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Therapie bei Arthrose (Gelenkverschleiß)

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 05.09.2013
Therapie bei Arthrose (Gelenkverschleiß)

Gelenke entlasten und bewegen

Das Ziel der Arthrosebehandlung ist es, dem Patienten die Beweglichkeit zu erhalten und den Gelenkschmerz zu lindern, um seine Unabhängigkeit und Lebensqualität zu sichern.

Vorbeugen und Aufhalten

Prävention – der medizinische Fachausdruck für „Vorbeugen“ beinhaltet nicht nur, dem Entstehen einer Krankheit vorzubeugen, sondern auch das Fortschreiten einer Krankheit aufzuhalten. Bei Arthrose ist deshalb die aktive Mitarbeit des Patienten wichtiger als die Gabe von Medikamenten, da eine Zerstörung des Knorpels noch verhindert werden kann mit:

Bewegungstherapie

Durch regelmäßige Bewegung wird die Synovialflüssigkeit, das Gleitmittel für die Gelenke, wieder in den Knorpel „eingearbeitet“. Gelenkschonend sind Fahrradfahren, Schwimmen, Nordic Walking oder Skilanglauf.

Gelenkentlastung

Die Kombination aus Bewegung und Entlastung ist der Schlüssel zum Aufhalten des Gelenkverschleißes. Eine berufliche Umschulung zur Gelenkentlastung kann für einen Schwerarbeiter nötig werden. Speziell angefertigte Pufferabsätze oder Einlagen in den Schuhen helfen, Stöße abzufedern, oder Fehlstellungen der Beine auszugleichen. Ein gezieltes Muskelaufbautraining kann das Gelenk entlasten.

Ernährung

Übergewicht zu reduzieren ist bei manchen der wichtigste Beitrag zur Gelenkentlastung. Angestrebt werden sollte mindestens ein BMI (Body-Mass-Index) unter 30, Normalgewicht erreicht man mit einem BMI unter 25.

Auch die Auswahl der täglichen, vollwertigen Nahrung leistet einen wichtigen Beitrag zur gesunden Knorpelsubstanz. Fisch-, Avocado- und Sojaöle und ausreichend Vitamin C und E beugen der Degeneration des Knorpels vor.

Physikalische Therapie

Massagen lockern und stärken das Gewebe um das Gelenk und fördern die Durchblutung. Fehlhaltungen und falsche Bewegungsmuster können mit Krankengymnastik ausgeglichen werden.

Wärme lindert den Gelenkschmerz effektiv. Anwenden kann man Überwärmungsbäder, heiße Umschläge und Packungen oder eine einfache Wärmeflasche. Bei einer aktivierten Arthrose kommt Kälte zum Einsatz in Form von kalten Güssen oder Kneipp-Anwendungen, um der Entzündung entgegenzuwirken.

Medikamente

Die medikamentöse Behandlung zielt darauf ab, Schmerzen zu reduzieren, Entzündung zu hemmen und bestenfalls Knorpelsubstanz zu stärken:

Schmerzmedikamente

NSAR (Nicht-steroidale Antirheumatika) wie Ibuprofen oder Indumetacin helfen, den Gelenkschmerz zu unterdrücken. Da diese Schmerzmittel die Magenwand angreifen, sollte bei längerer Anwendung ein Magenschutzmittel zusätzlich verabreicht werden, oder auf Alternativen zur Schmerztherapie ausgewichen werden.

Kortison

Bei aktivierter Arthrose mit Gelenkentzündung kann Kortison in das Gelenk gespritzt werden, was die Entzündung unterdrückt. Da eine Arthrose zugleich Nebenwirkung der Kortison-Injektionen ist, sollte dies nur sparsam zum Einsatz kommen.

Hyaluronsäure

Hyaluronsäure kommt im Organismus selbst vor und ist ein natürliches Gleitmittel. Es kann in das Gelenk eingespritzt werden.

Knorpelsubstanz

Medikamente wie Chondroitinsulfat stärken die Knorpelsubstanz, gute Praxisberichte liegen bereits vor. Inwieweit diese Therapie mit Studien bestätigt werden kann, ist noch nicht geklärt.

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Chirurgische Therapie

Osteotomie

Eine Achsenfehlstellung wurde früher häufiger mit einer Osteotomie behandelt. Dabei wird in einer Operation am Knochen ein kleiner Knochenkeil entfernt, der Winkel der Knochen zueinander verändert sich und das Gelenk wird entlastet. Osteotomien sind vorbeugend bei starken Fehlstellungen.

Das künstliche Gelenk

Künstliche Gelenke wurden immer weiterentwickelt. Bei stark voranschreitender Arthrose wird man eine Operation erwägen. Das verschlissene Gelenk wird mit einer Prothese (dem künstlichen Gelenk) ersetzt, z.B. einem künstlichen Kniegelenk, oder Hüftgelenk. Je nach Alter des Patienten und Art des Gelenks folgt ein Rehabilitationsprozess von mehreren Wochen, in dem der Mensch lernt sich mit dem neuen Gelenk zu bewegen. Ein künstliches Gelenk hält 10 bis 20 Jahre, bis es ausgetauscht werden muss.

Biotechnologie

Ob in Zukunft Techniken entwickelt werden, mit denen künstliches, im Labor angezüchtetes Knorpelgewebe effektiv in zerstörte Gelenke verpflanzt werden kann, bleibt abzuwarten. Es wäre bei Arthrose eine gute Hilfe, um den Knorpel wieder aufzubauen.

  Link- Buchtipps:
  • Deutsche Arthrose-Hilfe e.V. mit Kontaktmöglichkeiten bei speziellen Fargen zur Erkrankung
  • „Wirksame Hilfe bei Arthrose“ von Klaus-Dieter Thomann (Trias Verlag, März 2003)
  • „Ernährungsratgeber Arthritis und Arthrose: Genießen erlaubt!“ von Sven David Müller und Christiane Weißenberger (Schluetersche GmbH & Co. KG Verlag und Druckerei, 2. Auflage Juni 2010)
  • „Das Arthrose Stopp-Programm: So bleiben Sie schmerzfrei und beweglich - Die 82 besten Übungen und Experten-Tipps“ von Jürgen Fischer (Trias Verlag, 2. Auflage Oktober 2007)
  • Pflanzliche Wirkstoffe

    Pflanzliche Wirkstoffe spielen in der Behandlung der Arthrose eine große Rolle. Sie sind eine gute Alternative zu den nebenwirkungsreichen Schmerzmedikamenten und...

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  • Ursachen

    Arthrose ist zurückzuführen auf eine Überstrapazierung des Gelenkknorpels. Diese kann unterschiedliche Ursachen haben.

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  • Rheuma

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Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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