrmals täglich anwenden kann, bis der Bluterguss abgeklungen ist.

Beinwell kommt in ganz Europa vor und war schon in der Zeit der Antike für seine Wirkungen zur Wund- und Knochenheilung bekannt. Sein Name kommt von „Bein“ für Knochen und „Wall“ für „zusammenwachsen, überwallen“, was sinnbildlich für das Zusammenwachsen von Wundrändern und Knochengewebe nach Knochenbrüchen steht.

 

Beinwellkraut und Beinwellwurzel enthalten Allantoin, ein Stoff, der für die Förderung der Geweberegeneration verantwortlich ist. Cholin bewirkt außerdem ein besseres Resorbieren der angesammelten Flüssigkeit und die enthaltene Rosmarinsäure wirkt entzündungshemmend. Dies verleiht dem Beinwellwurzel-Extrakt (mit Kraut und Blättern) eine gute Tiefenwirkung zur Behandlung eines kleinen oder größeren Blutergusses. Aus Salbe und Paste lassen sich Wickel, Auflagen und Umschläge auf dem blauen Fleck anwenden.

Johannisöl (auch Johanniskrautöl genannt) wird gewonnen, indem man Pflanzenöl mit den Blütenblättern des Johanniskrauts ansetzt und einige Wochen lang in die Sonne stellt. In der Apotheke gibt es das fertige, rötliche Johanniskrautöl auch zu kaufen. Es eignet sich gut, um einen Verband mit ihm zu tränken und diesen auf den Bluterguss aufzulegen. 
Rosskastaniensamen-Extrakt findet Anwendung bei Venenleiden. Sein Hauptwirkstoff Aescin kann auch zur Behandlung von Blutergüssen und Schwellungen (Ödemen) hilfreich sein. Rosskastaniensamen-Salbe oder Gel kann gut in Kombination mit Arnikablüten-Salben angewandt werden.
Aus dem Harz des asiatischen Campherbaums wird natürlicher Campher gewonnen, er wird aber auch synthetisch hergestellt. Das ätherische Campheröl äußerlich angewandt bringt Kälteempfinden und Schmerzlinderung, aber auch eine Durchblutungssteigerung. Deshalb sollte der Kontakt mit verletzter Haut vermieden werden, Campheröl wird erst nach der akuten Phase auf einem im Abklingen befindlichen Bluterguss angewandt, als Salbe oder in verdünnter Form.
„Salaiguggulu“ wird in Indien das Harz aus dem Weihrauchbaum genannt und dort traditionell in der Ayurveda-Medizin verwendet. In der Behandlung chronischer Entzündungszustände wurde es auch hierzulande bekannt. Bei einem großen Bluterguss kann es erfahrungsmedizinisch unterstützend abschwellend und entzündungshemmend wirken. Es ist als Fertigpräparat in der Apotheke erhältlich, die Tabletten sollte man einige Wochen innerlich einnehmen, bis der Bluterguss abgeklungen ist.
Quellen:
  • Sportverletzungen (Engelhardt; Urban & Fischer Verlag, 2. Auflage 2009)
  • Erste Hilfe (Hg: Deutsches Rotes Kreuz; DRK Verlag)
  • Praxisleitfaden Allgemeinmedizin (S. Gesenhues und R. Ziesché, Urban & Fischer Verlag)
  • Leitfaden Phytotherapie (H. Schilcher, S. Kammerer, T. Wegnener; Urban & Fischer Verlag)
  • Pharmakognosie, Phytopharmazie (Hänsel, Sticher; Springer Verlag)
  • Heilpflanzenpraxis heute (S. Bäumler; Urban & Fischer Verlag)
  • Urania Pflanzenreich – Blütenpflanzen 1+2 (Urania Verlag)

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.