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Symptome bei Alzheimer

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Geschrieben von Dr. med. André Lauber , Arzt und Fachjournalist
Zuletzt aktualisiert am 05.09.2013
Symptome bei Alzheimer

Wenn die Zeit rückwärts läuft

Vorübergehende Gedächtnisstörungen wie das Verlegen von Gegenständen oder das Vergessen von Namen, Telefonnummern und Terminen kann vorkommen. Mit einer Demenz hat dies in der Regel nichts zu tun, denn die Fähigkeit zur selbstständigen Bewältigung des Alltags bleibt unbehindert. Aufhorchen sollte man aber, wenn die Vergesslichkeit spürbar zunimmt und mit der Zeit weitere Symptome dazukommen. Was aber sind die Anzeichen einer Alzheimer-Erkrankung? 

Einer Alzheimer-Demenz geht ein mehrere Jahre andauernder Zustand voraus, der als „leichte kognitive Störung“ bezeichnet wird. Dabei sind leichte Gedächtnisstörungen ebenso auszumachen wie Probleme bei Speicherung und Abruf von neuen Informationen. Auch erste Einschränkungen in den Bereichen Aufmerksamkeit und der optisch-räumlichen Informationsverarbeitung liegen meist vor. In diesem Krankheitsstadium können Betroffene ihren Alltag noch selbst bewältigen, komplizierte Tätigkeiten können jedoch Schwierigkeiten verursachen.
 In ihrer Entscheidungsfähigkeit sind die Patienten jedoch nicht eingeschränkt.

Alzheimerkranke vergessen zuerst aktuelle Ereignisse, später im Krankheitsverlauf auch lange zurückliegende: Es scheint, als ob die Zeit für die Patienten rückwärts läuft. Mit dem Fortschreiten der Krankheit wird der Betroffene immer unselbstständiger. Er kann die banalsten Alltagstätigkeiten nicht mehr ausführen und ist auf Pflege angewiesen.

Der Übergang von kognitiven Störungssymptomen zu einer Demenz verläuft fließend. Das Fortschreiten der Krankheit kann vor allem daran festgestellt werden, dass auch einfache, alltägliche Aufgaben immer mehr Probleme verursachen.

Ab diesem Zeitpunkt wird die Alzheimerkrankheit, analog zur Demenz, in mehrere Stadien unterteilt:

Symptome bei beginnender Demenz
  • Das Kurzzeitgedächtnis lässt nach (Vergessen von Gesprächen innerhalb von Minuten oder Stunden)
  • Orientierungsprobleme in fremder Umgebung
  • Komplexe Probleme werden falsch beurteilt (zum Beispiel im Straßenverkehr)
  • Wortfindungsstörungen (Gegenstände können nicht einwandfrei benannt werden)
  • Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit

In diesem Stadium fällt es Betroffenen schwer, neue Informationen aufzunehmen und zu speichern. Abgelegte Gegenstände werden nicht mehr gefunden und die Erinnerung an kurz zurückliegende Ereignisse und Gespräche gelingt nur bruchstückhaft oder gar nicht mehr. Auch die Bereiche Planung und Organisation sind beeinträchtigt.

Die Urteils- und Entscheidungsfähigkeit ist eingeschränkt, jedoch nicht so weit aufgehoben, dass Entscheidungen, welche die Behandlung der Krankheit betreffen, ohne den Patienten getroffen werden sollten.

Die Betroffenen sind sich in vielen Fällen zumindest teilweise über das Nachlassen der eigenen geistigen Leistungsfähigkeit bewusst. Verunsicherung, Scham und Depressionen sind daher eine häufige Folge. Viele Patienten neigen daher dazu, eigene Fehler und Probleme zu verleugnen und sich Ausreden zur Verschleierung zurechtzulegen.

Der Alltag kann in vielen Fällen größtenteils selbstständig bewältigt werden. Bei komplizierteren Aufgaben, wie etwa der Tätigung von Bankgeschäften, ist Hilfe erforderlich.

Symptome bei fortgeschrittener Demenz
  • Die Vergesslichkeit nimmt zu; die Patienten vergessen Namen von Freunden und Verwandten und können sich nicht an Ereignisse erinnern, die weiter zurückliegen
  • Orientierungsprobleme, auch in vertrauter Umgebung
  • Unruhe, Schlafstörungen, aufgehobener Tag-Nacht-Rhythmus
  • Depressionen, Wahnvorstellungen

In diesem Stadium können alltägliche Aufgaben oftmals nicht mehr selbstständig bewältigt werden. Einschränkungen in den Bereichen Gedächtnis, Denken und Orientierung führen dazu, dass etwa das Einkaufen nicht mehr alleine bewerkstelligt werden kann. Auch beim Kochen, Bedienen von Haushaltsgeräten und bei der Körperpflege ist Hilfe notwendig.

Betroffene verlieren allmählich ihr Zeitgefühl oder verlaufen sich. Die Einschränkungen treten auch beim Sprechen immer deutlicher zutage, das Bilden längerer Sätze fällt immer schwerer, die Fähigkeit zur Kommunikation verarmt. Lange zurückliegende Ereignisse werden zunehmend vergessen, in vielen Fällen werden engste Angehörige nicht mehr erkannt. In diesem Stadium geht auch das Krankheitsgefühl verloren, weshalb sich die Patienten oftmals gut fühlen, die längst verstorbenen Eltern besuchen wollen oder zur Arbeit gehen möchten.

Auch Verhaltensänderungen treten auf. Häufig ist ein Gefühl der Unruhe zu beobachten, was sich bei vielen Betroffenen darin äußert, dass sie die Wohnung verlassen möchten, oder ihren Bezugspersonen ständig hinterherlaufen. Viele neigen auch dazu, aggressiv zu werden oder entwickeln wahnhafte Vorstellungen. Typisch dafür ist etwa das Gefühl, bestohlen worden zu sein.
Es ist jedoch äußerst selten, dass Patienten Dinge sehen und hören, die nicht da sind. Es handelt sich meist um ein Verwechseln, etwa des Fernsehbildes mit wirklichen Personen, nicht um tatsächliche Sinnestäuschungen.

Am Ende des mittleren Demenz-Stadiums kann die Entleerung des Darms und der Blase oftmals nicht mehr kontrolliert werden.

Symptome bei schwerer Demenz
  • Alltagstätigkeiten können nicht mehr ausgeführt werden (Ankleiden, Haushaltsführung)
  • Sprachverarmung
  • Orientierungsverlust
  • Kontrollverlust über Körperfunktionen (Blase und Darm)
  • Muskuläre Probleme (Schluckstörungen, Gangunsicherheit, Ungeschicklichkeit)

Der Abbau der Gehirnleistung schreitet weiter fort. Betroffene sprechen meist nur noch wenige Wörter oder gar nicht mehr und sind in nahezu allen Situationen auf Hilfe angewiesen.

Viele Patienten benötigen einen Rollstuhl, da sie nicht mehr alleine gehen können und die Kontrolle über ihre Körperhaltung verlieren, oder sie werden gar bettlägrig. Schluckstörungen und Krampfanfälle können auftreten. Gliedmaßen können versteifen. Das körpereigene Immunsystem ist stark geschwächt, weshalb die Patienten sehr anfällig für Krankheiten werden.

 

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