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Alzheimer

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Geschrieben von 2011-02-08
Zuletzt aktualisiert am 2018-11-2222.11.2018
Alzheimer

»Wie heißen Sie?« »Auguste.« »Familienname?« »Auguste.« »Wie heißt ihr Mann?« »Ich glaube… Auguste«. Dieses Gespräch fand 1901 zwischen der Patientin Auguste Deter und dem Psychiater Alois Alzheimer in einer Frankfurter Nervenklinik statt. Alzheimer untersuchte nach dem Tod der Frau deren Gehirn und fand den typischen Abbau von Gehirnsubstanz. Die Hintergründe des Hirnschwundes bei der Alzheimer-Krankheit wurden aber erst später entdeckt.

Was bedeutet Alzheimer?

Die Alzheimer-Krankheit (Morbus Alzheimer) ist die häufigste Demenzerkrankung. Demenz ist ein lateinischer Ausdruck für »ohne Geist« und bezeichnet den allmählichen Verlust von Gehirnfunktionen. Menschen mit Alzheimer verlieren langsam aber sicher ihre geistigen Fähigkeiten und ihre Persönlichkeit. Die Krankheit betrifft vor allem über 65-Jährige (etwa 4,5 %).

Da die Lebenserwartung in den Industrieländern in den letzten hundert Jahren enorm angestiegen ist, nimmt die Zahl der Alzheimerkranken weiter zu.
Bevor der Betroffene etwas von seiner Krankheit bemerkt, lagern sich bestimmte Eiweiße (Amyloid) in den Leitungen der Hirnzellen ab. Das zerstört allmählich die Nervenzellen und führt nach und nach zum Abbau des Gehirns.

Bis heute kann Alzheimer nicht geheilt werden. Viele Betroffene finden sich nach Jahren der Krankheit im täglichen Leben nicht mehr zurecht und müssen gepflegt werden.

Alzheimer im Überblick:
  • Die Alzheimer-Krankheit (Morbus Alzheimer) ist die häufigste Demenzerkrankung.
  • Menschen mit Alzheimer verlieren mit den Jahren ihre geistigen Fähigkeiten und ihre Persönlichkeit.
  • Die Hirnleistung nimmt bei Alzheimer ab, weil sich abnorme Eiweiße in den Leitungen der Hirnzellen ablagern.
  • Alzheimer betrifft vor allem Menschen ab dem 65. Lebensjahr. Von den über 90-Jährigen sind etwa 20 % von der Krankheit betroffen.
  • Genetische Faktoren stellen ein Risiko für die Entwicklung der Alzheimer-Krankheit dar.
  • Im frühen Stadium der Krankheit finden sich oft veränderte Eiweiße in der Rückenmarksflüssigkeit. Computer- (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRI) zeigen im späteren Stadium den Abbau der Hirnmasse.
  • Die Behandlung der Alzheimer-Krankheit besteht aus Medikamenten, psychischer und sozialer Betreuung.
  • Körperliche und geistige Fitness können dazu beitragen, das Risiko für Demenzkrankheiten im Alter zu vermindern.

Ursachen

Wie genau die Alzheimer-Krankheit entsteht, ist unbekannt. Man weiß jedoch, dass gewisse genetische Voraussetzungen ein Risiko für Alzheimer darstellen. Menschen mit einer bestimmten Art eines Transporteiweißes (Apolipoprotein E), tragen ein höheres Erkrankungsrisiko als andere. Die Art des Eiweißes wird von den Eltern auf die Kinder vererbt. 

Schädliche Eiweißablagerungen spielen im Gehirn eine zentrale Rolle bei der Entstehung und beim Fortschreiten der Krankheit. 
Bereits Alois Alzheimer beschrieb Neurofibrillen-Bündel, Knäuel aus Tau-Proteinen, die sich innerhalb vieler Zellen nachweisen lassen. Liegt eine Alzheimer-Erkrankung vor, so kommt es zu einer Veränderung der Tau-Proteine. Das Tau-Protein verklebt zu Faserknäueln, welche die Nervenzellen zunehmend ausfüllen und dabei lebenswichtige Prozesse lahmlegen. Schließlich stirbt die Zelle ab. 

Außerdem sind sogenannte Amyloid-Plaques (Eiweiß-Ablagerungen) im Gehirn festzustellen. Diese lagern sich oftmals innerhalb und außerhalb der Nervenzellen ab und hemmen die Reizübertragung zwischen ihnen. Auch verschlechtert sich die Durchlässigkeit kleiner Blutgefäße. Infolge dessen kann das Gehirn nur ungenügend mit Sauerstoff und Energie versorgt werden. 

Nur in seltenen Fällen kommen Fehler im Erbgut als Ursache einer Erkrankung infrage. Anzeichen für eine erbliche Form der Alzheimer Krankheit ist das Auftreten mehrerer Erkrankungsfälle in verschiedenen Generationen, wobei die ersten Symptome bereits vor dem 60. Lebensjahr sichtbar werden. Treten innerhalb einer Familie mehrere Fälle ab dem 70. Lebensjahr auf, so ist dies in der Regel kein Anzeichen einer erblich bedingten Form der Erkrankung. 

Ein anderer genetischer Einfluss auf die Alzheimer-Krankheit ist die Trisomie 21 (Downsyndrom, »Mongolismus«): Der Patient hat seit Geburt ein Gen (die Nummer 21) zu viel, was früh im Leben zu Alzheimer führen kann. Die Genetik eines Menschen stellt nur einen von mehreren Risikofaktoren dar. Wahrscheinlich entsteht die Alzheimer-Krankheit aufgrund verschiedener Ursachen. 

Der Hauptrisikofaktor für die Erkrankung an Alzheimer ist das Lebensalter: Je älter ein Mensch ist, desto höher sein Krankheitsrisiko. Von den über 90-Jährigen sind etwa 20 % von der Krankheit betroffen. Es ist auch denkbar, dass sich im Alter spontane Genveränderungen häufen und das Risiko für Alzheimer erhöhen. Als weitere Risiken für Alzheimer werden diskutiert: 

  • Geschlecht: Frauen erkranken häufiger als Männer
  • Krankheiten des Nervensystems, z. B. Parkinson in der Familie
  • Schädelverletzungen in der Vergangenheit: Bei Boxern, die während ihrer Karriere viele Schläge einstecken müssen, kommt Alzheimer gehäuft vor (z. B. Muhammad Ali)
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • Umweltgifte wie Lösungsmittel
  • Autoimmunkrankheiten wie Multiple Sklerose oder chronische Arthritis
  • Rauchen und Alkohol&l
  • Mangelnder Gebrauch der geistigen Fähigkeiten: Benutzt man sein Gehirn nicht mehr (nach der Pensionierung, bei Arbeitslosigkeit) kann sich eine beginnende Alzheimer-Krankheit rasch verschlechtern.

Wie genau die obigen Faktoren zu Alzheimer beitragen, wird nach wie vor diskutiert. Da sich die Krankheit gemächlich entwickelt, lassen sich die Risikofaktoren nicht klar einem Alzheimer zuordnen. 

Symptome

Wenn die Zeit rückwärts läuft

Vorübergehende Gedächtnisstörungen wie das Verlegen von Gegenständen oder das Vergessen von Namen, Telefonnummern und Terminen kann vorkommen. Mit einer Demenz hat dies in der Regel nichts zu tun, denn die Fähigkeit zur selbstständigen Bewältigung des Alltags bleibt unbehindert. Aufhorchen sollte man aber, wenn die Vergesslichkeit spürbar zunimmt und mit der Zeit weitere Symptome dazukommen. Was aber sind die Anzeichen einer Alzheimer-Erkrankung? 

Einer Alzheimer-Demenz geht ein mehrere Jahre andauernder Zustand voraus, der als „leichte kognitive Störung“ bezeichnet wird. Dabei sind leichte Gedächtnisstörungen ebenso auszumachen wie Probleme bei Speicherung und Abruf von neuen Informationen. Auch erste Einschränkungen in den Bereichen Aufmerksamkeit und der optisch-räumlichen Informationsverarbeitung liegen meist vor. In diesem Krankheitsstadium können Betroffene ihren Alltag noch selbst bewältigen, komplizierte Tätigkeiten können jedoch Schwierigkeiten verursachen.
 In ihrer Entscheidungsfähigkeit sind die Patienten jedoch nicht eingeschränkt.

Alzheimerkranke vergessen zuerst aktuelle Ereignisse, später im Krankheitsverlauf auch lange zurückliegende: Es scheint, als ob die Zeit für die Patienten rückwärts läuft. Mit dem Fortschreiten der Krankheit wird der Betroffene immer unselbstständiger. Er kann die banalsten Alltagstätigkeiten nicht mehr ausführen und ist auf Pflege angewiesen.

Der Übergang von kognitiven Störungssymptomen zu einer Demenz verläuft fließend. Das Fortschreiten der Krankheit kann vor allem daran festgestellt werden, dass auch einfache, alltägliche Aufgaben immer mehr Probleme verursachen.

Ab diesem Zeitpunkt wird die Alzheimerkrankheit, analog zur Demenz, in mehrere Stadien unterteilt:

Symptome bei beginnender Demenz
  • Das Kurzzeitgedächtnis lässt nach (Vergessen von Gesprächen innerhalb von Minuten oder Stunden)
  • Orientierungsprobleme in fremder Umgebung
  • Komplexe Probleme werden falsch beurteilt (zum Beispiel im Straßenverkehr)
  • Wortfindungsstörungen (Gegenstände können nicht einwandfrei benannt werden)
  • Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit

In diesem Stadium fällt es Betroffenen schwer, neue Informationen aufzunehmen und zu speichern. Abgelegte Gegenstände werden nicht mehr gefunden und die Erinnerung an kurz zurückliegende Ereignisse und Gespräche gelingt nur bruchstückhaft oder gar nicht mehr. Auch die Bereiche Planung und Organisation sind beeinträchtigt.

Die Urteils- und Entscheidungsfähigkeit ist eingeschränkt, jedoch nicht so weit aufgehoben, dass Entscheidungen, welche die Behandlung der Krankheit betreffen, ohne den Patienten getroffen werden sollten.

Die Betroffenen sind sich in vielen Fällen zumindest teilweise über das Nachlassen der eigenen geistigen Leistungsfähigkeit bewusst. Verunsicherung, Scham und Depressionen sind daher eine häufige Folge. Viele Patienten neigen daher dazu, eigene Fehler und Probleme zu verleugnen und sich Ausreden zur Verschleierung zurechtzulegen.

Der Alltag kann in vielen Fällen größtenteils selbstständig bewältigt werden. Bei komplizierteren Aufgaben, wie etwa der Tätigung von Bankgeschäften, ist Hilfe erforderlich.

Symptome bei fortgeschrittener Demenz
  • Die Vergesslichkeit nimmt zu; die Patienten vergessen Namen von Freunden und Verwandten und können sich nicht an Ereignisse erinnern, die weiter zurückliegen
  • Orientierungsprobleme, auch in vertrauter Umgebung
  • Unruhe, Schlafstörungen, aufgehobener Tag-Nacht-Rhythmus
  • Depressionen, Wahnvorstellungen

In diesem Stadium können alltägliche Aufgaben oftmals nicht mehr selbstständig bewältigt werden. Einschränkungen in den Bereichen Gedächtnis, Denken und Orientierung führen dazu, dass etwa das Einkaufen nicht mehr alleine bewerkstelligt werden kann. Auch beim Kochen, Bedienen von Haushaltsgeräten und bei der Körperpflege ist Hilfe notwendig.

Betroffene verlieren allmählich ihr Zeitgefühl oder verlaufen sich. Die Einschränkungen treten auch beim Sprechen immer deutlicher zutage, das Bilden längerer Sätze fällt immer schwerer, die Fähigkeit zur Kommunikation verarmt. Lange zurückliegende Ereignisse werden zunehmend vergessen, in vielen Fällen werden engste Angehörige nicht mehr erkannt. In diesem Stadium geht auch das Krankheitsgefühl verloren, weshalb sich die Patienten oftmals gut fühlen, die längst verstorbenen Eltern besuchen wollen oder zur Arbeit gehen möchten.

Auch Verhaltensänderungen treten auf. Häufig ist ein Gefühl der Unruhe zu beobachten, was sich bei vielen Betroffenen darin äußert, dass sie die Wohnung verlassen möchten, oder ihren Bezugspersonen ständig hinterherlaufen. Viele neigen auch dazu, aggressiv zu werden oder entwickeln wahnhafte Vorstellungen. Typisch dafür ist etwa das Gefühl, bestohlen worden zu sein.
Es ist jedoch äußerst selten, dass Patienten Dinge sehen und hören, die nicht da sind. Es handelt sich meist um ein Verwechseln, etwa des Fernsehbildes mit wirklichen Personen, nicht um tatsächliche Sinnestäuschungen.

Am Ende des mittleren Demenz-Stadiums kann die Entleerung des Darms und der Blase oftmals nicht mehr kontrolliert werden.

Symptome bei schwerer Demenz
  • Alltagstätigkeiten können nicht mehr ausgeführt werden (Ankleiden, Haushaltsführung)
  • Sprachverarmung
  • Orientierungsverlust
  • Kontrollverlust über Körperfunktionen (Blase und Darm)
  • Muskuläre Probleme (Schluckstörungen, Gangunsicherheit, Ungeschicklichkeit)

Der Abbau der Gehirnleistung schreitet weiter fort. Betroffene sprechen meist nur noch wenige Wörter oder gar nicht mehr und sind in nahezu allen Situationen auf Hilfe angewiesen.

Viele Patienten benötigen einen Rollstuhl, da sie nicht mehr alleine gehen können und die Kontrolle über ihre Körperhaltung verlieren, oder sie werden gar bettlägrig. Schluckstörungen und Krampfanfälle können auftreten. Gliedmaßen können versteifen. Das körpereigene Immunsystem ist stark geschwächt, weshalb die Patienten sehr anfällig für Krankheiten werden.

 

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Diagnose

Die Leistungen des Gehirns lassen sich mit standardisierten Tests feststellen. Der Mini-Mental-Status-Test (MMST) und der Demenz-Detektions-Test (DemTect) dauern je 15 bis 30 Minuten. 

Mit diesen Untersuchungen überprüft der Arzt anhand von Aufgaben die Merk-, Erinnerungs- und Rechenfähigkeit sowie Orientierung, Aufmerksamkeit und Sprache des Patienten. Erreicht der Betroffene eine bestimmte Punktzahl nicht, so besteht der Verdacht auf eine Demenzerkrankung. 

Ob es sich bei der Demenz um die Alzheimer-Krankheit handelt, lässt sich mit diesen Tests jedoch nicht herausfinden. Etwas genauer geben kompliziertere neuropsychologische Tests Auskunft, ob die Demenz durch Alzheimer verursacht wird 

Dazu zählen: 

  • "Consortium to Establish a Registry for Alzheimer's Disease"(Cerad),
  • "Alzheimer's Disease Assesment Scale-cognitive Subscale (ADAS-cog),
  • "Strukturiertes Intervies für die Diagnose einer Demenz vom alzheimer-Typ, der Multiinfarkt (oder vaskulären) Demenz anderer Ätiologie"(SIDAM).

Möglichst genaue Angaben einer gut informierten Bezugsperson sind von großer Bedeutung. So kann sich der Arzt ein möglichst genaues Bild vom Betroffenen machen und Vorerkrankungen in die Diagnose mit einbeziehen. Noch erhaltene soziale Fähigkeiten, wie Umgangsformen und die Kommunikationsfähigkeit, sowie praktische Fertigkeiten sind von Interesse, ebenso auftretende Unruhezustände, Aggressivität, Antriebsarmut, Störungen des Tag-Nacht-Rhythmus, depressive Verstimmungen und Sinnestäuschungen. 

Um die Alzheimer-Krankheit von sonstigen Formen der Demenz zu unterscheiden, kann eine Computer- (CT) oder eine Magnetresonanztomografie (MRI) des Gehirns weiterhelfen. Die für Alzheimer typische Rückbildung der Gehirnmasse sieht man allerdings erst im fortgeschrittenen Krankheitsstadium. 

Im frühen Stadium finden sich oft die krankhaft veränderten Eiweiße (Amyloid) in der Rückenmarksflüssigkeit (Liquordiagnostik). Gentests werden zur Diagnose der Alzheimer-Krankheit nicht empfohlen, da sie zu ungenau sind. Blut- und Herz-Kreislauf-Untersuchungen helfen, andere Ursachen der Demenz auszuschließen. 

Therapie

Die Behandlung der Alzheimer-Krankheit umfasst die Elemente Medikamente, psychische und soziale Betreuung. Arzneimittel gegen Demenz (Antidementiva) können den Verlauf der Krankheit günstig beeinflussen, jedoch nicht stoppen. Antidementiva wirken anregend auf die Botenstoffe Acetylcholin und Glutamat in den Gehirnzellen. Die Patienten finden sich dank der Medikamente im Alltag besser zurecht. 

Einige Arzneimittel (z. B. DonepezilGalantamin) wirken im frühen und mittleren Stadium von Alzheimer, andere Medikamente (z. B. Memantin) im Spätstadium. 

Die psychische und soziale Betreuung der Betroffenen hängt vom Stadium der Krankheit ab. Zu Beginn einer Alzheimer-Krankheit leisten Angehörige einen großen Teil der Betreuung. Die Patienten sollten im Alltag gefordert, nicht überfordert werden. Das stetige Trainieren von geistigen Fähigkeiten wie Orientierung, Gedächtnis und Sprachfähigkeiten tragen bei, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen. Förderlich sind ebenso Musik- oder Kunsttherapie sowie Bewegung im Freien. 

Mit dem Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit brauchen die Kranken Orientierungshilfen in ihrer Umgebung (z. B. Farbmarkierungen an Gegenständen). 

Das generelle Wohlbefinden des Patienten sollte verstärkt in den Vordergrund rücken. Krankheiten und körperliche Beschwerden sind ernst zu nehmen. Es ist wichtig, Seh- und Hörschwächen so weit möglich auszugleichen. Blutdruck und Blutzuckerspiegel sollten im Auge behalten werden, ebenso ist ein eventuell bestehender Vitamin- und Nährstoffmangel zu beheben. 

Trotz aller Behandlungsmöglichkeiten lässt sich die Alzheimer-Krankheit nicht aufhalten. Nach mehreren Jahren versinkt der Patient im »Vergessen« und muss rund um die Uhr betreut werden. Ist der Betroffene bettlägerig, steigt das Risiko von Infektionen: Deshalb ist die Lungenentzündung eine häufige Todesursache bei Alzheimer-Patienten. 

Den Abbau der geistigen Fähigkeiten hinauszögern 

Einer Alzheimer-Krankheit vorbeugen kann man nicht. Man kann gleichwohl sein Risiko vermindern, wenn man sich geistig und körperlich fit hält. Auch eine kalorien- und fettarme Ernährung sowie der Verzicht auf Tabak wirken sich positiv auf die geistige Gesundheit aus. 

Ein Extrakt des Ginkgobaumes (Ginkgo-biloba) fördert die Leistungen des Gehirns. Das hilft mit, den Abbau intellektueller Fähigkeiten im Alter zu bremsen. Ob Ginkgopräparate vor Alzheimer schützen können, ist indes noch unklar. 

Wann zum Arzt:

Wenn Sie bei sich oder einem ihrer Angehörigen die folgenden Symptome bemerken, ist eine ärztliche Untersuchung ratsam:

  • Gehäuftes Vergessen kurz zurückliegender Ereignisse.
  • Schwierigkeiten, gewohnte Tätigkeiten auszuführen.
  • Wortfindungsstörungen oder das Benutzen ungewöhnlicher Ausdrücke.
  • Nachlassen der Eigeninitiative bei Arbeit, Hobby und sozialen Kontakten.
  • Probleme, sich in einer fremden Umgebung zurechtzufinden.
  • Eingeschränkte Urteilsfähigkeit.
  • Veränderungen der Persönlichkeit (Ängstlichkeit, Reizbarkeit, Misstrauen).
Link- und Buchtipps:
  • Mit wichtigen Fragen und Antworten zur Alzheimer-Krankheit  Link
  • Leitlinie für Betroffene, Angehörige und Pflegende  Link
  • Webangebot vom Deutschen Grünen Kreuz e. V.  Link
  • Rose Götte, Edith Lackmann. Alzheimer - was tun? Beltz; 2000.
  • Huub Buijssen, Eva Grambow. Demenz und Alzheimer verstehen: Erleben - Hilfe - Pflege: ein praktischer Ratgeber. Beltz; 2009.
  • Wolfgang Maier, Jörg B. Schulz et al. Alzheimer & Demenzen verstehen: Diagnose, Behandlung, Alltag, Betreuung / Der Ratgeber des Kompetenznetzes degenerative Demenzen. Trias; 2009.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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