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Weißdorn Herkunft

Weißdorn Herkunft

Herkunft des Weißdorns

Es gibt kaum ein Land in der gemäßigten Klimazone in dem der Weißdorn fehlt. Er ist anpassungsfähig und robust. Dass drückt sich auch durch sein Alter aus: Ein Weißdornbusch oder Baum kann bis zu 500 Jahre alt werden!

Aufgrund seines Alters und seiner langen Geschichte, die bis in die Steinzeit zurückreicht, haben sich viele artenspezifische Unterschiede entwickelt. Insgesamt existieren etwa 300 verschiedene Weißdornarten auf der Nordhalbkugel. Davon wachsen circa 20 bis 30 Arten in Europa, davon drei in Deutschland: Der Eingriffelige Weißdorn (Crataegus monogyna), der Zweigriffelige (Crataegus oxyacantha) und der Fünfgriffelige (Crataegus pentagyna). Der Weißdorn gehört seit urgedenken zu unseren heimischen Pflanzen und ist bis heute eine beliebte Heckenpflanze in Privatgärten und für medizinische Zwecke gleichermaßen.

Heimat und Standort des Weißdorns

Der Weißdorn ist in der nördlichen, gemäßigten Zone Europas, Asiens und Nordamerikas beheimatet. Dort trifft man ihn entweder als aufrechten, dicht und sparrig verzweigten Großstrauch an oder als einen kurzstämmigen Kleinbaum. Wild oder kultiviert findet man den Weißdorn in lichten Wäldern, an Wald-, Straßen- und Feldrändern und in Gärten. Er wächst vor allem an offenen ungeschützten und sonnigen bis halbschattigen aber auch windigen Plätzten. Seine Wuchseigenschaften machten den Strauch zu einem beliebten Sicht- und Windschutz.

Der Weißdorn ist eine extrem frostharte Pflanze, die zudem gut schnittverträglich ist. Die Bodenansprüche des Weißdorns sind recht anspruchslos. Er gedeiht auf mäßig trockenen bis feuchten Böden, die nicht zu mager sind. Sehr feuchte Standorte (mit Staunässe) und saure Böden mag der Weißdorn allerdings nicht. Er wächst am besten auf schwach sauren bis alkalischen Böden (pH 6,5 bis 7,5).

Der Weißdorn eignet sich nicht nur als Gehölz oder für freiwachsende geschnittene Hecken, er ist auch eine wertvolle Futterpflanze für Vögel, Schmetterlinge und Kleinsäuger. Durch seine starke Bedornung ist er nahezu undurchdringlich und bietet daher auch brütenden Vögeln Schutz.

Verbreitung des Weißdorns

In ganz Europa wurde der Weißdorn ursprünglich als Heckenpflanze zum Schutz vor ungewollten Eindringlingen benutzt. Vor allem auf Bauernhöfen diente der Strauch dazu, wilde Tiere von Feldern und Nutztieren abzuhalten, aber auch als Windschutz.

Mittlerweile ist die Verbreitung des Weißdorns in Deutschland deutlich zurückgegangen. Vor allem in den 1950iger und 1960iger Jahren, wurde der Weißdorn in vielen ländlichen Regionen als Feld- oder Weidenbegrenzung beseitigt. Damit wurde auch ein wichtiger Lebensraum des Weißdorns entfernt.

Dabei kann der Weißdorn auf eine lange Geschichte zurück blicken. Archäologische Funde belegen, dass der Strauch in Europa bereits in der Steinzeit wuchs. Neben seiner Schutzfunktion als dornige Heckenpflanze, diente er wahrscheinlich wegen seines harten Holzes in ganz Europa schon während der Steinzeit zur Herstellung von Werkzeugen.

So wurden fossile Überreste vom Weißdorn (Kerne) in Deutschland beispielsweise in den Ostalpen und in der Schweiz im Kanton Basel gefunden.

Geschrieben von Redaktion 18.09.2014
Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann
Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 18.09.2014
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