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Ursachen von Bauchschmerzen

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Geschrieben von Dr. med. Tim Hollstein , Arzt
Zuletzt aktualisiert am 05.09.2013
Ursachen von Bauchschmerzen

Warum der Bauch schmerzt

Der anatomische Begriff Bauch (medizinisch: Abdomen) bezeichnet den Bereich zwischen Brustkorb und Becken, in dessen Mitte der Bauchnabel liegt. Er beinhaltet viele lebensnotwendige Organe, darunter natürlich in erster Linie das Verdauungssystem. Wenn der Bauch schmerzt, vermutet man die Ursache schnell bei Magen oder Darm, es können aber auch ganz andere Krankheiten dahinter stecken.

Bauchschmerzen (Abdominalschmerzen) können die vielfältigsten Ursachen haben. Um die richtige Diagnose zu stellen, müssen daher verschiedene Faktoren beachtet werden. Die Ärzte unterteilen den Bauchschmerz einerseits in ein akutes oder chronisches Geschehen, andererseits beurteilen sie auch die Lokalisation und den sogenannten Schmerzcharakter.

Generell lassen sich sieben große Gruppen von Ursachen abgrenzen, die zu Bauchschmerzen führen können. Das sind Entzündungen, Dehnungen, Tumoren, Infarkte, Krampfanfälle, Stoffwechselprozesse und psychische Faktoren. Die Erkrankungen können dabei schlagartig beginnen und immer schlimmer werden (akuter Prozess) oder sich schleichend festsetzen (chronischer Prozess). Darüber hinaus spricht man im Allgemeinen von chronischen Bauchschmerzen ab einer Beschwerdedauer von mehr als 12 Wochen.

  • Tipp: Zur Behandlung von Bauchschmerzen hält die Pflanzenheilkunde eine Reihe wirksamer und nebenwirkungsarmer pflanzlicher Wirkstoffe bereit. Dazu zählt zum Beispiel die Angelikawurzel, aber auch die ätherischen Öle von Kümmelfrüchten können sehr wirksam sein. 

Die geläufigsten akuten und chronischen Ursachen von Bauchschmerzen im Überblick (geordnet von häufigem bis seltenem Auftreten):

Akute Bauchschmerzen

Blinddarmentzündung

  • Die akute Entzündung des Blinddarm-Wurmfortsatzes ist die häufigste Ursache für plötzlich einsetzende starke Bauchschmerzen. Grund ist das Festsetzen von Stuhl oder Fremdkörpern im Blinddarm, was eine Entzündungsreaktion auslöst.

Magen-Darm-Infektion

  • Wenn Bauchschmerzen schlagartig einsetzen und mit Durchfall oder Erbrechen einhergehen, dann hat man es meist mit einer Infektion des Magen-Darm-Trakts durch Viren oder Bakterien zu tun.

Gallenblasenentzündung

  • Häufig sind Gallensteine die Ursache für die Entzündung der Gallenblase, da sie den Gallenabfluss stören. Charakteristisch sind Schmerzen im rechten Oberbauch, die bis in die Schulter ausstrahlen. Vor allem fettige Speisen bereiten hier Probleme, da durch ihren Verzehr der Gallenfluss angeregt wird.

Blähungen / Völlegefühl

  • Kann die aufgenommene Nahrung im Darm nicht vollständig verdaut werden, so erledigen Bakterien im Dickdarm den Rest und produzieren dabei eine Menge Gas, das den Dickdarm aufbläht. Die Folge sind oft starke viszerale Schmerzen, das sind dumpfe und krampfartige Schmerzen im Bauch (siehe auch: Blähungen).

Divertikulitis

  • Die Entzündung sogenannter Divertikel (Ausstülpungen der Dickdarmwand) wird durch die Ansammlung von Kot hervorgerufen, der die Darmschleimhaut schädigen kann. Die Schmerzen sind meist im linken Unterbauch lokalisiert und strahlen in den Rücken aus.

Darmverschluss

  • Ein akuter Darmverschluss ist eine lebensbedrohliche Krankheit und kann einerseits durch die Blockierung des Stuhltransports oder durch die Lähmung der Darmmuskulatur entstehen, die den Stuhl normalerweise vorantreibt. Die Symptome sind krampfartige, sehr starke Bauchschmerzen mit Erbrechen von Magen- und Darminhalt bis hin zu Kot.

Bauchaortenaneurysma

  • Als Aortenaneurysma wird eine Aussackung der Hauptschlagader des Körpers bezeichnet. Befindet sich die Aussackung unterhalb der Nieren, können diffuse Bauch- und Rückenschmerzen Anzeichen für ein Aneurysma sein. Wenn das Aneurysma platzt, zieht das unmittelbar einsetzende heftige Schmerzen nach sich, die als reißend und stechend beschrieben werden.

Mesenterialinfarkt

  • Wie auch bei einem Herzinfarkt können Gefäße, die den Darm versorgen, verstopfen und so einen „Darminfarkt“ auslösen. Dadurch wird der betroffene Darmabschnitt nicht mehr mit Blut versorgt, was zu heftigen krampfartigen Bauchschmerzen führt, die jedoch im Verlauf nachlassen, da der Darm beginnt abzusterben. Diese Erkrankung ist so lebensbedrohlich wie ein Herzinfarkt und muss sofort behandelt werden.

Gynäkologische Ursachen

  • Heftigste Bauchschmerzen können unter anderem bei einer Eileiterschwangerschaft, einer Eierstockentzündung oder infolge eines stielgedrehten Eierstocks auftreten. Diese Schmerzen sind schwierig von einer Blinddarmentzündung zu unterscheiden und daher muss bei Frauen immer eine besonders sorgfältige Untersuchung erfolgen.

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Chronische Bauchschmerzen

Reizdarmsyndrom

  • Über längere Zeit bestehende Schmerzen im Bauchraum in Verbindung mit veränderten Stuhlgewohnheiten (abwechselnd Durchfall und Verstopfung), für die keine organische Ursache gefunden werden konnte, weisen auf das Reizdarmsyndrom hin, eines der häufigsten Krankheitsbilder für chronische Bauchschmerzen.

Verdauungsstörung

  • Beschwerden im Verdauungsprozess können von sämtlichen, an der Verdauung beteiligten Organen wie Magen, Darm, Bauchspeicheldrüse und Gallenblase ausgehen. Dabei zählen Appetitlosigkeit, Blähungen, Erbrechen und Durchfall zu den typischen Beschwerden. Typische Erkrankungen sind unter anderem die Michzucker- oder Glutenunverträglichkeit.

Gallensteine

  • Die Galle dient unter anderem zur Ausscheidung von überschüssigem Cholesterin. Ist die Gallenflüssigkeit mit Cholesterin übersättigt, so können sich Gallensteine bilden, die den Abfluss der Galle in der Darm behindern. Selten machen sich Gallensteine bemerkbar, wenn dann mit anfallsartigen Schmerzen im rechten Oberbauch besonders nach fettreichem Essen.

Sodbrennen

  • Schmerzen im Bereich der Speiseröhre (Sodbrennen) können auf die sogenannte Reflux-Erkrankung hindeuten, bei der der Übergang von Magen und Speiseröhre nicht richtig abgedichtet ist, so dass Magensäure in die Speiseröhre gelangt und sie schädigen kann. Dies führt zu charakteristischen Oberbauchschmerzen, die besonders im Liegen und nach dem Essen auftreten.

Magengeschwür

  • Wenn die Schutzmechanismen des Magens gegen die eigene Säure nicht mehr greifen, zum Beispiel beim Befall mit dem Bakterium Helicobacter pylori, dann kann die Schleimhaut angegriffen werden und sich chronisch entzünden es kann ein Magengeschwür entstehen. Anzeichen sind meist stechende Oberbauchschmerzen, die häufig über sehr lange Zeit andauern und sich nach Nahrungsaufnahme verstärken.

Dickdarmkrebs

  • Darmkrebs entsteht meist aus sogenannten Darmpolypen (Schleimhautgeschwülste) und bleibt über lange Zeit symptomlos. Erst wenn der Tumor eine bestimmte Größe erreicht hat, kann er Bauchschmerzen mit blutigem Stuhl sowie Durchfall und Verstopfungen auslösen.

Lebererkrankungen

  • Entzündungen der Leber (z.B. verursacht durch Hepatitis A und B Viren) führen meist über einen längeren Zeitraum zu Oberbauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Weitere wichtige Symptome sind Fieber und Gelbsucht (Ikterus).

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen

  • Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa sind Autoimmunkrankheiten, bei denen der Körper den eigenen Darm angreift. Dies führt zu chronischen Bauchschmerzen und Verdauungsstörungen, die mit Erbrechen und Durchfall einhergehen können. Die Erkrankungen treten meist in Schüben auf, die über mehrere Wochen andauern können.

Endometriose

  • Bei dieser Krankheit befindet sich Schleimhaut der Gebärmutter versprengt in anderen Teilen des Bauchs. Dies führt zu chronischen wiederkehrenden zyklusabhängigen Bauchschmerzen, da auch diese Schleimhaut der Regel unterworfen ist.
  • Bauchschmerzen Symptome

    Bauchschmerzen entstehen, wenn die Nerven der Bauchorgane oder des Bauchfells gereizt werden. Sie können plötzlich auftreten oder beginnen schleichend und dauern länger als 12 Wochen an.

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