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Arthrose (Gelenkverschleiß)

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Geschrieben von 2011-02-08
Zuletzt aktualisiert am 2013-09-0505.09.2013
Arthrose (Gelenkverschleiß)

Fast jeder zehnte Deutsche leidet an Arthrose, einem langsam fortschreitenden, schmerzhaften Gelenkverschleiß. Am häufigsten betroffen sind Kniegelenk und Hüftgelenk, seltener sind mehrere Gelenke zugleich betroffen. Arthrose bezeichnet die Degeneration eines oder mehrerer Gelenke. Es kommt zu einer chronisch-schmerzhaften Zerstörung des Gelenkknorpels. Ist dieser Prozess nicht aufzuhalten, mündet er in eine Deformierung des Gelenks mit Versteifung, die im Knie- oder Hüftgelenk zu einer Gehbehinderung führen kann.

Arthrose im Überblick:
  • Arthrose ist ein chronisch-schmerzhafter Gelenkverschleiß der Knie, Hüft-, Finger- oder Wirbelsäulengelenke von dem fast jeder Zehnte betroffen ist.
  • Die häufigsten Ursachen sind Abnutzung im Alter, Fehlstellungen (X- oder O-Beine) oder übermäßige Belastung bei schwerer körperlicher Arbeit.
  • Arthrose führt zu Bewegungseinschränkung und Gelenkversteifung, das Ausmaß wird in der körperlichen Untersuchung deutlich. Den Gelenkverschleiß kann man am besten in Röntgenbildern beurteilen.
  • Die Therapie der Arthrose zielt auf Schmerzlinderung und Verlangsamen des degenerativen Prozesses ab. Mit gezielter Kombination von Schmerzmedikamenten, Gelenkentlastung, Bewegungstherapie (Fahrradfahren), Krankengymnastik, Ernährung und pflanzlichen Wirkstoffen kann sich eine Operation mit Gelenkersatz (Prothese) vermeiden lassen.

Ursachen der Arthrose

Die Belastungsfähigkeit eines Gelenks hat natürliche Grenzen. Ein Gelenk (lateinisch: „arthros“) verbindet zwei Knochen miteinander und ermöglicht es, uns in den drei Raumebenen (horizontal, vertikal, diagonal) funktional zu bewegen. Ein typischer Gelenkaufbau besteht aus Gelenkkopf und Gelenkpfanne. Die Gelenkflächen sind mit Gelenkknorpel überzogen, einer Art natürlichem Stoßdämpfer. Das Gelenk ist von einer Gelenkkapsel umgeben, deren innere Schicht eine Flüssigkeit absondert, die als Gleitmittel für den reibungslosen Bewegungsablauf dient. Gelenkbänder stabilisieren das Gelenk.

Durch einen ausgewogenen Wechsel von Bewegung und Entlastung des Gelenks wird das Gleitmittel (Synovialflüssigkeit) in den Knorpel „eingearbeitet“. Übermäßige Bewegung oder Bewegungsmangel vermindern die Versorgung des Gelenkknorpels mit der Synovialflüssigkeit. Der Knorpel wird nach und nach unterernährt und degeneriert, die Arthrose beginnt. Es kommt zu einer chronischen und schmerzhaften Zerstörung des Gelenkknorpels. Dabei entzündet sich die Innenschicht der Gelenkkapsel. Umliegende Bänder, Sehnen und Schleimbeutel und die Knochen sind mitbetroffen. Fehlt die Knorpelmasse, fehlt auch die Dämpfung, es kommt zu einer zunehmenden Funktionsbehinderung und Versteifung des Gelenks.

Bei der primären Arthrose ist die Ursache unbekannt. Eine erbliche Veranlagung wird bei den Fingergelenksarthrosen (Heberden- Bouchard- und Rhizarthrose) vermutet. Eine Abnutzung im Alter durch veränderte Knorpelzusammensetzung ist häufig in Form einer Hüftgelenksarthrose anzutreffen.

Die sekundäre Arthrose kann verschiedene Ursachen haben

  • Knochenbrüche können zu einer Fehlstellung der Knochen führen. Knorpel-, Meniskus-, Band- und Kapselverletzungen des Gelenks sind sehr häufig durch Sportunfälle verursacht.
  • Stoffwechselkrankheiten: Diabetes mellitus, Gicht und seltenere Stoffwechselerkrankungen wie Morbus Wilson (Kupferspeicherkrankheit), Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit) oder Nebenschilddrüsenüberfunktion können zu Gelenkverschleiß führen.
  • Medikamente: Eine mögliche Nebenwirkung der Einspritzung von Kortison (Kortikosteroiden) in das Gelenk ist die Arthrose.

Bestimmte Risikofaktoren tragen maßgeblich zur Entwicklung der Arthrose bei:

  • Übergewicht belastet die Gelenke andauernd übermäßig
  • Schwerstarbeiter, wie z.B. Pflasterer, die im Knien arbeiten, sind häufig von Arthrose betroffen
  • Leistungssportler belasten die Gelenke oft über die Belastungsfähigkeit hinaus

Symptome der Arthrose

Das Hauptsymptom einer Arthrose ist der Schmerz im degenerierten Gelenk. Dieser kann folgende Charakteristika besitzen:

  • Menschen mit beginnender Arthrose klagen über Steifigkeit nach Ruhepausen und brauchen länger, um wieder in Bewegung zu kommen. Zunehmend kommt es zu Anlaufschmerzen, die abends stärker sind als morgens
  • Die Schmerzen sind oft wetterabhängig: Ein feucht-kaltes Klima wird oft schlechter vertragen
  • Es entstehen Schmerzen bei Bewegung, vor allem bei stoßartiger Belastung des Gelenks Mit zunehmendem Gelenkverschleiß bestehen zusätzlich Ruheschmerzen im Gelenk
  • Wiederholt kann sich eine Entzündung im Gelenk entwickeln, dann ist das Gelenk sehr schmerzempfindlich, überwärmt und geschwollen, man spricht von einer „aktivierten Arthrose“
  • Im Spätstadium einer Arthrose kommt es zu schlafraubenden nächtlichen Ruheschmerzen

Durch die Degeneration von Knorpel, Knochen und umliegenden Weichteilen kommt es zu Verformung des Gelenks mit Bewegungseinschränkung. Der Bewegungsablauf gerät ins Stocken, das Gelenk kann ganz versteifen. Typische Behinderungen im Bewegungsablauf und Funktionsverluste gibt es für die unterschiedlichen Arten von Arthrose:

Kniegelenksarthrose

Vor allem beim Bergabgehen kommt es zu Schmerzen, zunehmend schwieriger ist das Beugen des Kniegelenks, wie beim Treppensteigen oder Bergwandern.

Hüftgelenksarthrose

Von Hüftgelenksarthrose betroffene Personen haben Probleme, zum Beispiel aus tiefen Sesseln aufzustehen. Nach längerem Sitzen nehmen die Hüftschmerzen zu, die in den Oberschenkel ausstrahlen können. Es kommt zu einer Fehlstellung des Beins. Dabei ist der Fuß nach außen gedreht. Betroffene benötigen oft eine Gehstütze.

Heberden-Arthrose

Die Fingerendgelenke sind wiederholt entzündet, dabei entstehen druckschmerzhafte Knötchen. Schließlich versteifen sich die Gelenke und können nicht mehr richtig ausgestreckt werden.

Rhiz-Arthrose

Hier ist das (unterste) Daumensattelgelenk betroffen, was Greifbewegungen deutlich erschweren kann.

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Diagnose der Arthrose

In der Anamnese lässt sich der Arzt die Art und den Ort der Schmerzen schildern. Der Patient beschreibt, wie er die Schmerzen empfindet, in welchem Gelenk, zu welcher Tageszeit oder bei welchem Wetter sie gehäuft auftreten. Außerdem berichtet er, welche Bewegungen schwerfallen und wann er das erste Mal Schwierigkeiten bemerkt hat. Um die Ursache zu erkennen, ist neben dem Alter des Patienten auch die Frage nach Verletzungen, Sportunfällen, Operationen oder Vorerkrankungen wichtig.

Um die Schmerzen messbar zu machen, stehen Schmerzskalen zur Verfügung. Bei der Visuellen Analogskala (VAS) zeichnet der Patient einen Punkt auf einer Linie zwischen eins und zehn an, wobei zehn den stärksten denkbaren Schmerz angibt. Die Einstufung des Schmerzes ist wichtig, da sich die Behandlung der Arthrose nach dem Ausmaß der Schmerzen ausrichtet.

Körperliche Untersuchung

In der körperlichen Untersuchung werden Fehlstellungen wie O- oder X-Beine begutachtet. Das Gelenk wird auf Schwellung, Überwärmung oder Verfärbung untersucht, die Beweglichkeit geprüft und ermittelt, ob Schmerzen bei bestimmten Bewegungen bestehen. Am Kniegelenk wird geprüft, ob die Bänder oder die Knorpel instabil sind.

Die Röntgenaufnahme kann degenerative Veränderungen am Gelenk bildhaft sichtbar machen. Man erkennt eine Verschmälerung des Gelenkspalts und Verdichtung des Knochens, die darauf hinweist, dass die Knorpelmasse schon stark reduziert ist. Osteophyten sind kleine knöcherne Auswüchse am Gelenkspalt, die bei Arthrose typisch sind.

Eine Gelenkpunktion kann nötig werden, wenn das Gelenk stark geschwollen und entzündet ist. Eine Blutuntersuchung kann Entzündungswerte nachweisen und andere rheumatische Erkrankungen ausschließen, ebenso wie ein Ultraschall vom Gelenk, oder eine Computertomographie, welche Schnittbilder von den Gelenkebenen liefern. Bei einer Arthrose ist dies zumeist nicht nötig.

Behandlung der Arthrose

Das Ziel der Arthrosebehandlung ist die Erhaltung der Beweglichkeit und die Schmerzlinderung, um die Unabhängigkeit und Lebensqualität des Patienten zu sichern.

Behandlung mit Medikamenten

NSAR (Nicht-steroidale Antirheumatika) wie Ibuprofen oder Indumetacin, helfen den Gelenkschmerz zu unterdrücken. Da diese Schmerzmittel die Magenwand angreifen, sollte bei längerer Anwendung ein Magenschutzmittel zusätzlich verabreicht werden oder auf Alternativen zur Schmerztherapie ausgewichen werden.

Bei aktivierter Arthrose mit Gelenkentzündung kann Kortison in das Gelenk gespritzt werden, was die Entzündung unterdrückt. Da eine Arthrose zugleich Nebenwirkung der Kortison-Injektionen ist, sollte dies nur sparsam zum Einsatz kommen.

Hyaluronsäure kommt im Organismus selbst vor und ist ein natürliches Gleitmittel. Es kann in das Gelenk eingespritzt werden.

Medikamente wie Chondroitinsulfat stärken die Knorpelsubstanz, gute Praxisberichte liegen bereits vor. Inwieweit diese Therapie mit Studien bestätigt werden kann, ist noch nicht geklärt.

Chirurgische Therapie

Zur chirurgischen Behandlung der Arthrose stehen folgende Verfahren zur Verfügung.

Osteotomie

Bei einer Osteotomie wird in einer Operation am Knochen ein kleiner Knochenkeil entfernt, der Winkel der Knochen zueinander verändert sich und das Gelenk wird entlastet. Osteotomien sind vorbeugend bei starken Fehlstellungen.

Das künstliche Gelenk

Das verschlissene Gelenk wird mit einer Prothese (dem künstlichen Gelenk) ersetzt, z.B. einem künstlichen Kniegelenk oder Hüftgelenk. Je nach Alter des Patienten und Art des Gelenks folgt ein Rehabilitationsprozess von mehreren Wochen, in dem der Betroffene lernt sich mit dem neuen Gelenk zu bewegen. Ein künstliches Gelenk hält 10 bis 20 Jahre bis es ausgetauscht werden muss.

Vorbeugen und Aufhalten der Arthrose

Für die Arthrose-Prävention ist die aktive Mitarbeit des Patienten wichtiger als die Gabe von Medikamenten. Mithilfe verschiedener Strategien lässt sich der Zerstörung des Knorpels wenigstens teilweise vorbeugen. Dazu zählen etwa die folgenden Mittel.

Bewegungstherapie

Durch regelmäßige Bewegung wird das Gleitmittel für die Gelenke wieder in den Knorpel „eingearbeitet“. Gelenkschonende Aktivitäten sind zum Beispiel Fahrradfahren, Schwimmen, Nordic Walking oder Skilanglauf.

Gezielte Gelenkentlastung

Die Kombination aus Bewegung und Entlastung ist der Schlüssel zum Aufhalten von Gelenkverschleiß. Eine berufliche Umschulung zur Gelenkentlastung kann für einen Schwerarbeiter nötig werden. Speziell angefertigte Pufferabsätze oder Einlagen in den Schuhen helfen, Stöße abzufedern, oder Fehlstellungen der Beine auszugleichen. Ein gezieltes Muskelaufbautraining kann das Gelenk entlasten.

Vollwertige Ernährung

Übergewicht zu reduzieren ist für bestimmte Patienten der wichtigste Beitrag zur Gelenkentlastung. Angestrebt werden sollte mindestens ein BMI (Body-Mass-Index) unter 30, Normalgewicht erreicht man mit einem BMI unter 25. Auch eine vollwertige Ernährung leistet einen wichtigen Beitrag zur gesunden Knorpelsubstanz. Fisch-, Avocado- und Sojaöle und ausreichend Vitamin C und E beugen der Degeneration des Knorpels vor.

Physikalische Therapie

Massagen lockern und stärken das Gewebe um das Gelenk und fördern die Durchblutung. Fehlhaltungen und falsche Bewegungsmuster können mit Krankengymnastik ausgeglichen werden.

Wärme lindert den Gelenkschmerz effektiv. Anwenden kann man Überwärmungsbäder, heiße Umschläge und Packungen oder eine einfache Wärmeflasche. Bei einer aktivierten Arthrose kommt Kälte zum Einsatz in Form von kalten Güssen oder Kneipp-Anwendungen, um der Entzündung entgegenzuwirken.

Pflanzliche Wirkstoffe

Südafrikanische Teufelskralle – Gelenkschmerzen natürlich besiegen

Pflanzliche Wirkstoffe spielen in der Behandlung der Arthrose eine große Rolle. Sie sind eine gute Alternative zu den nebenwirkungsreichen Schmerzmedikamenten und können helfen, diese so sparsam wie möglich einzusetzen. Zur Langzeittherapie sind pflanzliche schmerzlindernde Tees oder Fertigpräparate besser geeignet, da sie magenfreundlicher sind. Ob Natur oder Synthetik – wichtig ist die Kombination mit Bewegung und Gelenkentlastung. Aktive Mitarbeit aber auch das Entspannen im heißen Bad mit pflanzlichen Badezusätzen helfen den Gelenkverschleiß aufzuhalten.

Hilfe auf einen Blick:
  • Afrikanische Teufelskralle wirkt schmerzlindernd bei chronischen Gelenkschmerzen durch Gelenkverschleiß als Fertigpräparat für die Langzeittherapie.
  • Goldrute, Zitterpappel und Esche als fixe Kombination helfen bei Arthrose und Gelenkschmerzen.
  • Cayennepfeffer gibt es als Wärme-Therapie Pflaster für die schnelle lokale Schmerzlinderung am Gelenk.

Teufelskralle

Afrikanische Teufelskralle

Sie stammt aus den Savannen des südlichen Afrika, wo sie in der traditionellen Heilkunde der einheimischen Bevölkerung bekannt war. Ihre dicht über dem Boden wachsenden Triebe bilden Widerhaken, was ihr den botanischen Namen „Harpagophytum“ (Enterhaken-Pflanze) verleiht, oder „Teufelskralle“ im Deutschen. Teufelskrallenwurzel ist der für Arthrose am besten untersuchte pflanzliche Wirkstoff. Das darin enthaltene Iridoglykosid Harpagosid hemmt Botenstoffe der Entzündungsreaktion. Teufelskralle lindert besser chronisch-andauernde, als akute Schmerzen und ist bei Arthrose-Schmerz besonders wirksam.

Die Wirkung des Teufelskrallenwurzelextrakts setzt erst nach 2-3 Wochen ein, zur Anwendung kommen Fertigpräparate als Langzeittherapie. Auch bei Appetitlosigkeit, Völlegefühl und Magenverstimmung ist Teufelskrallenwurzelextrakt als Teezubereitung hilfreich.

Weide

Die Rinde des Weidenbaums kann zur Linderung von Gelenkschmerzen hilfreich sein. Ihr Wirkstoff Salicin wurde bekannt, da aus ihm im 19. Jahrhundert die Acetylsalicylsäure synthetisch hergestellt wurde. Weidenrindenextrakt kann bei Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen und Kopfschmerzen als Fertigpräparat aus der Apotheke eingenommen werden.

Brennnessel

Brennnessel

Brennnessel ist nicht nur zum Entschlacken als Tee für die Frühjahrskur gut. Brennnesselkraut- und blätter-Extrakt enthält ungesättigte Fettsäuren und Kaffesäurederivate, wodurch er entwässernd und entzündungshemmend bei Rheuma und Arthrose wirkt.

In der Apotheke ist der Frischpflanzenpresssaft erhältlich. Wer mag, kann sich an einer Zubereitung aus eigener Ernte versuchen (2-3 g Brennnesselkraut mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 20 Minuten ziehen lassen, mehrmals täglich 1 Tasse trinken). Auch als Tabletten oder Kapseln ist Brennnesselkrautextrakt erhältlich.

Goldrute, Zitterpappel und Esche

Eine Kombination aus entzündungshemmenden und entwässernden pflanzlichen Wirkstoffen macht zur Behandlung von Arthrose und Rheuma Sinn. Durch die zusätzliche Entwässerung können Schlacken aus den entzündeten und schmerzenden Gelenken ausgeschwemmt werden. Goldrutenkraut hat eine entwässernde Wirkung, Zitterpappelrinde und Eschenrinde eine schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung. Von diesen drei pflanzlichen Wirkstoffen sind Kombinationspräparate erhältlich.

Sennes

Senna und Faulbaum

Ein naturheilkundlicher erfahrungsmedizinischer Ansatz in der Behandlung von Arthrose und Rheuma in den Gelenken zielt darauf ab, über eine mild abführende Wirkung den Stoffwechsel umzustimmen und so auf die Gelenkentzündung einzuwirken. Dafür verwendet man z.B. eine Kombination aus Sennesblätter, Faulbaumrinde, Queckenwurzelstock, Wacholderbeeren und Löwenzahnwurzel, die man für die Teezubereitung zu gleichen Teilen mischt. 1 Esslöffel davon mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen und 3x täglich eine Tasse trinken.

Cayennepfeffer

Cayennepfefferfrüchte-Extrakt enthält Capsaicinoide, scharfe Substanzen, die zu einer lokalen Durchblutungssteigerung, Überwärmung und Unterdrückung der Entzündungsreaktion führen. Als Wärme-Therapie-Pflaster oder Salben ist er in der Apotheke erhältlich und schnell wirksam, sollte jedoch nicht länger als 2 Tage hintereinander angewandt werden, da es sonst zur Hautreizung mit Nervenschädigung kommen kann.

Senfsamen

Senföle aus den zermahlenen Senfsamen wirken über ihre Scharfstoffe schmerzlindernd und durchblutungssteigernd Für einen Breiumschlag mit warmem Wasser anrühren, auf der Haut auftragen und 10-15 Minuten dort belassen. Da Senföle die Nieren reizen können, sollten sie nicht länger als 2 Wochen hintereinander eingesetzt werden.

Beinwell

Heublumen

Als Heublumen bezeichnet man die Blüten verschiedener Süßgräsern. Sie enthalten Cumarine und ätherische Öle und wirken schmerzlindernd, durchblutungssteigernd und entzündungshemmend am Gelenk. Bei Fingerarthrose wirkt ein Heublumenbad der Hände oder ein Heublumensack erleichternd und wohltuend.

Beinwell

Beinwell

Beinwellwurzel-Extrakt und Beinwellkraut-Extrakt wirkt keimhemmend und entzündungshemmend und fördert den Abtransport von Abfallstoffen bei Gelenkentzündungen oder Verletzungen. Als Salbe kann Beinwell bei aktivierter, akut-entzündlicher Arthrose Gelenkschmerzen lindern und abschwellend wirken.

Beinwell

Wintergrün

Wintergrünöl, Wacholderholzöl, Eukalyptusöl und andere ätherische Öle geben gute Badezusätze um bei chronischen Gelenkschmerzen ohne akute Entzündung im warmen Bad zu entspannen.

Wann zum Arzt:

Wenn Sie bei sich oder einem ihrer Angehörigen die folgenden Symptome bemerken, ist eine ärztliche Untersuchung ratsam:

  • Möglichst beim ersten Auftreten von Belastungsschmerzen im Gelenk (z.B. beim Treppensteigen) einen Arzt aufzusuchen, da mit frühzeitigen Präventionsprogrammen eine Arthrose mild verlaufen kann.
  • Ist das Gelenk schmerzhaft geschwollen, überwärmt und gerötet, um eine Gelenkentzündung zu behandeln und die Ursache abzuklären.
  • Fällt bei einem Kind eine Fehlstellung auf so kann durch frühe operative Korrektur eine Arthrose verhindert werden.
Quellen:
  • Netters Orthopädie (F. H. Netter, Thieme Verlag)
  • Rheumatologie (H.-J. Hettenkofer; Thieme Verlag)
 

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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