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Blasen- und Nierensteine Diagnose

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Geschrieben von Redaktion
Zuletzt aktualisiert am 07.09.2013
Blasen- und Nierensteine Diagnose

Wo sitzt der Stein?

Die Diagnose von Harnsteinen kann durch unterschiedliche Untersuchungsmethoden gestellt werden. Zunächst fragt der Arzt den Patienten detailliert über die bestehenden Beschwerden sowie seiner Krankengeschichte (Anamnese). Bei einer nachfolgenden körperlichen Untersuchung untersucht der Arzt je nach Lage der Beschwerden durch vorsichtiges Tasten und Klopfen die Nierengegend sowie Blasenregion auf Schmerzen. Ein Urintest oder Bluttest gibt schließlich Hinweis auf die Nierenfunktion, den Infektstatus bzw. eine krankhafte Anreicherung von steinverdächtigen Substanzen (z.B. zu hohes Calcium, Phosphat, Magnesium, mikroskopisch sichtbare Urinkristalle, etc.). Es ist an dieser Stelle anzumerken, dass die körperliche Untersuchung bei der Steindiagnostik nur einen untergeordneten Rang hat, da eine zweifelslose Feststellung lediglich durch bildgebende Verfahren erfolgen kann.

Röntgenbild des Bauches – Der weiße Fleck

Viele Steine haben eine hohe Röntgendichte, so dass sie sehr häufig im konventionellen Röntgen („einfaches“ Röntgenbild) gesehen werden können. Harnsteine stellen sich hier als scharf abgegrenzte, sehr weiße Verdichtung dar. Harnsteine aus Calcium und Phosphat sind besonders kontrastreich, und am besten mittels Röntgen diagnostizierbar. Bestehen die Steine hingegen aus Urat oder Xanthin, sind sie aufgrund nur schwacher Abgrenzung vom restlichen Röntgenbild leicht zu übersehen. Hier helfen dann andere röntgenologischen Verfahren, wie z.B. die Computertomographie.

Computertomographie – Schnitt für Schnitt

Die Computertomographie (CT) ist nichts anderes als eine Schnittserie von zahlreichen aufeinanderfolgenden einzelnen Röntgenbildern im Abstand von wenigen Millimetern. So hat man im Vergleich zum einzelnen Röntgenbild eine viel höhere Auflösung. Mittels einer CT lässt sich der Großteil aller Harnsteine feststellen. Daher hat sie sich zum „Goldstandard“ in der Harnsteindiagnostik entwickelt.

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Intravenöses Pyelogramm – Kontrastmittel hilft

Gegebenenfalls bietet sich die Anwendung eines Kontrastmittels (= kontrastverstärkende Substanz) an. Das Jod-haltige Kontrastmittel wird dem Patienten gespritzt und wie die meisten anderen Substanzen über die Niere ausgeschieden. Dort lagert es sich in oder um die Harnsteine an, und macht diese so auf dem Röntgenbild leichter erkennbar.

Ultraschall – es geht auch ohne Röntgen

Der große Vorteil einer Ultraschalldiagnostik ist der vergleichsweise niedrige Kostenaufwand, sowie die geringe Strahlenbelastung, da Ultraschallwellen im Gegensatz zu Röntgenstrahlen nicht radioaktiv sind. Weiterhin ermöglich der Ultraschall dem Arzt die unmittelbare Umgebung des Steins, also die Niere und die Blase von allen Seiten zu untersuchen, um so Begleitsymptome, wie etwa eine Harnstauung o.Ä. ausschließen zu können. Allerdings kann der Ultraschall die Computertomographie nicht ersetzen, da insbesondere kleine oder tiefgelegene Steine leicht übersehen werden können.

Andere Verfahren, wie etwa Endoskopie (Instrumentgesteuerte Diagnostik) oder Magnetresonanztomographie (MRT) ermöglichen prinzipiell auch eine Harnsteindiagnostik, spielen in der Routine aber eine untergeordnete Rolle.

Hinweis: Manchmal finden sich Harnsteine auch zufällig, z.B. bei einer Ultraschalluntersuchung oder auf dem Röntgenbild im Rahmen einer allgemeinen Gesundheitsuntersuchung .

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.