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Blasen- und Nierensteine Pflanzlich Wirkstoffe

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Geschrieben von Redaktion
Zuletzt aktualisiert am 07.09.2013
Blasen- und Nierensteine Pflanzlich Wirkstoffe

Viele Mittel gegen den Stein

Bei der phytotherapeutischen Behandlung von Harnsteinen kann man auf die zahlreichen guten Eigenschaften einiger Heilpflanzen zurückgreifen.

Hilfe auf einen Blick:
  • Birke: Ist entzündungshemmend und fördert die Steinausscheidung. Anwendung als Tee: 1 EL Birkenblätter in 200 ml kochendes Wasser, 15 min ziehen lassen, abseihen, genießen.
  • Goldrutenkraut: Beruhigt und wirkt krampflösend. Innere Anwendung in Form von Kapseln oder als Tee aus der Apotheke.
  • Brennessel: Zubereitung z.B. als Tee: 1 EL Brennesselkraut in 200 ml siedendes Wasser, 15 min ziehen lassen, abseihen, verzehren. Schmerzstillend und harntreibend.

Birke

Birke – natürliches Waschmittel für die Niere

Die Birke ist schon seit längerem bekannt als ein guter Helfer beim Steinleiden. Früher nannte man den Baum aus diesem Grund sogar „Nierenbaum“. Im Rahmen der pflanzlichen Therapie des Harnsteins verwendet man vor allem Birkenblätter, und selten auch die Rinde des Baumes. Man macht sich hierbei die entzündungshemmenden (antiphlogistischen) sowie harntreibenden (diuretischen) Wirkstoffe des Baumes zunutze: Flavonoide und Saponine. Diese helfen sowohl bei der Steinausspülung bzw. Verdünnung des Urin (beugt Steinbildung vor), und verbessern die Auswirkungen und Symptome eines eventuell zusätzlich bestehenden entzündlichen Vorgangs.

Zubereitung z.B. als Tee. Hierzu etwa 3-5 mal täglich etwa 1 Esslöffel (2 g) frische Birkenblätter mit etwa 150-200 ml siedendem Wasser übergießen. Das Ganze eine Viertelstunde ziehen lassen und warm genießen. Im Handel existieren bereits entsprechende Fertigprodukte.

Hinweis: Wichtig ist es, aufgrund des harntreibenden Effekts auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.

Brennnessel

Brennnessel – Kontakt erwünscht

Auch die Brennnessel findet Verwendung bei der pflanzlichen Behandlung von Harnsteinen. Die Pflanze besticht ebenso wie die Birke durch ihre harntreibende und antientzündliche Wirkung. Den Effekt erklärt man sich durch einen hohen Gehalt an dem Blutsalz Kalium, welches bei seiner Ausscheidung in der Niere den Wassergehalt des Harns erhöht. Im Gegensatz zur Birke ist zusätzlich ein schmerzhemmende (analgetische) Wirkung beschrieben. Zubereitung z.B. in Form von Tee.

Dazu 3-4 mal pro Tag 1 Esslöffel Brennnesselkraut mit 150-200 ml siedenden Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen und verzehren. Brennnessel gibt es auch in Form zahlreicher Fertigpräparate (z.B. Saft, oder Tabletten) welche in der Apotheke erhältlich sind.

Liebstöckel

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Liebstöckel – „Maggi“ für die Niere

Zuhause kennt man die Blätter des Liebstöckels als Speisegewürz und nennt ihn aufgrund seines Maggi-ähnlichen Aromas auch Maggikraut. Medizinisch verwendet man aber nicht die Blätter, sondern vorrangig Wurzel und Samen der Pflanze, welche durch einen hohen Gehalt an Kumarin und ätherischen Ölen bestechen. Durch die harntreibende und krampflösende (spasmolytische) Wirkung dieser Wurzelbestandteile ist der Liebstöckel ein willkommener Mitstreiter im Kampf gegen Harnsteine. Zubereitung kann z.B. als Tee erfolgen.

Geeignete Fertigprodukte (z.B. Teebeutel, oder in Kapselform) stehen in der Apotheke zur Verfügung.

Hinweise: Von einer Einnahme während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit wird dringend abgeraten. Zudem ist bei andauernder Einnahme bei einem Sonnenbad Vorsicht geboten, da die Wirkstoffe im Liebstöckel die Sonnenempfindlichkeit der Haut signifikant erhöhen.

Queckenwurzelstock

Quecke

Der Wurzelstock der Heilpflanze Quecke (Queckenwurzelstock) wirken ebenfalls harntreibend. Anwendung z.B. in Form eines Tees.

Hierzu 3-4 mal pro Tag 2 Esslöffel zerkleinerten Queckenwurzelstock mit 150-200 ml siedendem Wasser übergießen, 10-15 Minuten ziehen lassen und verzehren. Entsprechende Präparate mit z.T. hoher Wirkstoffkonzentration stehen in Apotheken im Angebot.

Hinweis: Von einer Einnahme während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit wird dringend abgeraten.

Echte Goldrute

Echte Goldrute – umfassend wirksam

Das unscheinbare Goldrutenkraut, welches auf Wiesen und in lichten Wäldern zu finden ist, hat gleich mehrere positive Heileffekte zu bieten. Durch seinen hohen Gehalt an Flavonoiden, Quercetin, Saponinen und ätherischen Ölen wirkt es nicht nur antientzündlich und harntreibend, sondern auch krampflösend und antibakteriell.

Zubereitung vorrangig als Tee mit 1-2 Teelöffel Goldrutenkraut. In der Apotheke stehen verschiedene Fertigprodukte (z.B. Teebeutel, bzw. in Tablettenform) zum Verkauf.

Bärentraubenblätter – desinfiziert auf natürliche Weise

Bärentraubenblätter – desinfiziert auf natürliche Weise

Bärentraubenblätter-Extrakte bereinigen die Harnwege effektiv von bakteriellen Erregern. Das in den Blättern vorkommende Arbutin tötet im Harntrakt befindliche Bakterien und beugt so einem infektiös-entzündlichen Geschehen vor.

Anwendung z.B. als Kaltauszug oder Tee. Für einen Kaltauszug 1 Teelöffel zerkleinerte Bärentraubenblätter (ca. 2 g) in 150-200 ml kaltem Wasser hinzugeben, bis zu 12 Stunden ziehen lassen und abseihen. Die empfohlene Tagesdosis sind 3-4 Tassen pro Tag. Es fnden sich verschiedene Fertigpräparate in der Apotheke mit guter Wirkstoffkonzentartion.

Hinweis: Aufgrund ihres hohen Gehalts an Gerbstoffen sollten Bärentraubenblätterprodukte nicht länger als eine Woche ohne Unterbrechung eingenommen werden. Wegen des unter Umständen leberbelastenden Effekts sollte die Behandlung zudem nicht häufiger als fünfmal pro Jahr erfolgen. In der Schwangerschaft ist von einer Anwendung abzusehen.

Mäusedornwurzel

Mäusedorn

Die Mäusedornwurzel ist vor allem bekannt für seine positiven Heileffekte bei der Behandlung von Beinschmerzen, Hämorrhoiden sowie Wassereinlagerungen (Ödemen). Aber auch bei der Therapie von Harnsteinen zeigt sie als harntreibende Substanz ihre Wirksamkeit.

Verantwortlich sind hier verschiedene Bestandteile der Wurzel, wie z.B. ätherische Öle, Gerbstoffe, Saponine. Anwendung z.B. als Tee. Dazu 1 Teelöffel Mäusedornwurzel in 150-200 ml siedendes Wasser geben, und nach 10 minütigem Ziehen genießen. Zahlreiche Fertigpräparte (Teebeutel, Kapseln, etc.) sind in der Apotheke erhältlich

Wichtige Hinweise zur Anwendung: Bei allen oben genannten harntreibenden Substanzen ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Von einer Durchspülungstherapie (Aquarese) ist abzuraten, wenn eine Nieren- oder Herzfunktionseinschränkung bekannt ist.

Ebenso Vorsicht geboten ist bei Schwangerschaft oder Stillzeit. In diesem Fall vor der Einnahme unbedingt einen Arzt konsultieren. Ein Harnsteinleiden, welches mit Fieber oder Blut im Urin einhergeht muss immer umgehend ärztlich versorgt werden.

Quellen:
  • Schmelz et al. Facharztwissen Urologie: Differenzierte Diagnostik und Therapie. Springer Verlag 2010.
  • Eichenauer et al. Klinikleitfaden Urologie: Untersuchung-Diagnostik-Therapie-Notfall. Urban & Fischer Verlag 2003.
  • Sökeland et al. Urologie. Verstehen, Lernen, Anwenden. Thieme 2007
  • Wiesenauer et al., PhytoPraxis. Springer Verlag 2008.
  • Schilcher et al. Leitfaden Phytotherapie. Urban & Fischer Verlag 2003.
  • Hänsel et al. - Pharmakognosie - Phytopharmazie (2010)

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.