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Blasen- und Nierensteine Therapie

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Geschrieben von Redaktion
Zuletzt aktualisiert am 07.09.2013
Blasen- und Nierensteine Therapie

Den Stein zertrümmern und die Ernährung anpassen

Glücklicherweise ist eine operative Entfernung von Harnsteinen in den meisten Fällen nicht notwendig, da mittlerweile zahlreiche schonendere Behandlungsoptionen verfügbar sind.

Auf die Ernährung achten

Handelt es sich um einen relativ kleinen Nieren- oder Harnstein in günstiger Lage, kann es bereits helfen, über einen bestimmten Zeitraum 2-3 Liter Wasser am Tag zu trinken. Dadurch erhofft man sich z.B. den Harnstein aus dem Nierenbecken „heraus zu spülen“, so dass er im Idealfall beim Wasserlassen ausgeschieden wird. Zusätzlich verdünnt das viele Wasser den Harn und verlangsamt oder verhindert so die schnelle Steinneubildung.

Je nach Zusammensetzung des Harnsteins ist es über das Trinkverhalten hinaus sowohl vorbeugend als auch therapeutisch (damit der Stein nicht größer wird) sinnvoll, seine Ernährung umzustellen.

Während man früher Betroffenen empfohlen hat den übermäßigen Verzehr von Milchprodukten wegen des hohen Calciumgehalts zu vermeiden, ist es heute erwiesen das die tägliche Einnahme von etwa 1000 mg Calcium am Tag insbesondere der Neubildung von Calciumoxalatsteinen entgegenwirkt. Auch der Genuss von Zitrat-reichen Nahrungsmitteln (v.a. Zitrussäfte wie Orangensaft o.ä.) scheint eine vorbeugende Wirkung zu haben, da Zitrat mit Calcium bindet und so eine Steinbildung verhindert.

Hingegen sollte auf die übermäßige Aufnahme anderer Nahrungsbestandteile, wie  z.B.  Natrium (<2300mg/Tag), Protein (<200g Fleisch/Tag), Oxalat (enthalten in Spinat, Rhabarber, Kakao, etc.), und Vitamin C (<1000mg/Tag) verzichtet werden.

Medikamentöse Behandlung

Da es sich bei Harnsteinen um eine sehr schmerzhafte und unangenehme Angelegenheit handeln kann, gibt der Arzt in der Regel ein angemessenes Schmerzmittel sowie ein Mittel gegen die oft starke Übelkeit. Unter Umständen bieten sich dazu harntreibende Medikamente (sogenannte Diuretika), oder Alpha-Blocker (entspannen die Harnröhrenmuskulatur an) um die Steinauflösung oder -austreibung zu beschleunigen.

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Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie – den Stein zertrümmern

Löst bzw. lockert sich der Stein nicht spontan müssen weitergehende Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. die Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL). Das in Deutschland entwickelte Verfahren, welches mittlerweile weltweiten Einsatz findet, stellt bei Nierensteinen die Behandlungsmethode der Wahl dar. Hier werden mittels eines hochentwickelten Schallkopfes von außerhalb des Körpers zielgerichtete Schallwellen auf den Stein abgefeuert, welche ihn zertrümmern. Der große Vorteil dieser Behandlungsmethode ist, dass umliegendes Gewebe geschont wird. Die Behandlung wird in der Regel ohne Betäubung oder Narkose durchgeführt. Vor allem bei größeren Steinen, wird ein solcher Schallkopf mittels eines kleinen Hautschnitts in das Gewebe, und somit näher an den Stein herangebracht um den Effekt zu verstärken (sogenannte perkutane Nephrolitholapaxie, PNL). 

Laserlithotripsie und andere endoskopische Eingriffe

Alternativ lassen sich Steine auch mit einem hochenergetischen Laser zerkleinern. Insbesondere größere, sich nicht spontan lösende Blasensteine werden auf diese Weise behandelt. Dazu wird ein Instrument (sogenanntes Urethroskop) über die Harnröhre in die Blase eingeführt, der Stein dort mittels Laser zertrümmert, und schließlich herausgespült. Führt man das Instrument über die Blase hinaus weiter in den Harnleiter bzw. sogar in die Niere, lassen sich so auch höher gelegene Steine (Harnleiter- oder Nierensteine) behandeln. Instrumente dieser Art ermöglichen neben der Laserbehandlung außerdem die Einführung anderer Instrumente zur Entfernung, wie z.B. spezieller Greifzangen.

Steinschnitt

Was vor hunderten Jahren die einzige, und zugegebenermaßen recht martialische Behandlungsmethode war, wird heute nur noch bei anderweitig schlecht therapierbaren Steinen verwendet – die sogenannte Lithotomie (übersetzt Steinschnitt). In der heutigen Zeit handelt es sich aber hierbei lediglich nur noch um einen kleinen, und relativ ungefährlichen chirurgischen Eingriff, bei dem der Harnstein schonend entfernt wird.

Buchtipps:
  • Johannes Mann. Der große TRIAS-Ratgeber für Nierenkranke: Erkrankungen, Untersuchugen, Therapien / Aktiver Schutz für Ihre Nieren den Alltag besser meistern. Trias Verlag 2008.
  • Barbara Börsteken. Köstlich essen bei Nierenerkrankung: So unterstützen Sie Ihre Nieren mit der richtigen Ernährung / Vom Snack bis zum Festtagsmenü / Mit 130 abwechslungsreichen Rezepten. Trias Verlag 2007.
  • Matthias Keil. Nierensteine- und Blasenerkrankungen: Erkennen, heilen, vorbeugen. Herbig Verlag 2008.

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