Anzeige
Anzeige
Sie kennen uns vielleicht auch aus:
Anzeige

Naturheilmittel bei Arthritis

Anzeige
Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 05.09.2013
Naturheilmittel bei Arthritis

Gelenkschmerzen lindern und Entzündung reduzieren

Viele Heilpflanzen kommen zur Behandlung von Gelenkschmerzen und Gelenkentzündungen in Frage. So können die pflanzlichen Begleiter helfen chemische Schmerzmittel möglichst sparsam einzusetzen. Auch bei chronischen Gelenkentzündungen wie der rheumatoiden Arthritis können sie unterstützend hilfreich sein.

Hilfe auf einen Blick:
  • Arnikablüten-Salbe und Arnikablüten-Tinktur helfen bei Blutergüssen und Arthritis zur Entzündungshemmung und Schmerzlinderung.
  • Beinwellwurzel-, Beinwellblätter- und Beinwellkraut-Extrakt wird ebenfalls als Salbe aufgetragen, bei Sportverletzungen und Gelenkentzündung, denn Beinwell „räumt auf“ im Gewebe.
  • Brennnesselblätter- und Brennnesselkraut-Extrakt lindern Gelenkentzündung und Gelenkschmerzen. Bei akuter Arthritis kann eine Tinktur in das Gelenk eingerieben werden. Der Frischpflanzenpresssaft, ein Brennnesselmus oder Tabletten werden innerlich eingenommen bei akuter und chronischer Gelenkentzündung.

Arnika

Ein altes Heilmittel bei Wunden, Bluterguss und Schmerzen durch Verletzungen sind Arnikablüten. Arnikablüten-Extrakt lindert Schmerzen, Gelenkschmerzen und reduziert Entzündungen indem er Immunprozesse günstig beeinflusst.

Bei Arthritis (Gelenkentzündung) wird Arnika als verdünnte Tinktur, Salbe und kühlendes Schmerzgel in die Haut eingerieben. Probieren Sie keine selbsthergestellten Arnika-Salben aus, denn diese könnten die grünen Kelchblätter enthalten, die Allergien auslösen können.

Beinwell

Beinwell hat ebenfalls eine lange Tradition in der Volksheilkunde und ist mittlerweile gut auf seine Inhaltsstoffe untersucht worden. Der Beinwellwurzel-, Beinwellblätter-, und Beinwellkraut-Extrakt wird als pflanzlicher Wirkstoff verwendet. Allantoin wirkt wundheilungsfördernd, Choline bewirken eine rasche Heilung von Blutergüssen und Gerbstoffe wirken keimhemmend.

Daneben wirkt Beinwell-Extrakt entzündungshemmend und leicht schmerzlindernd. Eine ideale Heilpflanze bei allen Sportverletzungen, die auch Gelenkentzündungen verursachen können. Doch Beinwellwurzel-Extrakt sollte nur äußerlich angewandt werden, denn darin enthalten sind auch Pyrrolizidinalkaloide, die giftig für die Leber sein können. Am besten nehmen Sie eine Beinwell-Salbe aus der Apotheke, denn dieser Beinwell aus kontrolliertem Anbau kann unbesorgt auf nicht-verletzter Haut angewandt werden.

Anzeige

Brennnessel

Ein altes Arthritis-Heilmittel ist die Brennnessel. Die feinen Brennhärchen enthalten durchblutungssteigernde und hautreizende Stoffe, die Gelenkschmerzen und Gelenkentzündungen lindern. Daneben enthält Brennnesselkraut- und Brennnesselblätter-Extrakt Kaffeesäurederivate und ungesättigte Fettsäuren. Diese Wirkstoffe hemmen chronische Entzündungen und Gelenkschmerzen. Zudem wird Brennnesselkraut- und blätter-Extrakt bei Arthrose und Blasenentzündung empfohlen.

Äußerlich lindern feucht-kalte Umschläge mit Brennnessel-Tinktur die Gelenkschmerzen. Die Tinktur kann man auch direkt in die Gelenke einreiben. Innerlich eingenommen kann der Brennnesselkraut-Extrakt ebenfalls hilfreich sein – als Brennnesselmus, Frischpflanzenpresssaft, Kapseln oder Tabletten.

Campher und Cayennepfeffer

Akute Arthritis kann sehr schmerzhaft sein! Um die Beschwerden zu lindern, kann man Schmerzbalsame mit Campheröl und Schmerzpflaster mit Cayennepfefferfrüchte-Extrakt äußerlich auf dem Gelenk anwenden.

Die Wirkung von Campheröl und Cayennepfefferfrüchte-Extrakt beruht auf einer Überwärmung und Reizung der Haut über dem Gelenk. Dabei wird die Durchblutung gesteigert, und Immunzellen in der Haut stimuliert, die Entzündung und Schmerz lindern.

Goldrute, Esche und Pappel

Ein anderes Wirkprinzip hat ein Kombinationspräparat aus Goldrutenblättern, Eschenrinde, Pappelblättern und Pappelrinde, das sich zur Behandlung von Arthritis bewährt hat. Goldrutenkraut wirkt entwässernd, Pappel- und Eschenrinde haben eine schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung. Zusammen beeinflussen sie Prostaglandine und hemmen Botenstoffe der Entzündungsreaktion, zudem wirken sie als Sauerstoffradikalfänger. Bei chronischen, rheumatischen Formen der Arthritis kann das hilfreich sein.

Diese Wirkung entfaltet sich nach 2 Wochen kontinuierlicher, innerlicher Einnahme. Ein Fertigpräparat ist in der Apotheke erhältlich.

Teufelskralle

Eine Heilpflanze aus Südafrika hilft bei rheumatoider Arthritis. Teufelskrallenwurzel-Extrakt enthält Bitterstoffe, die Harpagoside. Sie wirken appetitanregend, Gallefluss anregend, entzündungshemmend und schwach schmerzlindernd. Als Fertigpräparat sind Kapseln und Tabletten zur langfristigen Einnahme erhältlich bei chronischer Polyarthritis und Gelenkdegeneration.

Weide

Der Weidenbaum ist eigentlich weltberühmt, doch nur manche wissen es: Weidenrinden-Extrakt enthält Salicin. Aus diesem Hauptwirkstoff der Weidenrinde wurde von der Pharmazie die Acetylsalicylsäure, das „Aspirin“ entwickelt.

Salicin selbst hemmt Entzündungen, dabei ist die schmerzlindernde Wirkung jedoch schwächer, der Effekt setzt insgesamt langsamer ein.

Bei Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Fieber mit Gliederschmerzen und bei Arthritis können Tabletten aus Weidenrinden-Extrakt manch einem jedoch gut helfen und sparen chemische Schmerzmittel mit allen ihren Nebenwirkungen ein.

Weihrauch

Indisches Weihrauchharz ist ein pflanzlicher Wirkstoff aus der traditionellen indischen Medizin, dem Ayurveda. Weihrauchharz enthält Boswelliasäure, eine Triterpensäure. Diese hemmt das Enzym Phospholipase A. Dadurch wird der überschießende Entzündungsprozess des Immunsystems gehemmt. Bei Autoimmunkrankheiten wie rheumatoide Arthritis und chronisch entzündlichen Darmkrankheiten (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) empfiehlt sich die Einnahme über einen längeren Zeitraum. Fertigpräparate sind in der Apotheke erhältlich.
Quellenangaben:
  • Classen, Diehl, Kochsiek, Hallek. Innere Medizin. Urban & Fischer Verlag; 2009
  • Dobus, Deuse, Michalsen. Chronische Erkrankungen integrativ. Urban & Fischer Verlag; 2006
  • Schilcher, Kammerer, Wegener. Leitfaden Phytotherapie. Urban & Fischer Verlag; 2010
  • Hänsel, Sticher. Pharmakognosie, Phytopharmazie. Springer Verlag; 2010
  • Bäumler. Heilpflanzenpraxis Heute. Urban & Fischer Verlag; 2007
  • Schrott. Ammon. Heilpflanzen der ayurvedischen und der westlichen Medizin. Springer Verlag; 2012

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.