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Appetitlosigkeit (Anorexie) Pflanzliche Wirkstoffe - Bitterstoffe

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 05.09.2013
Appetitlosigkeit (Anorexie) Pflanzliche Wirkstoffe - Bitterstoffe

Bitterstoffe helfen bei Appetitlosigkeit und verminderter Magensäure

Bei den „funktionellen“ Magen-Darm Störungen wie Reizmagen, Reizdarm oder Magenschwäche können Heilpflanzen oft der alleinige Weg aus der Appetitlosigkeit sein. Bei Erschöpfungszuständen, im Alter, bei Krebskrankheiten und nach längeren Infekten ist es sehr sinnvoll, zusätzlich appetitanregende bittere pflanzliche Wirkstoffe einzusetzen.

Hilfe auf einen Blick:
  • Enzianwurzel hat eine lange Tradition als Magenmittel in Europa. Seine Bitterstoffe wirken als Wein, als Tinktur oder Teeabkochung.
  • Enzianwurzel regen nicht nur den Appetit an – sie schützen die Leber, lindern Gallebeschwerden und senken erhöhtes Cholesterin.
  • Der Condurangorinden Wein aus Südamerika ist ein gutes appetitanregendes Mittel für alte Menschen.

Enzian

Der gelb blühende Enzian wächst in Europa und gilt seit der Antike als wichtigstes Magenmittel. Enzianwurzel enthält Bitterstoffe wie Amarogentin und bitter schmeckende Gentiobiose. Enzianwurzel-Extrakt regt den Speichelfluss an und stimuliert die Magenschleimhaut zur Bildung von Magensäure. Enzian ist eine wichtige Heilpflanze für Menschen mit zu wenig Magensäure.

Bei Völlegefühl, Anorexie, auch bei der Magersucht und bei funktioneller Magenschwäche, Depressionen und seelisch bedingten Erschöpfungszuständen kann Enzianwurzel-Extrakt sehr hilfreich sein um den Appetit wiederherzustellen. Bei zu viel Magensäure sollte er jedoch nicht zum Einsatz kommen. Enzianwurzel gibt es als Tinktur allein oder in Kombination mit anderen pflanzlichen Bitterstoffen. Für eine Teeabkochung gibt man 1 Teelöffel der kleingeschnittenen Enzianwurzel in 1 Tasse kaltes Wasser. Den Sud kurz aufkochen und abseihen um ihn eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten zu trinken.

Artischocke

Die Artischocke ist ein edles Gemüse. Als Heilpflanze sind Artischockenblätter aus der arabischen Medizin bekannt geworden. Sie besitzt bis zu 6% Bitterstoffe. Artischockenblätter können den Gallefluss anregen, die Leber regenerieren und das Cholesterin senken. Auch bei Appetitlosigkeit und Magenschwäche sind Artischockenblätter hilfreich. Als Fertigpräparat ist Artischockenblätter-Extrakt in der Apotheke erhältlich, der Frischpflanzenpresssaft ist bei Appetitverlust empfehlenswert.

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Chinabaum

Wie sein Name erzählt, stammt diese Heilpflanze aus China. Dort wird Chinarinde traditionell als Stärkungsmittel (Tonikum), gegen Malaria und Fieber eingesetzt. Chinin ist einer seiner wichtigsten Bitterstoffe. Isoliertes Chinin war lange Zeit das Malariamittel Nummer eins, bis der Malaria-Erreger Resistenzen dagegen entwickelte (nicht mehr darauf reagierte).

Chinarinden-Extrakt ist heute noch effektives Magenmittel. Aufgrund seiner Bitterstoffe ist Chinarinde appetitanregend, fördert Magensaft und Speichelfluss. Chinarinden-Extrakt ist Bestandteil einiger appetitanregender pflanzlicher Mittel. Es gibt ihn als Tinktur, Tabletten oder für einen Teeaufguss.

Teufelskralle

Teufelskrallenwurzel ist ein pflanzlicher Wirkstoff aus Südafrika, der durch seinen Bitterstoff Harpagosid für seine antirheumatische und schmerzlindernde Wirkung bekannt wurde. Auch im Verdauungstrakt entfaltet Teufelskrallenwurzel eine positive Wirkung.
Um den Appetit anzuregen empfiehlt sich ein Teeaufguss aus zerkleinerter Teufelskrallenwurzel. Dafür am Vorabend 3 Teelöffel mit 3 Tasse kochendem Wasser übergießen, und über Nacht ziehen lassen, am nächsten Tag 3-mal täglich vor den Mahlzeiten trinken.

Isländisches Moos

Isländisches Moos ist als Heilpflanze wegen seiner Schleimstoffe bekannt gegen Stimmverlust und Reizhusten. Bei Appetitlosigkeit und verminderter Magensäure können die Bitterstoffe ihre Wirkung entfalten. Dafür die Pastillen langsam im Mund zergehen lassen.
Quellen:
  • Siegenthalers Differentialdiagnose: Innere Krankheiten - vom Symptom zur Diagnose (W. Siegenthaler; Thieme Verlag)
  • Innere Medizin (Classen, Diehl, Kochsiek; Urban & Schwarzenberg Verlag)
  • Leitfaden Phytotherapie (H. Schilcher, S. Kammerer, T. Wegnener; Urban & Fischer Verlag)
  • Pharmakognosie, Phytopharmazie (Hänsel, Sticher; Springer Verlag)
  • Heilpflanzenpraxis heute (S. Bäumler; Urban & Fischer Verlag)
  • Urania Pflanzenreich – Blütenpflanzen 1+2 (Urania Verlag)

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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