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Arthritis

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Geschrieben von 2011-02-08
Zuletzt aktualisiert am 2013-09-0505.09.2013
Arthritis

Die Arthritis (Plural: Arthritiden) bezeichnet eine Entzündung im Gelenk (griechisch arthron ist das Gelenk, itis ist in der medizinischen Fachsprache die Endung für jeden entzündlichen Prozess).

Arthritiden teilt man ein in:

  • Infektiöse (durch Keime verursachte) und nicht-infektiöse Gelenkentzündungen
  • Akute und chronische Gelenkentzündungen
  • Monarthritis (Entzündung in einem Gelenk) Polyarthritis (Entzündung in mehreren Gelenken gleichzeitig)

Nicht bloß eine Krankheit steht hinter der Gelenkentzündung, eine Arthritis kann durch viele verschiedene Krankheitsbilder verursacht werden. Die häufigste ist die rheumatoide Arthritis, im Volksmund auch „Rheuma“ genannt. Doch auch Krankheitserreger oder Gicht können Gelenkschmerzen und Entzündungen verursachen. Entscheidend ist die richtige Diagnose und frühzeitige Behandlung, denn unbehandelt können langfristig Gelenkzerstörungen mit körperlicher Behinderung entstehen.

Arthritis im Überblick:
  • Arthritis bezeichnet Krankheiten aus der Gruppe der Gelenkentzündungen.
  • Ursachen können Infektionen, rheumatische Entzündungen und Stoffwechselkrankheiten sein.
  • Ob akut oder chronisch, in einem Gelenk oder in vielen Gelenken – Hauptsymptome der Arthritis sind Gelenkschmerzen, Schwellung, Überwärmung und Rötung.
  • Die Diagnose stützt sich auf die Schilderung der Beschwerden, Untersuchung, Blutprobe und eine Röntgenaufnahme.
  • Die Therapie richtet sich ganz nach der Ursache. Ruhigstellung und Kühlung des Gelenks und Einnahme von Schmerzmitteln helfen zur Linderung der akuten Symptome.

Ursachen

Grundsätzlich kommen als Ursache für eine Arthritis Autoimmunkrankheiten, Stoffwechselkrankheiten, Infektionen durch Krankheitserreger und das Rheumatische Fieber in Frage. Auch im Rahmen einer Arthrose kann es zu einem akuten, aktivierten Stadium mit Gelenkentzündung kommen.

Autoimmunkrankheiten

Bei Autoimmunkrankheiten handelt es sich um eine große Gruppe von Erkrankungen. Viele verursachen chronische Gelenkentzündungen. Eine Autoimmunentzündung wird durch das eigene Immunsystem verursacht, das Antikörper produziert, die gegen körpereigenes Gewebe gerichtet sind. Je nachdem welche Autoantikörper auftreten, kann man verschiedene Krankheitsbilder unterscheiden.

Die folgenden Autoimmunkrankheiten zählen zur Gruppe der rheumatischen Arthritiden (Rheuma):

  • Rheumatoide Arthritis: Die wichtigste und häufigste Arthritis aufgrund einer Autoimmunentzündung ist die rheumatoide Arthritis. Sie wird auch chronische Polyarthritis genannt.
  • Morbus Bechterew ist eine rheumatische Erkrankung der Wirbelsäulen-Gelenke.
  • Das Reiter-Syndrom ist eine reaktive Arthritis, die nach Infektionen (z.B. nach Chlamydien-Infektion) als Gelenkentzündung auftritt.
  • Psoriasis-Arthritis nennt man Schuppenflechte mit entzündlicher Beteiligung der Gelenke.
  • Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind chronisch-entzündliche Darmerkrankungen. Auch bei ihnen können die Gelenke schubweise entzündet sein.

Stoffwechselkrankheiten

  • Zur Gicht kommt es durch Ablagerung von Harnsäurekristallen in den Gelenken, vor allem im Großzehengrundgelenk. Falsche Ernährung mit Alkoholmissbrauch und viel Purinen, wie sie im Fleisch und Hülsenfrüchten vorkommen, können zu Gelenkablagerungen führen.
  • Bei der Pseudogicht (Chondrokalzinose) lagern sich calciumhaltige Salze im Gelenkknorpel ab.

Infektionen

Verschiedene Krankheitserreger können eine infektiöse Arthritis verursachen. Bakterien, Viren oder Pilze können zur akuten Gelenkentzündung führen. Sie können über die Blutbahn in das Gelenk gelangen (hämatogen) oder durch eine Wunde wie nach einem Unfall oder einer falsch durchgeführten Gelenkspiegelung (Arthroskopie).

Folgende Arthritis-Erkrankungen können durch Keime verursacht werden:

  • Eitrige Arthritis: Entsteht durch Staphylokokken, Hämophilus influenza oder Gonokokken.
  • Gelenkentzündungen: Kommen im Verlauf sexuell übertragbarer Krankheiten wie Syphilis, Gonorrhoe, HIV, Hepatitis B und C vor.
  • Lyme-Arthritis (Borreliose): Zecken übertragen Borrelien-Bakterien mit ihrem Speichel, die Gelenkentzündungen auslösen können.

Rheumatisches Fieber

Ein Sonderfall der Krankheiten mit Gelenkentzündung ist das rheumatische Fieber. Es ist eine gefährliche Erkrankung, die nach einer eitrigen Mandelentzündung durch bestimmte Streptokokken-A-Bakterien entstehen kann. Bei manchen Menschen bildet das Immunsystem daraufhin Antikörper, die Gelenke, Nieren und Herz angreifen können.

Symptome

Gelenkentzündungen können sich grundsätzlich durch

  • Schmerzen,
  • Schwellungen,
  • Überwärmung und
  • Rötungen im betroffenen Gelenk ausdrücken.

Je nach Arthritis kann das Beschwerdebild jedoch ganz unterschiedlich aussehen. Bei der akuten Arthritis treten die Schmerzen ganz plötzlich auf und klingen ab, wenn die Gelenkentzündung heilt. Bei chronischen Formen treten die Symptome schubweise auf. Manchmal ist nur ein Gelenk von der Entzündung betroffen (Monarthritis), häufig sind mehrere Gelenke gleichzeitig betroffen (Polyarthritis).

Im Verlauf kann es durch die Gelenkentzündung zu einer Zerstörung der Gelenke kommen. Dies ist ganz typisch für rheumatische Arthritisformen. Über die Jahre kommt es zu Fehlstellungen der Gelenke. Dies führt häufig zu dauerhaften Bewegungseinschränkungen und körperlicher Behinderung.

Auch die immer wiederkehrenden und nie ganz abklingenden Schmerzen sind schwer zu verkraften für die Betroffenen. Dies kann zu psychischen Symptomen wie Depression und Verlust von Lebensqualität führen. Infektiöse Formen der Arthritis können hingegen schnell und folgenlos abheilen.

Hinweise auf Grunderkrankungen bei Arthritis

Welche Gelenke betroffen sind, in welcher Altersgruppe die Arthritis häufig vorkommt, ob akut oder chronisch-schubweise, das alles deutet auf die zugrunde liegende Krankheit hin, die typische Beschwerdebilder aufweisen:

  • Rheumatoide Arthritis: Schmerzen und Fehlstellungen der Gelenke, Morgensteifigkeit, Rheumaknoten und ein schubweiser chronischer Verlauf kennzeichnen die häufigste Form der Arthritis, im Volksmund „Rheuma“ genannt.
  • Morbus Bechterew: Rückenschmerzen und Bewegungseinschränkung der Wirbelsäule mit Fehlhaltung sind klassische, schubweise auftretende Symptome.
  • Reiter-Syndrom: Gelenkentzündung, Bindehautentzündung des Auges und Entzündung der Penis-Vorhaut sind die klassischen „Reiter-Trias“.
  • Psoriasis-Arthritis: Neben dem chronischen Hautbild bei Schuppenflechte treten schubweise Gelenkschmerzen auf.
  • Gicht: Häufig beginnt die Gicht mit einer akuten, sehr schmerzhaften Schwellung und Rötung im Großzehengrundgelenk.
  • Eitrige Gelenkentzündungen: Bei Arthritis durch Bakterien werden die hochgradig akuten Gelenkschmerzen, Schwellungen und Rötungen von Fieber und Allgemeinsymptomen begleitet. Ein eitriger Erguss kann sich im Gelenk bilden.
  • Rheumatisches Fieber: Es „leckt die Gelenke und beißt ins Herz“ heißt es im Volksmund. Das stimmt, denn neben Fieber und wandernden Gelenkschmerzen können Herz und Nieren bei Rheumatischem Fieber von Entzündungen bedroht sein.

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Diagnose

Durch die genaue Schilderung der Beschwerden können Sie Ihrem Arzt deutliche Hinweise liefern, welche Art von Arthritis vorliegt. Manchmal jedoch sind die Symptome nicht eindeutig und es erfordert Geduld und differenzierte Diagnostik, um die Ursache für die Gelenkentzündung herauszufinden.

Anhaltspunkte sind:

  • Die Lage und Anzahl der betroffenen Gelenke
  • Allgemeinbeschwerden wie Fieber oder Morgensteifigkeit
  • Gibt es eine andere Grunderkrankung?
  • Ist die Gelenkentzündung nach einer Operation oder nach einem Sportunfall aufgetreten?

In der Untersuchung werden die Gelenke auf Schwellung, Rötung, Überwärmung, Erguss, Beweglichkeit oder Fehlstellungen getestet. Eine Fehlhaltung des Rückens kann z.B. auf eine Schädigung der Wirbelsäule hinweisen.

Diese Maßnahmen reichen jedoch nicht aus: Der Arzt muss in den Körper hineinschauen. Der Blick ins Blut erfolgt durch eine Blutprobe, die im Labor auf erhöhte Entzündungswerte oder erhöhte Harnsäure zur Diagnose von Gicht getestet wird. Rheumafaktoren und Antikörper-Nachweise dienen der Diagnose von rheumatischen Gelenkentzündungen. Auch Tests auf Krankheitserreger wie Gonokokken- oder Chlamydien-Bakterien sind sehr wichtig.

  • Ein Blick in die Gelenke erfolgt traditionell durch das Röntgenbild. Andere Methoden sind: Ultraschall (Arthrosonographie)
  • MRT: Die Magnetresonanztomographie liefert Schnittbilder durch das Gelenk auf der Grundlage elektromagnetischer Felder. 
  • Die Gelenkspiegelung heißt Arthroskopie. Dazu wird das Gelenk punktförmig angestochen, um es mithilfe eines „Spiegels“ von innen zu begutachten. Kleine operative Eingriffe und die Entfernung eines Gelenkerguss können sogleich erfolgen.

Therapie

Die Behandlung einer Arthritis kann ganz unterschiedlich erfolgen – vom Kühlen, Ruhigstellen und Hochlagern des Gelenks bei akuter Arthritis, bis hin zu lebenslanger Versorgung mit Rheuma-Medikamenten oder Operationen der Gelenke durch eine Arthroskopie oder die offene Operation am Gelenk. Da Arthritis Gelenkschmerzen verursacht, sind meist Schmerzmittel nötig.

Behandlung bei Autoimmunkrankheiten

Um den entzündlichen Prozess zu bändigen, werden Medikamente wie Kortison und zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis spezielle Basistherapeutika wie Methotrexat eingesetzt. Sogenannte Immunsupressiva unterdücken die überschießende Reaktion des Immunsystems. Ebenso wichtig bei rheumatoider Arthritis ist die Bewegungstherapie.

Bei Menschen mit rheumatoider Arthritis oder anderen chronischen Autoimmunkrankheiten ist es wichtig, nicht nur an die körperliche Versorgung zu denken. Auch die psychische Belastung durch die Schmerzen, den chronischen Verlauf und die drohende körperliche Behinderung sind groß. Eine Behandlung möglicher seelischer Beschwerden ist deshalb wichtig.

Behandlung bei Gicht

Schmerzmittel der Gruppe NSAR werden im akuten Gichtanfall verabreicht. Die chronische Gicht behandelt man mit dem Wirkstoff Allopurinol, der die Harnsäure im Blut reduziert. Die Ursachenbehandlung der Gicht erfolgt jedoch durch eine Ernährungsumstellung mit Vermeiden von Alkohol, Fleisch und Hülsenfrüchten.

Behandlung bei Gelenkentzündungen

durch Krankheitserreger Hier muss die Ursache bekämpft werden. Gelenkentzündungen durch Bakterien werden mit dem passenden Antibiotikum behandelt.

Behandlung bei Rheumatischem Fieber

Neben der symptomatischen Linderung des rheumatischen Fiebers mit Schmerzmitteln und Kortison, muss eine Langzeittherapie mit dem Antibiotikum Penicillin erfolgen. Dies verhindert, dass das rheumatische Fieber erneut ausbricht und Herz und Nieren schädigt.

Vorbeugen

Hier lesen Sie, wie Sie bestimmten Arthritis-Formen vorbeugen können. Dies ist allerdings nicht bei allen Erkrankungen möglich.

  • Gicht lässt sich gut vorbeugen: Auch wenn ein erblicher Faktor besteht, lässt sich der Harnsäurespiegel im Blut, durch eine gesunde, vorwiegend vegetarische Ernährung und den Verzicht auf Alkohol, regulieren.
  • Sexuell übertragbare Krankheiten, die auch Arthritis auslösen können, sollten Sie durch den Gebrauch von Kondomen beim Geschlechtsverkehr vermeiden.
  • Meiden Sie im Sommer den Aufenthalt im hohen Gras und unter Bäumen und suchen Sie danach ihren Körper gründlich auf Zecken ab, um der Lyme-Arthritis vorzubeugen.
  • Nahrungsmittel, die viel Antioxidantien enthalten und reich an Linolensäure und Omega-3 Fettsäuren sind (in Obst, Gemüse, vollem Korn und Fisch enthalten) helfen Menschen mit Rheuma.
  • Regelmäßige Bewegung und Sport 2-3x pro Woche helfen, die Gelenke fit zu halten. Yoga fördert die Dehnbarkeit und Gelenkigkeit.

Pflanzliche Wirkstoffe

Viele Heilpflanzen kommen zur Behandlung von Gelenkschmerzen und Gelenkentzündungen in Frage. So können die pflanzlichen Begleiter helfen chemische Schmerzmittel möglichst sparsam einzusetzen. Auch bei chronischen Gelenkentzündungen wie der rheumatoiden Arthritis können sie unterstützend hilfreich sein.

Hilfe auf einen Blick:
  • Arnikablüten-Salbe und Arnikablüten-Tinktur helfen bei Blutergüssen und Arthritis zur Entzündungshemmung und Schmerzlinderung.
  • Beinwellwurzel-, Beinwellblätter- und Beinwellkraut-Extrakt wird ebenfalls als Salbe aufgetragen, bei Sportverletzungen und Gelenkentzündung, denn Beinwell „räumt auf“ im Gewebe.
  • Brennnesselblätter- und Brennnesselkraut-Extrakt lindern Gelenkentzündung und Gelenkschmerzen. Bei akuter Arthritis kann eine Tinktur in das Gelenk eingerieben werden. Der Frischpflanzenpresssaft, ein Brennnesselmus oder Tabletten werden innerlich eingenommen bei akuter und chronischer Gelenkentzündung.

Arnika

Ein altes Heilmittel bei Wunden, Bluterguss und Schmerzen durch Verletzungen sind Arnikablüten. Arnikablüten-Extrakt lindert Schmerzen, Gelenkschmerzen und reduziert Entzündungen indem er Immunprozesse günstig beeinflusst.

Bei Arthritis (Gelenkentzündung) wird Arnika als verdünnte Tinktur, Salbe und kühlendes Schmerzgel in die Haut eingerieben. Probieren Sie keine selbsthergestellten Arnika-Salben aus, denn diese könnten die grünen Kelchblätter enthalten, die Allergien auslösen können.

Beinwell

Beinwell hat ebenfalls eine lange Tradition in der Volksheilkunde und ist mittlerweile gut auf seine Inhaltsstoffe untersucht worden. Der Beinwellwurzel-, Beinwellblätter-, und Beinwellkraut-Extrakt wird als pflanzlicher Wirkstoff verwendet. Allantoin wirkt wundheilungsfördernd, Choline bewirken eine rasche Heilung von Blutergüssen und Gerbstoffe wirken keimhemmend.

Daneben wirkt Beinwell-Extrakt entzündungshemmend und leicht schmerzlindernd. Eine ideale Heilpflanze bei allen Sportverletzungen, die auch Gelenkentzündungen verursachen können. Doch Beinwellwurzel-Extrakt sollte nur äußerlich angewandt werden, denn darin enthalten sind auch Pyrrolizidinalkaloide, die giftig für die Leber sein können. Am besten nehmen Sie eine Beinwell-Salbe aus der Apotheke, denn dieser Beinwell aus kontrolliertem Anbau kann unbesorgt auf nicht-verletzter Haut angewandt werden.

Brennnessel

Ein altes Arthritis-Heilmittel ist die Brennnessel. Die feinen Brennhärchen enthalten durchblutungssteigernde und hautreizende Stoffe, die Gelenkschmerzen und Gelenkentzündungen lindern. Daneben enthält Brennnesselkraut- und Brennnesselblätter-Extrakt Kaffeesäurederivate und ungesättigte Fettsäuren. Diese Wirkstoffe hemmen chronische Entzündungen und Gelenkschmerzen. Zudem wird Brennnesselkraut- und blätter-Extrakt bei Arthrose und Blasenentzündung empfohlen.

Äußerlich lindern feucht-kalte Umschläge mit Brennnessel-Tinktur die Gelenkschmerzen. Die Tinktur kann man auch direkt in die Gelenke einreiben. Innerlich eingenommen kann der Brennnesselkraut-Extrakt ebenfalls hilfreich sein – als Brennnesselmus, Frischpflanzenpresssaft, Kapseln oder Tabletten.

Campher und Cayennepfeffer

Akute Arthritis kann sehr schmerzhaft sein! Um die Beschwerden zu lindern, kann man Schmerzbalsame mit Campheröl und Schmerzpflaster mit Cayennepfefferfrüchte-Extrakt äußerlich auf dem Gelenk anwenden.

Die Wirkung von Campheröl und Cayennepfefferfrüchte-Extrakt beruht auf einer Überwärmung und Reizung der Haut über dem Gelenk. Dabei wird die Durchblutung gesteigert, und Immunzellen in der Haut stimuliert, die Entzündung und Schmerz lindern.

Goldrute, Esche und Pappel

Ein anderes Wirkprinzip hat ein Kombinationspräparat aus Goldrutenblättern, Eschenrinde, Pappelblättern und Pappelrinde, das sich zur Behandlung von Arthritis bewährt hat. Goldrutenkraut wirkt entwässernd, Pappel- und Eschenrinde haben eine schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung. Zusammen beeinflussen sie Prostaglandine und hemmen Botenstoffe der Entzündungsreaktion, zudem wirken sie als Sauerstoffradikalfänger. Bei chronischen, rheumatischen Formen der Arthritis kann das hilfreich sein.

Diese Wirkung entfaltet sich nach 2 Wochen kontinuierlicher, innerlicher Einnahme. Ein Fertigpräparat ist in der Apotheke erhältlich.

Teufelskralle

Eine Heilpflanze aus Südafrika hilft bei rheumatoider Arthritis. Teufelskrallenwurzel-Extrakt enthält Bitterstoffe, die Harpagoside. Sie wirken appetitanregend, Gallefluss anregend, entzündungshemmend und schwach schmerzlindernd. Als Fertigpräparat sind Kapseln und Tabletten zur langfristigen Einnahme erhältlich bei chronischer Polyarthritis und Gelenkdegeneration.

Weide

Der Weidenbaum ist eigentlich weltberühmt, doch nur manche wissen es: Weidenrinden-Extrakt enthält Salicin. Aus diesem Hauptwirkstoff der Weidenrinde wurde von der Pharmazie die Acetylsalicylsäure, das „Aspirin“ entwickelt.

Salicin selbst hemmt Entzündungen, dabei ist die schmerzlindernde Wirkung jedoch schwächer, der Effekt setzt insgesamt langsamer ein.

Bei Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Fieber mit Gliederschmerzen und bei Arthritis können Tabletten aus Weidenrinden-Extrakt manch einem jedoch gut helfen und sparen chemische Schmerzmittel mit allen ihren Nebenwirkungen ein.

Weihrauch

Indisches Weihrauchharz ist ein pflanzlicher Wirkstoff aus der traditionellen indischen Medizin, dem Ayurveda. Weihrauchharz enthält Boswelliasäure, eine Triterpensäure. Diese hemmt das Enzym Phospholipase A. Dadurch wird der überschießende Entzündungsprozess des Immunsystems gehemmt. Bei Autoimmunkrankheiten wie rheumatoide Arthritis und chronisch entzündlichen Darmkrankheiten (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) empfiehlt sich die Einnahme über einen längeren Zeitraum. Fertigpräparate sind in der Apotheke erhältlich.
Wann zum Arzt:

Wenn Sie bei sich oder einem ihrer Angehörigen die folgenden Symptome bemerken, ist eine ärztliche Untersuchung ratsam:

  • Bei allen unklaren, akuten Gelenkschmerzen.
  • Wenn die Gelenkschmerzen von Fieber und Schüttelfrost begleitet werden.
  • Wenn nach einem Zeckenbiss um die Bissstelle ein roter Kreis sichtbar wird oder Gelenkschmerzen auftreten.
  • Bei wiederkehrenden Gelenkschmerzen, bei Morgensteifigkeit, wenn bestimmte Bewegungen eingeschränkt sind oder schwerfallen (Bücken, Greifen).
Quellenangaben:
  • Classen, Diehl, Kochsiek, Hallek. Innere Medizin. Urban & Fischer Verlag; 2009
  • Dobus, Deuse, Michalsen. Chronische Erkrankungen integrativ. Urban & Fischer Verlag; 2006
  • Schilcher, Kammerer, Wegener. Leitfaden Phytotherapie. Urban & Fischer Verlag; 2010
  • Hänsel, Sticher. Pharmakognosie, Phytopharmazie. Springer Verlag; 2010
  • Bäumler. Heilpflanzenpraxis Heute. Urban & Fischer Verlag; 2007
  • Schrott. Ammon. Heilpflanzen der ayurvedischen und der westlichen Medizin. Springer Verlag; 2012

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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