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Appetitlosigkeit (Anorexie): Begleitsymptome & Diagnose

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Geschrieben von Morgana Hack , Ärztin und Ayurvedaärztin
Zuletzt aktualisiert am 05.09.2013
Appetitlosigkeit (Anorexie): Begleitsymptome & Diagnose

Appetitlosigkeit kommt selten allein

Nur die harmlose, vorübergehende Appetitlosigkeit kommt meist allein. Ist die Anorexie Ausdruck einer Krankheit, wird sie von anderen Symptomen begleitet. Diese Begleitsymptome helfen dem Arzt die Verdachtsdiagnose zu stellen um die ursächliche Krankheit zu erkennen.

Sehr häufig wird Appetitlosigkeit von Übelkeit und Erbrechen begleitet. Liegt regelmäßiges Erbrechen vor, sollte der Arzt an die Essstörung Bulimie denken. Auch Magen- und Darmgeschwüre, Gallensteine, Bauchspeicheldrüsenentzündung, eine Blockade im Darmbereich, Nierensteine oder ein Hirntumor können Erbrechen verursachen. Übelkeit ist sehr häufig Begleiter von Erkrankungen der Verdauungsorgane und der Leber. Übelkeit, Blässe und eine fahlgelbe Haut mit einem schlechten Allgemeinzustand deuten auf die Urämie bei einer schweren Nierenkrankheit hin.

Bauchschmerzen sind häufiges Begleitsymptom. Sie kommen bei Reizmagen und Reizdarm vor, bei akuten Infektionen der Bauchspeicheldrüse, des Blinddarms und anderen Notfällen im Magen-Darm Trakt die chirurgisch versorgt werden müssen, ebenso bei Gallen- und Nierensteinen oder der chronischen Darmentzündung Morbus Crohn.

Begleitsymptome der Appetitlosigkeit bei funktionellen Magen-Darmkrankheiten (Reizmagen und Reizdarm) sind Sodbrennen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Völlegefühl und Blähungen.

Durchfall deutet auf eine akute Darminfektion mit Viren oder Bakterien hin oder auf die chronischen Darmkrankheiten Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.

Gelbsucht, eine Gelbfärbung der Augen, der Haut oder des Stuhls sind wegweisender Verdacht auf Hepatitis (Leberentzündung), Leberzirrhose oder eine Erkrankung der Gallenorgane.

Stehen Gewichtsverlust und Abmagerung im Vordergrund, muss der Arzt bei jungen Erwachsenen oder Mädchen unbedingt an die Anorexia nervosa (Magersucht) denken. Appetitlosigkeit wird häufig verschwiegen und die Problematik verleugnet. Hinzu kommt Ausbleiben der Regelblutung. Abmagerung kann auch Ausdruck einer Krebserkrankung sein.

Besteht gleichzeitig Fieber ist ein Infekt zu vermuten. Abmagerung, Temperaturen bis 38°C (subfebrile Temperatur) und Appetitlosigkeit deuten auf eine chronische Infektion wie Tuberkulose hin, besteht nur Fieber und akute Appetitlosigkeit so liegt höchstwahrscheinlich eine akute Infektion vor.

Kopfschmerzen sind häufiger Begleiter der Appetitlosigkeit beim harmlosen Stress, Übelkeit und Sehstörungen zudem bei Migräne. Äußerst selten besteht Verdacht auf einen Hirntumor.

Bei Antriebsmangel und depressiver Verstimmung mit typischem Morgentief, die länger als zwei Wochen anhält muss an eine Depression gedacht werden. Appetitlosigkeit und Schlafstörung sind Begleiter.

Neben der gründlichen Befragung zu diesen Symptomen die Ernährungsanamnese mit Schilderung der Mahlzeiten im Laufe des Tages sehr wichtig. Der Betroffene kann zuhause ein Tagebuch über seine Ernährung schreiben, und dies zum Arztbesuch mitbringen. Gewichtsveränderungen sollten aufgezeichnet werden.

Die Befragung nach Medikamenteneinnahme, Tabakrauchen, Alkoholkonsum oder anderen Drogen darf nie vernachlässigt werden.

Um eine Essstörung wie Magersucht oder Bulimie oder eine Drogenabhängigkeit zu entlarven, kann das Gespräch mit den Angehörigen hilfreich sein.

Die körperliche Untersuchung ist wichtig. Das Körpergewicht wird gemessen, der BMI (Body-Mass-Index) ausgerechnet und der Ernährungszustand des Betroffenen wird beurteilt. Da die Ursachen für Appetitlosigkeit vielfältig sind, ist eine achtsame Ganzkörperuntersuchung mit Puls, Blutdruck, Abhören von Herz und Lunge, Untersuchung der Bauchorgane mit der Leber, der Lymphknoten und mögliche Ödeme (Wassereinlagerung im Gewebe) wichtig. Hautfarbe, Einrisse der Mundwinkel, Zungen- und Fingernagelveränderungen und andere feine Zeichnungen auf der Haut können auch ohne Apparate-Untersuchungen wegweisend auf z.B. eine spezielle Lebererkrankung sein.

Erst wenn eine oder mehrere Verdachtsdiagnosen in Betracht kommen werden andere Untersuchungen veranlasst. Dazu zählt die Laboruntersuchung der Blutprobe und der Urin- oder Stuhlprobe. Daneben gibt es Untersuchungen mit Ultraschall, Röntgenaufnahmen und Computertomographie zur Suche nach dem Tumor bei Krebsverdacht, oder eine psychiatrische Diagnose bei Verdacht auf Essstörung oder Depression.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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