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Alzheimer Therapie

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Geschrieben von Dr. med. André Lauber , Arzt und Fachjournalist
Zuletzt aktualisiert am 05.09.2013
Alzheimer Therapie

Medikamente, Betreuung und Geduld

Die Behandlung der Alzheimer-Krankheit umfasst die Elemente Medikamente, psychische und soziale Betreuung. Arzneimittel gegen Demenz (Antidementiva) können den Verlauf der Krankheit günstig beeinflussen, jedoch nicht stoppen. Antidementiva wirken anregend auf die Botenstoffe Acetylcholin und Glutamat in den Gehirnzellen. Die Patienten finden sich dank der Medikamente im Alltag besser zurecht.

Einige Arzneimittel (z. B. Donepezil, Galantamin) wirken im frühen und mittleren Stadium von Alzheimer, andere Medikamente (z. B. Memantin) im Spätstadium.

Die psychische und soziale Betreuung der Betroffenen hängt vom Stadium der Krankheit ab. Zu Beginn einer Alzheimer-Krankheit leisten Angehörige einen großen Teil der Betreuung. Die Patienten sollten im Alltag gefordert, nicht überfordert werden. Das stetige Trainieren von geistigen Fähigkeiten wie Orientierung, Gedächtnis und Sprachfähigkeiten tragen bei, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen. Förderlich sind ebenso Musik- oder Kunsttherapie sowie Bewegung im Freien.

Mit dem Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit brauchen die Kranken Orientierungshilfen in ihrer Umgebung (z. B. Farbmarkierungen an Gegenständen).

Das generelle Wohlbefinden des Patienten sollte verstärkt in den Vordergrund rücken. Krankheiten und körperliche Beschwerden sind ernst zu nehmen. Es ist wichtig, Seh- und Hörschwächen so weit möglich auszugleichen. Blutdruck und Blutzuckerspiegel sollten im Auge behalten werden, ebenso ist ein eventuell bestehender Vitamin- und Nährstoffmangel zu beheben.

Trotz aller Behandlungsmöglichkeiten lässt sich die Alzheimer-Krankheit nicht aufhalten. Nach mehreren Jahren versinkt der Patient im »Vergessen« und muss rund um die Uhr betreut werden. Ist der Betroffene bettlägerig, steigt das Risiko von Infektionen: Deshalb ist die Lungenentzündung eine häufige Todesursache bei Alzheimer-Patienten.

Den Abbau der geistigen Fähigkeiten hinauszögern

Einer Alzheimer-Krankheit vorbeugen kann man nicht. Man kann gleichwohl sein Risiko vermindern, wenn man sich geistig und körperlich fit hält. Auch eine kalorien- und fettarme Ernährung sowie der Verzicht auf Tabak wirken sich positiv auf die geistige Gesundheit aus.

Ein Extrakt des Ginkgobaumes (Ginkgo-biloba) fördert die Leistungen des Gehirns. Das hilft mit, den Abbau intellektueller Fähigkeiten im Alter zu bremsen. Ob Ginkgopräparate vor Alzheimer schützen können, ist indes noch unklar.

Link- und Buchtipps:
  • Mit wichtigen Fragen und Antworten zur Alzheimer-Krankheit  Link
  • Leitlinie für Betroffene, Angehörige und Pflegende  Link
  • Webangebot vom Deutschen Grünen Kreuz e. V.  Link
  • Rose Götte, Edith Lackmann. Alzheimer - was tun? Beltz; 2000.
  • Huub Buijssen, Eva Grambow. Demenz und Alzheimer verstehen: Erleben - Hilfe - Pflege: ein praktischer Ratgeber. Beltz; 2009.
  • Wolfgang Maier, Jörg B. Schulz et al. Alzheimer & Demenzen verstehen: Diagnose, Behandlung, Alltag, Betreuung / Der Ratgeber des Kompetenznetzes degenerative Demenzen. Trias; 2009.
  • Pflanzliche Wirkstoffe

    Die Blätter des Ginkgobaumes werden besonders bei Demenzerkrankungen und Hirnleistungsstörungen angewendet. Es hilft, den Abbau intellektueller Fähigkeiten im Alter zu bremsen.

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  • Demenz

    Die häufigste Ursache einer Demenz ist die Alzheimer-Krankheit, gefolgt von Durchblutungsstörungen des Gehirns.

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  • Alzheimer Ursachen

    Wie genau die Alzheimer-Krankheit entsteht, ist unbekannt. Man weiß jedoch, dass gewisse genetische Voraussetzungen ein Risiko für Alzheimer darstellen.

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Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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