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Akne Pflanzliche Wirkstoffe

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Geschrieben von Redaktion
Zuletzt aktualisiert am 05.09.2013
Akne Pflanzliche Wirkstoffe

Auch gegen Akne sind Kräuter gewachsen

Pflanzliche Wirkstoffe wie die Kamille und Wirkstoffe wie die medizinische Hefe können unterstützend zur Therapie der leichten bis mittelschweren Form der Akne eingesetzt werden. Die Hefe wird dabei vor allem weniger als Arzneimittel sondern als Nahrungsergänzungsmittel verwendet. Die Wirkstoffe können unterstützend zur Langzeittherapie eingesetzt werden, natürlich in Absprache mit dem behandelnden Arzt.

Echte Kamille (Matricaria chamomilla oder auch Matricaria recutita)

Wirksam gegen Bakterien, die Entzündungen der Haut auslösen, sind ätherische Öle in Pflanzen. Hier bietet sich besonders die Echte Kamille (Matricaria chamomilla oder Matricaria recutita) an. Sie enthält neben vielen weiteren Wirkstoffen Chamazulen, ein blaues Öl, und das alkoholische Bisabolol. Diese beiden Inhaltsstoffe allein sind bereits entzündungshemmend. Die Kamille entfaltet ihre Wirkung jedoch durch die gelungene Zusammensetzung aller ihrer Inhaltsstoffe. Eingesetzt werden ölige Auszüge im Kamillenöl, alkoholische Auszüge in Tinkturen oder wässrige Auszüge im Kamillentee. Kamille hat sich über Jahrhunderte in der Volksheilkunde bei Hautproblemen bewährt. Den positiven Effekt von öligen Auszügen auf die Wundheilung bewies eine iranische Forschergruppe der Universität Semnan im Jahr 2010 an Ratten.

Nebenwirkungen

Vorsicht bei der Anwendung von Kamille ist bei allergisch reagierenden Menschen geboten, besonders bei solchen, die unter Heuschnupfen oder Heuasthma leiden. Es sind nach Trinken von Kamillentee Nesselsucht (Urticaria), Schwellungen der Haut (Angioödem) und Atemnot (Dyspnoe) und bei Waschungen mit Kamillentee Entzündungen der Bindehaut des Auges (Conjunctivitis) nachgewiesen.

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Linolsäure

Die Linolsäure ist eine zweifach ungesättigte Fettsäure, die in vielen Ölen vorkommt, etwa in Distelöl. Sie gehört zu dem Omega-Sechs-Fettsäuren und gilt als Haut pflegend. Eine Forschergruppe der Universität im belgischen Lièges, die sich mit der gestörten Abschuppung in den Talgdrüsenfollikeln von Akne-Betroffenen und mit der Zusammensetzung des Hauttalgs beschäftigte, wies 1998 nach, dass die äußerliche Anwendung von Linolsäure nach einem Monat eine Abnahme von Micro-Komedonen, aus denen sichtbare Mitesser entstehen, um 25 Prozent stattgefunden hatte. Die Forschung weiß aber auch, dass bei Einnahme aus der Umwandlung der Linolsäure im Körper unter anderem Arachidonsäure entsteht. Arachidonsäure ist entzündungsfördernd.

Bierhefe (Saccharomyces cerevisiae) und Medizinische Hefe (Saccharomyces boulardii)

Die Hefen gehören zu den Pilzen, und Pilze bilden in der Biologie neben den Pflanzen und Tieren eine eigene Klasse. Seit Menschengedenken wird Bierhefe in der Nahrungszubereitung verwendet, etwa zur Herstellung von Brot, von Bier und von Wein. Die Bier- oder Backhefe (Saccharomyces cerevisiae) enthält die B-Vitamine Thiamin (B 1), Riboflavin (B 2), Niacin (B 3), Pantothensäure (B 5), Pyridoxin (B 6) und Folsäure (B 9) sowie die Mineralien Kalium, Phosphor, Magnesium, Calcium, Natrium, Zink, Eisen, Mangan, Kupfer und Selen.

In der Volksheilkunde gilt Hefe lange schon als Haut pflegend, und zwar sowohl innerlich (systemisch) durch ihre Einnahme als auch äußerlich (topisch) durch das Auflegen von Masken. Obwohl der genaue Wirkungsmechanismus noch nicht abschließend erforscht ist, konnten wissenschaftliche Studien die Wirksamkeit von Bierhefe bei Akne bestätigen.

Bereits 1989 wiesen die Forscher Weber, Adamczyk und Freytag in einer Doppel-Blind-Studie eine deutliche Wirksamkeit der Bierhefe gegen Akne nach. 2010 bestätigte eine Forschergruppe der Universitäts-Hautklinik in Freiburg die Wirksamkeit von Bierhefe und bestätigte ihr die Fähigkeit, nach weiteren Forschungen in der Akne-Behandlung als Standard-Wirkstoff eingesetzt werden zu können.

Empfohlen wird auch die Anwendung der lebensfähigen Spezialtrockenhefe Hansen CBS 5926 (Saccharomyces boulardii). Sie kann haarähnliche Anhangsgebilde (Fimbrien oder Pilii) mancher Bakterien binden, hemmt so deren Wachstum und wirkt dadurch antibakteriell. Im Verdauungstrakt bewegt sie Fresszellen (Phagozyten) zu erhöhter Aktivität gegen schädliche Keime.

Nebenwirkungen

Manche Menschen reagieren mit verschiedenen, teils starken Reaktionen allergisch auf Hefen und sollten dann von einer Anwendung absehen. Auch bei Nicht-Allergikern kann es zu Blähungen kommen. Sonst sind schädliche Nebenwirkungen bei der Anwendung von Bierhefe nicht benannt, wenn auch die Deutsche Gesellschaft für Dermatologie auf die Akne fördernde Wirkung der Vitamine B 2, und B 6 hinweist.

Heilkunst aus Asien

Die indische Heilkunst Ayurveda wendet traditionell Pflanzen auch gegen Akne an. Die Forscher Jain und Basal vom King George's Medical College im indischen Lucknow wiesen 2003 die entzündungshemmenden Eigenschaften der Indischen Färberröte (Rubia cordifolia), der Kurkumawurzel (Curcuma longa), der Sarsaparilla (Hemidesmus indicus) und des Neem-Baums (Azadirachta indica) nach. Diese Pflanzen können ihrer Studie nach das Akne-Bakterium Propionibacterium acnes an der Produktion entzündungsauslösender Stoffe hindern.

Auch die zu den Mondsamengewächsen gehörende Guduchi-Pflanze (Tinospora cordifolia) ist bewährt bei Akneproblemen. Mitarbeiter des Chembiotek-Instituts im indischen Kolkata haben 2003 einen umfassenden Artikel zu den Inhaltsstoffen und medizinischen Eigenschaften von Tinospora cordifolia veröffentlicht.

Quellen:
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  • Deutsche Dermatologische Gesellschaft/Deutsche Gesellschaft für Koloproktologie/Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF) (Hg.): Acne inversa / Hidradenitis suppurativa. ICD 10: L 73.2. Berlin/Mannheim/Düsseldorf 2011.
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  • Wiesenauer, Markus: Phytopraxis. Berlin/Heidelberg 2011.
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