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Uzara – Xysmalobium undulatum

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Afrikanische Heilpflanze seit 1911 im deutschen Handel

Das 19. und 20. Jahrhundert gehörte zu den prägendsten Epochen für die Grundsteinlegung medizinischer Forschungen auf außereuropäischen Kontinenten.

Der Forschungsreisende H.W.A. Hopf studierte in Südafrika den Stamm der Hottentotten und entdeckte dabei – zunächst für sich – die Uzara-Pflanze als Heilmittel.

Wogegen hilft Uzara?

Die Uzarawurzel wird in Deutschland seit über 100 Jahren medizinisch bei Durchfallerkrankungen eingesetzt. Für dieses Anwendungsgebiet ist der Wirkstoff heute offiziell zugelassen und wird von der Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte ausdrücklich als Therapeutikum „bei unspezifischen, akuten Durchfallerkrankungen“ empfohlen.

Wissenswertes über die Uzara

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Der südafrikanische Stamm der Hottentotten setzt die Uzara-Pflanze traditionell bei Durchfall ein. Als der deutsche Forscher H.W.A. Hopf während seiner Untersuchungen in Afrika an schwerem Durchfall erkrankte verabreichte ihm ein Medizinmann Extrakte aus der Uzarawurzel – mit Erfolg.

Der Durchfall ließ nach und als Hopf im Jahre 1909 zurück nach Deutschland reiste, hatte er die Wurzel, die ihm wahrscheinlich das Leben gerettet hatte, im Gepäck.

Nur zwei Jahre später, nachdem die Wirkung der Wurzel untersucht und bestätigt wurde, gelangten die ersten Präparate mit Uzarawurzel-Extrakten in den deutschen Handel und haben bis heute ihren Stellenwert beibehalten, und das zu Recht.

Uzarawurzel-Extrakte wirken im Vergleich zu vielen anderen (pflanzlichen) Arzneimitteln mild. Selbst bei Kleinkindern darf die Wurzel, in Absprache mit einem Arzt, eingesetzt werden.

Die Uzara-Pflanze ist ein Strauch der manchmal nach seinem Wirkstoff „Uzarawurzel“, genannt wird und in Südafrika beheimatet ist. Dort wird er bereits seit dem 20. Jahrhundert kommerziell auf speziellen Farmen gezüchtet.

In der Volksmedizin der Südafrikaner kommen neben der Wurzel der Uzara-Pflanze auch andere Pflanzenbestandteile zum Einsatz. Die Wurzel wird außer bei Durchfallerkrankungen beispielsweise zudem gegen Regelbeschwerden, Erkältung und Kopfschmerzen eingesetzt und der Milchsaft der krautigen Pflanze zur Behandlung von eiternden Wunden.

Botanik der Uzara 

Die Uzara-Pflanze ist eine mehrjährige, bis zu 1 Meter hoch wachsende krautige Pflanze, die zu der Familie der Schwalbenwurzgewächse (Asclepiadaceae) gehört.

Ihre Wurzel tritt längsgefurcht oder glatt in Erscheinung. Aus ihr entspringt der aufrechte Stängel, der mit weißen oder grünen Haaren übersät ist, und im Inneren reichlich Milchsaft enthält. An ihn gliedern sich die sitzenden, lanzettlich-ovalen Blätter an, die ebenfalls behaart sind.

Oft sind die bis zu 15 cm langen Blätter kreuzgegenständig angeordnet, stehen manchmal aber auch quirlig und besonders im oberen Bereich der Pflanze spiralig. Die kleinen gelbgrünen Blüten der Uzara-Pflanze sind doldenförmig angeordnet, und von rad- oder glockenförmiger Gestalt.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltstoffe der Uzara 

Medizinisch eingesetzt wird von der Uzara-Pflanze die Wurzel. Bei der Uzarawurzel handelt es sich um die getrockneten unterirdischen Bestandteile (Wurzeln) der Uzara-Pflanze, die ein Alter zwischen 2 bis 3 Jahren erreicht haben.

In der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache heißt die Uzarawurzel Uzarae radix. Anforderungen an die Qualität wurde bislang (01/2012) noch nicht in einem der Arzneibücher aufgenommen.

Die Uzara-Pflanze enthält reichliche Gerbstoffe, ist aber keine Gerbstoffpflanze im klassischen Sinne. Als Besonderheit enthält die Wurzel zusätzlich herzwirksame Steroidglykoside, eine Mischung aus Uzaron und Xysmalobin, sowie Flavonoide.

Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann
Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 28.02.2014