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Bänderdehnung, Bänderzerrung, Verstauchung Pflanzliche Wirkstoffe

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Geschrieben von 2011-02-08
Zuletzt aktualisiert am 2013-01-2828.01.2013
Bänderdehnung, Bänderzerrung, Verstauchung Pflanzliche Wirkstoffe

Die Therapie von Bänderdehnungen kann mit Heilkräutern unterstützt werden. Zur ersten Hilfe eignen sich Arnikablüten, Johanniskrautöl und Pfefferminzöl, da sie die schmerzlindernd wirken. Beinwell, Rosskastaniensamen, Steinkleekraut und Campher reduzieren die Gewebeschwellung und fördern die Wundheilung.

Hilfe auf einen Blick:
  • Arnikatinktur
    • lindert schnell die Schmerzen
    • für Umschläge die Tinktur 3- bis 10-fach mit Wasser verdünnen
  • Beinwellsalbe
    • wirkt abschwellend und fördert die Wundheilung
    • mehrmals am Tag mit Salbe (z.B. Kytta-Salbe) einreiben
  • Johanniskrautöl
    • bekämpft die Schmerzen und beschleunigt die Wundheilung
    • 3-mal täglich einreiben

Arnikablüten

Arnikablüten

Arnikablüten eignen sich zur Behandlung von äußerlichen Verletzungen wie einer Bänderdehnung, da sie aufgrund ihrer Wirkstoffe Sesquiterpenlacton und Helenalin entzündungshemmend, schmerzlindernd und antibakteriell wirken. Sesquiterpenlacton hat ähnliche Eigenschaften wie Glukokortikoide und schwächt Entzündungen ab. Helenalin hemmt bestimmte Stoffwechselprozesse, die bei einer Entzündung eine Rolle spielen. Neben der Zubereitung von Arnikatee kann ebenfalls eine Arnikatinktur angewendet werden, die zur Anwendung 3- bis 10-fach verdünnt werden muss. Beides wird in feuchte Tücher getränkt und äußerlich auf die betroffene Stelle aufgetragen. Wichtig: Arnikatee sollte aufgrund der giftigen Wirkung nicht getrunken werden. Zudem existieren Arnikasalben und -gel im Handel, die bei einer Lagerung im Kühlschrank die kühlende Wirkung verstärken.

Beinwellkraut

Beinwell

Die Wurzeln, das Kraut und die Blätter des Beinwells enthalten viele Wirkstoffe, die bei einer Bänderdehnung hilfreich sein können. Allantoin beschleunigt den Zellaufbau und beruhigt die Haut. Cholin fördert die Durchblutung und beschleunigt somit den Heilungsprozess. Zudem hat Beinwell eine antientzündliche und abschwellende Wirkung.

Weitere Inhaltsstoffe sind Ätherische Öle und potentiell giftige Pyrrolizidinalkaloide, wobei letztere in modernen Präparaten kaum noch enthalten sind. Daher ist heutzutage eine längerfristige Anwendung von Beinwell über sechs oder mehr Wochen möglich. Es besitzt keine Nebenwirkungen und wird als Salbe verwendet. In der Schwangerschaft und bei Kinder unter 2 Jahren darf Beinwell nicht angewendet werden.

Johanniskrautöl

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Johannisöl

Johanniskraut wirkt nicht nur gegen Depressionen, sondern aufgrund von Inhaltsstoffen wie Flavonoiden, Hyperforin oder Hypericin auch wundheilungsfördernd und leicht schmerzlösend. Zur Schmerzlinderung kann ein Verband aus dem Johnnisöl aufgelegt werden. Während der Therapie sollte jedoch ein intensives Sonnenbad vermieden werden, da Johannisöl die Haut sensibler für UV-Strahlung machen kann. Johannisöl (auch Rotöl genannt) ist als Fertigpräparat im Handel erhältlich.

Pfefferminzöl

Auf die Haut aufgetragen, verleiht ihr Pfefferminzöl eine lang anhaltende und angenehme Kühlung, da es die Kälterezeptoren der Haut stimuliert. Weiterhin wirkt es schmerzlindernd. Es sollten bei der äußeren Anwendung keine Präparate über 10% Menthol eingesetzt werden, da dadurch die Schmerzempfindlichkeit gesteigert werden kann. Pfefferminzöl ist als Fertigarzneimittel im Handel erhältlich.

Rosskastaniensamen

Sie reduzieren die Gewebeschwellung durch Abdichtung der Gefäße, so dass nur noch wenig Flüssigkeit aus der Blutbahn in die Haut eindringen kann. Daneben entfalten Rosskastaniensamen eine entzündungshemmende Wirkung. Die wirksamen Inhaltsstoffe sind Aescin, Flavonoide und Gerbstoffe. Die Anwendung erfolgt in der Regel als Creme oder Gel. Diese können im Handel als Fertigarzneimittel erworben werden. In der Schwangerschaft und während der Stillzeit sollte auf Rosskastaniensamen verzichtet werden.

Campher

Campher

Äußerlich auf die Haut aufgetragen, wirkt Campher in sehr geringen Konzentrationen (0,1 - 0,3%) schmerzlindernd und leicht betäubend, da es die Schmerzrezeptoren der Haut ausschaltet. Präparate mit einer Campherkonzentrationen von 10% wirken durchblutungsfördernd und können bei einer Bänderdehnung den Heilungsprozess ankurbeln. Konzentrationen über 3% können vereinzelt zu einer Hautreizung und Hautentzündung führen, daher sollte die Haut während der Anwendung beobachtet werden. Campher ist im Handel als Salbe und Creme erhältlich.

Steinkleekraut

Steinkleekraut

Äußerlich können Steinkleezubereitungen zur Behandlung von Prellungen, Bänderüberdehnungen und oberflächlichen Blutergüssen angewendet werden. Sie wirken aufgrund der enthaltenden Melilotusextrakte entzündunghemmend, krampflösend und reduzieren das Auftreten einer Schwellung. Es existieren nur wenige Fertigarzneimittel. Alternativ kann man Steinklee im Handel erwerben und 3 EL zerkleinertes Steinkleekraut mit 150 ml kochendem Wasser aufgießen, abkühlen lassen und ca. 3-mal täglich äußerlich anwenden.

Quellen:
  • Hänsel et al. "Pharmakognosie Phytopharmazie" Springer Verlag (2010)
  • Niethard et al. "Duale Reihe, Orthopädie und Unfallchirurgie". Thieme Verlag (2009)
  • Ficklscherer. "BASICS Orthopädie und Traumatologie". Elsevier Verlag (2009)
  • Wülker, et al. "Taschenlehrbuch Orthopädie und Unfallchirurgie". Thieme Verlag (2010)
  • Bänderdehnung, Verstauchung

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Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.