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Blasen- und Nierensteine Ursachen

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Geschrieben von 2011-08-19
Zuletzt aktualisiert am 2013-09-0707.09.2013
Blasen- und Nierensteine Ursachen

Lebensstil und Veranlagung spielen die größte Rolle

Ärzte können leider nicht immer die genaue Ursache des Steinleidens feststellen. Als hauptverantwortlich werden jedoch verschiedene Faktoren diskutiert, beginnend bei dem individuellen Ernährungsverhalten, über erbliche Veranlagung, bis hin zur geographischen Lage des Betroffenen. Um die Entstehung der Harnsteine besser nachzuvollziehen zu können, hilft es, sich deren chemische Zusammensetzung genauer anzusehen: am häufigsten bestehen die Steine aus Calciumoxalat (>60%), Harnsäure („Urat“, ca. 15%), bzw. aus Magnesiumammoniumphosphat oder Calciumphosphat (jeweils ca. 10%).

Veranlagung & Vererbung – Von Generation zu Generation

Manche Menschen neigen förmlich zu Harnsteinen. Nicht selten gibt es dann in der Familie des Betroffenen auch noch andere Personen, welche unter Steinen leiden. Ist das der Fall, stecken unter Umständen (erbliche) Stoffwechselerkrankungen dahinter, so etwa die Hypercalciurie oder die renal-tubuläre Azidose, welche die Entstehung von Harnsteinen begünstigen.

Bei der Hypercalciurie handelt es sich um ein Krankheitsbild, bei dem im Urin besonders viel Calcium vorkommt, und in der Regel die Bildung von Calcium-Steinen nach sich zieht. Leidet der Betroffene unter eine renal-tubulären Azidose, ist der Urin in bestimmten Abschnitten der Niere die Säureausscheidung gestört, was zu einer Veränderung der Urinzusammensetzung führt. Dies wiederum kann in einer Steinbildung  münden. Andere seltene, z.T. erbliche Krankheitsbilder sind die Hyperoxalurie oder die Hyperuricosurie, Krankheiten bei denen ein hoher Uringehalt an Oxalat bzw. Harnsäure ein vermehrtes Auftreten von Oxalat- bzw. Uratsteinen zur Folge hat. Oft ist aber auch trotz offensichtlicher familiärer Häufung oder Veranlagung keine eindeutige Ursache feststellbar.

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Ernährung – Cola, Bier und Schnitzel beschwören den Stein herbei

Ärzte sind sich darüber einig, dass der Ernährung bei der Entstehung von Harnsteinen eine zentrale Rolle zukommt. So steigt das statistische Risiko, wenn man zu wenig Wasser am Tag trinkt, im hohen Maße entwässernde Getränke genießt (z.B. Bier), oder viele tierische Eiweiße zu sich nimmt. Ebenso ungünstig ist der erhöhte Verzehr an Lebensmitteln mit viel raffiniertem Zucker, Phosphat (z.B. Cola), oder Oxalat (z.B. Rhabarber oder Grapefruit). Interessanterweise spielt auch hier die individuelle Veranlagung eine wichtige Rolle. Manche Personen werden trotz einseitiger und ungesunder Ernährung nie in ihrem Leben einen Harnstein entwickeln.

Wohnort – Auch Steine mögen es warm

Verschiedene Untersuchungen fanden heraus, dass auch der Wohnort das Risiko beeinflusst, an einem Harnstein zu erkranken. So gibt es etwa in den südlichen USA bestimmte Landstriche die spöttisch „kidney stone belt“ (Steingürtel) genannt werden, weil die Bevölkerung überdurchschnittlich häufig unter Harnsteinen leidet. Aufgrund des dort herrschenden warmen Klimas, kombiniert mit der unterdurchschnittlichen Trinkmenge der Einheimischen neigen diese eher zur Dehydratation (Entwässerung). In der Folge ist der Urin höher konzentriert, was einen guten Nährboden für Steine darstellt.

Schließlich gibt es noch zahlreiche andere Situationen, welche die Entstehung von Steinen begünstigen. Personen etwa mit chronischen Harnwegsinfektionen, anatomischen Besonderheiten (z.B. Schrumpf-, oder Zystennieren), Autoimmunerkrankungen (HIV) oder Voroperationen (insbesondere am Harntrakt) sind im Vergleich zur Normalbevölkerung deutlich häufiger von Harnsteinen betroffen.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.