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Ursachen für Arthrose (Gelenkverschleiß)

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Geschrieben von 2011-02-08
Zuletzt aktualisiert am 2013-09-0505.09.2013
Ursachen für Arthrose (Gelenkverschleiß)

Gelenkbelastung und Belastungsfähigkeit im Missverhältnis

Die Belastungsfähigkeit eines Gelenks hat natürliche Grenzen. Ein Gelenk (lateinisch: „arthros“) verbindet zwei Knochen miteinander und ermöglicht es, uns in den drei Raumebenen (horizontal, vertikal, diagonal) funktional zu bewegen. Ein typischer Gelenkaufbau besteht aus den zwei Enden der Knochen, die Gelenkkopf und Gelenkpfanne bilden. Die Gelenkflächen sind mit Gelenkknorpel überzogen, der stoßdämpfende Eigenschaften hat. Das Gelenk ist von einer Gelenkkapsel umgeben, deren innere Schicht (Synovia) die Synovialflüssigkeit absondert, die als Gleitmittel für den reibungslosen Bewegungsablauf dient. Gelenkbänder stabilisieren das Gelenk. Um ein Gelenk herum liegen Schleimbeutel, Sehnen und Muskeln, Nerven und Blutgefäße.

Der Gelenkknorpel enthält keine Blutgefäße. Er wird über die Synovia versorgt. Durch einen ausgewogenen Wechsel von Bewegung und Entlastung des Gelenks wird dieses Gleitmittel in den Knorpel „eingearbeitet“. Übermäßige Bewegung oder ein Bewegungsmangel vermindern die Versorgung des Gelenkknorpels mit der Synovialflüssigkeit. Der Knorpel wird nach und nach unterernährt und fängt an zu degenerieren, die Arthrose beginnt. Es kommt zu einer chronischen und schmerzhaften Zerstörung des Gelenkknorpels, dabei entzündet sich die Innenschicht der Gelenkkapsel. Umliegende Bänder, Sehnen und Schleimbeutel und die Knochen sind mitbetroffen. Fehlt die Knorpelmasse, fehlt auch die Dämpfung, es kommt zu einer zunehmenden Funktionsbehinderung und Versteifung des Gelenks. An manchen Gelenken, wie den Knien, ist die Knorpelmasse sehr dünn, nur 2-3 Millimeter. Das Knie ist zudem großer Gewichtsbelastung ausgesetzt, da es einen Hauptteil des Körpergewichts trägt. Daher ist die Arthrose des Kniegelenks (Gonarthrose) die häufigste Form des Gelenkverschleißes.

Bei der primären Arthrose ist die Ursache unbekannt. Eine erbliche Veranlagung wird bei den Fingergelenksarthrosen (Heberden- Bouchard- und Rhizarthrose) vermutet. Eine Abnutzung im Alter durch veränderte Knorpelzusammensetzung ist häufig in Form einer Hüftgelenksarthrose.

Die sekundäre Arthrose kann verschiedene Ursachen haben

Fehlstellungen:

  • Fehlstellungen verursachen Arthrose, da das Gelenk punktuell überbelastet wird, der Knorpel nutzt sich an dieser Stelle schneller ab. Angeborene Entwicklungsstörungen wie O- oder X-Beine können schon früh zu einer Kniegelenksarthrose führen. Erworbene Fehlstellungen wie Morbus Perthes, eine Hüftkopferkrankung zwischen dem 5.-8. Lebensjahr führt zu einer Hüftgelenksarthrose. Rheumatische Erkrankungen wie die chronische Polyarthritis bedingen gleichzeitig Arthrose.

Verletzungen:

  • Knochenbrüche können zu einer Fehlstellung der Knochen führen. Knorpel-, Meniskus-, Band- und Kapselverletzungen des Gelenks sind sehr häufig durch Sportunfälle verursacht.

Entzündungen:

  • Nach einer Gelenkentzündung durch Infektion oder Verletzung kann es zu einer Arthrose kommen.

Stoffwechselerkrankungen:

  • Diabetes mellitus, Gicht und seltenere Stoffwechselerkrankungen wie Morbus Wilson (Kupferspeicherkrankheit), Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit) oder Nebenschilddrüsenüberfunktion können zu Gelenkverschleiß führen.

Einblutung:

  • Hämophilie ist eine Gruppe von Krankheiten mit erhöhter Blutungsneigung aufgrund erblich bedingt fehlender Blutgerinnungsfaktoren. Dabei kommt es zu Einblutung in das Gelenk. Hämophilie-Kranke können so eine Arthrose entwickeln.

Medikamente:

  • Eine mögliche Nebenwirkung der Einspritzung von Kortison (Kortikosteroiden) in das Gelenk ist die Arthrose.

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Risikofaktoren tragen maßgeblich zur Entwicklung der Arthrose bei:

  • Übergewicht belastet die Gelenke andauernd übermäßig
  • Schwerstarbeiter, wie z.B. Pflasterer, die im Knien arbeiten, sind häufig von Arthrose betroffen und können berufsunfähig werden.
  • Leistungssportler belasten die Gelenke oft über die Belastungsfähigkeit hinaus.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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