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Appetitlosigkeit (Anorexie) Pflanzliche Wirkstoffe - Aromatika

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 05.09.2013
Appetitlosigkeit (Anorexie) Pflanzliche Wirkstoffe - Aromatika

Leckere Gewürze machen Lust auf Essen

Gewürze wie Ingwer, Zimt oder Orangenschalen zur Behandlung des Appetitverlusts haben eine lange Tradition in den Kulturen Asiens und Europas. Sie besitzen ätherische Öle und Scharfstoffe, manche auch Bitterstoffe, die jedoch nicht dominant im Geschmack sind. Das wird gern angenommen, denn sie schmecken einfach lecker und regen die Lust auf das Essen wieder an.

Hilfe auf einen Blick:
  • Ingwer- und Galgantwurzel nebst Zimtrinde sind die wichtigsten appetitanregenden Gewürze der asiatischen Heilkunde. Hier treffen sich Küche und Medizin – ob als Tee, im Curry oder doch als Tinktur aus der Apotheke.
  • Angelikawurzel und Wermutkraut sind heimische appetitanregende Heilpflanzen und besonders beliebt als Kräuterschnaps und Medizinwein.
  • Orangen- und Pomeranzenschalen sind als Sirup beliebt bei Kindern um den Appetit anzuregen

Ingwer

Die Ingwerwurzel hat in der Ayurveda-Medizin, der indischen Küche und in der chinesischen Medizin eine große Bedeutung. Sie enthält ätherische Öle wie Zingiberol und Scharfstoffe wie Gingerol, die den Appetit anregen und gegen Übelkeit und Erbrechen helfen. Ingwerwurzel regt den Fluss von Speichel, Magensaft und Galle an und verbessert so die Verdauung.

Um den Appetit anzuregen empfiehlt sich die Zubereitung der Speisen mit frisch geriebener Ingwerwurzel. Zur Herstellung eines „Ingwerwassers“ 1-2 Teelöffel kleingehackte Ingwerwurzel mit einem Liter kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und über den Tag verteilt oder vor den Mahlzeiten trinken. Das allein reicht meist aus um den Appetit wiederherzustellen. Ingwerwurzel-Extrakt ist als Tinktur oder Kapseln in der Apotheke erhältlich.

Galgant

Galgant ist eine andere aromatische Gewürz und Heilpflanze Asiens. Hildegard von Bingen kannte und schätze die Galgantwurzel als Medizin. Galgantwurzelstock-Extrakt wirkt aufgrund seines Gehalts an ätherischen Ölen und Scharfstoffen appetitanregend und krampflösend bei gereizten Magenschleimhäuten und Völlegefühl, zudem entzündungshemmend.

Für eine Teezubereitung 1 Teelöffel Galgantwurzelpulver mit 1 Tasse kochendes Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und vor den Mahlzeiten trinken. Frische Galgantwurzel verwendet man für leckere Thai-Curry Gerichte. Als Tinktur und Tabletten ist Galgantwurzel-Extrakt ebenfalls erhältlich.

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Zimt

Die Zimtrinde kommt aus Sri Lanka (ceylanische Zimtrinde) oder China (chinesische Zimtrinde). Ceylanischer Zimt ist zu bevorzugen aufgrund des besseren Aromas und des niedrigeren Cumaringehalts, denn Cumarine können in hoher Dosierung die Leber schädigen. Dafür müsste man allerdings sehr viel Zimt zu sich nehmen.

Das ätherische Öl der ceylanischen Zimtrinde enthält nur Spuren von Cumarin.

Bei Appetitlosigkeit und Reizmagen wirkt Zimt schon als Gewürz. Leckere Zimtsterne oder ein Zimt-Tee sind schnell zubereitet.

Zimtrinde-Tinktur ist in der Apotheke erhältlich, Zimtrinde ist Bestandteil von Kombinations-Fertigpräparaten. Allergiker sollten sich jedoch für ein anderes Gewürz entscheiden, da Zimtrinde manchmal zu allergischer Reaktion führt.

Anis, Fenchel, Kümmel, Koriander, Kardamom und Gelbwurz

Diese leckeren Gewürze sind verdauungsfördernd und beruhigen die gereizten Magen-Darmschleimhäute. Sie sind zusammen mit Ingwer, Pfeffer, Zimt und Nelken Grundlage indischer „Currys“ (Masala) oder des „Chai-Tees“. Um diesen appetitanregenden Gewürztee selbst herzustellen nimmt man zu gleichen Teilen:

Im Mörser anstoßen, dann entfaltet sich das volle Aroma. 1 Esslöffel dieser Mischung mit ½ Liter Wasser 10 Minuten auf schwacher Flamme kochen, nach Belieben Honig oder Rohrzucker und Milch zufügen. Guten Appetit!

Thymian, Rosmarin und Wacholder

Wer es lieber mediterran mag, der wird Thymiankraut und Rosmarinblätter bevorzugen. Zusammen mit Wacholderbeeren und anderen mediterranen Kräutern lassen sich appetitanregende Teemischungen und Gerichte zubereiten.

Angelika

Die ätherischen Öle der aromatischen Angelikawurzel regen Verdauungssäfte und Appetit an. Angelikawurzel wird in der europäischen Volksheilkunde gern in Kräuterschnäpsen oder Likören verwendet. Angelikawurzel ist Bestandteil einiger Teemischungen und verdauungsfördernder Tinkturen.

Wermut

Wermutkraut ist hochgeschätzt seit der antiken Medizin und in der europäischen Volksheilkunde. Dem Wermutwein wurde sowohl bei Appetitlosigkeit als auch nach Völlereien zugesprochen. Wermutkraut enthält sowohl ätherische Öle, darunter Thujon, als auch Bitterstoffe, hauptsächlich Absinthin.

Bei Appetitlosigkeit, Gallebeschwerden und zur Förderung der Magensaftsekretion ist es deshalb sehr nützlich, der Gehalt an Thujon sollte jedoch nicht zu hoch sein, da reines Thujon Nebenwirkungen wie Halluzinationen verursachen kann.

In den erhältlichen Präparaten ist der Thujon-Gehalt niedrig und geregelt.

3 Tassen Wermuttee am Tag oder bis zu 50 Tropfen Wermutkraut-Tinktur fördern lediglich die Verdauungssäfte. Setzt eine Abneigung gegen den Wermutkraut-Extrakt ein, sollte man zu einer anderen Heilpflanze wechseln.

Angelikawurzel, Wermutkraut und Enzianwurzel lassen sich gut miteinander kombinieren.

Orange und Pomeranze

Orangenschalen und die Schalen der Pomeranze sind ein gutes Mittel um den Appetit von Kindern anzuregen, zum Beispiel als Sirup. In einer Teemischung sind Orangenschalen sehr lecker.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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