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Alzheimer Ursachen

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Geschrieben von Dr. med. André Lauber , Arzt und Fachjournalist
Zuletzt aktualisiert am 05.09.2013
Alzheimer Ursachen

Böses Eiweiß im Gehirn

Wie genau die Alzheimer-Krankheit entsteht, ist unbekannt. Man weiß jedoch, dass gewisse genetische Voraussetzungen ein Risiko für Alzheimer darstellen. Menschen mit einer bestimmten Art eines Transporteiweißes (Apolipoprotein E), tragen ein höheres Erkrankungsrisiko als andere. Die Art des Eiweißes wird von den Eltern auf die Kinder vererbt.

Schädliche Eiweißablagerungen spielen im Gehirn eine zentrale Rolle bei der Entstehung und beim Fortschreiten der Krankheit.
Bereits Alois Alzheimer beschrieb Neurofibrillen-Bündel, Knäuel aus Tau-Proteinen, die sich innerhalb vieler Zellen nachweisen lassen. Liegt eine Alzheimer-Erkrankung vor, so kommt es zu einer Veränderung der Tau-Proteine. Das Tau-Protein verklebt zu Faserknäueln, welche die Nervenzellen zunehmend ausfüllen und dabei lebenswichtige Prozesse lahmlegen. Schließlich stirbt die Zelle ab.

Außerdem sind sogenannte Amyloid-Plaques (Eiweiß-Ablagerungen) im Gehirn festzustellen. Diese lagern sich oftmals innerhalb und außerhalb der Nervenzellen ab und hemmen die Reizübertragung zwischen ihnen. Auch verschlechtert sich die Durchlässigkeit kleiner Blutgefäße. Infolge dessen kann das Gehirn nur ungenügend mit Sauerstoff und Energie versorgt werden.

Nur in seltenen Fällen kommen Fehler im Erbgut als Ursache einer Erkrankung infrage. Anzeichen für eine erbliche Form der Alzheimer Krankheit ist das Auftreten mehrerer Erkrankungsfälle in verschiedenen Generationen, wobei die ersten Symptome bereits vor dem 60. Lebensjahr sichtbar werden.
Treten innerhalb einer Familie mehrere Fälle ab dem 70. Lebensjahr auf, so ist dies in der Regel kein Anzeichen einer erblich bedingten Form der Erkrankung.

Ein anderer genetischer Einfluss auf die Alzheimer-Krankheit ist die Trisomie 21 (Downsyndrom, »Mongolismus«): Der Patient hat seit Geburt ein Gen (die Nummer 21) zu viel, was früh im Leben zu Alzheimer führen kann. Die Genetik eines Menschen stellt nur einen von mehreren Risikofaktoren dar. Wahrscheinlich entsteht die Alzheimer-Krankheit aufgrund verschiedener Ursachen.

Der Hauptrisikofaktor für die Erkrankung an Alzheimer ist das Lebensalter: Je älter ein Mensch ist, desto höher sein Krankheitsrisiko. Von den über 90-Jährigen sind etwa 20 % von der Krankheit betroffen. Es ist auch denkbar, dass sich im Alter spontane Genveränderungen häufen und das Risiko für Alzheimer erhöhen. Als weitere Risiken für Alzheimer werden diskutiert:

  • Geschlecht: Frauen erkranken häufiger als Männer
  • Krankheiten des Nervensystems, z. B. Parkinson in der Familie
  • Schädelverletzungen in der Vergangenheit: Bei Boxern, die während ihrer Karriere viele Schläge einstecken müssen, kommt Alzheimer gehäuft vor (z. B. Muhammad Ali)
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • Umweltgifte wie Lösungsmittel
  • Autoimmunkrankheiten wie Multiple Sklerose oder chronische Arthritis
  • Rauchen und Alkohol
  • Mangelnder Gebrauch der geistigen Fähigkeiten: Benutzt man sein Gehirn nicht mehr (nach der Pensionierung, bei Arbeitslosigkeit) kann sich eine beginnende Alzheimer-Krankheit rasch verschlechtern.

Wie genau die obigen Faktoren zu Alzheimer beitragen, wird nach wie vor diskutiert. Da sich die Krankheit gemächlich entwickelt, lassen sich die Risikofaktoren nicht klar einem Alzheimer zuordnen.

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