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Traubensilberkerze – Cimicifuga racemosa

Traubensilberkerze – Cimicifuga racemosa

Wirksame Hilfe bei Frauenkrankheiten

Die Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) ist eine spannende Pflanze. Um sie ranken sich zwar kaum Mythen und Sagen. Auch ist über ihre Geschichte nur wenig bekannt. Dafür ist sie ein wirksames pflanzliches Arzneimittel, das bei Frauenkrankheiten wie Beschwerden der Wechseljahre lindernd wirken kann.

Wissenswertes über die Traubensilberkerzes

Erst in den vergangen Jahrzehnten begann sich die Gesellschaft in Deutschland dafür zu öffnen, auch Probleme von Frauen wie die Wechseljahre und Menstruationsbeschwerden offen zu diskutieren.

Damals wie heute leiden Frauen während der Hormonumstellungen (Wechseljahre) im Körper, die meistens zwischen dem 40igsten und 50igsten Lebensjahr beginnen – mehr oder weniger stark. Beschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit oder Stimmungsschwankungen treten ein. Oft wurde bei starken Beschwerden eine Hormontherapie angestrebt, die die Symptome oft linderten vermochte, aber durch ihren Ruf ein erhöhtes Krebsrisiko nach sich zu ziehen, in Verruf geriet.

Die Extrakte des Wurzelstocks der Traubensilberkerze besitzen ähnlich Wirkungen wie diese Hormonpräparate. Es sind aber kein Hormone. Und wie viele pflanzliche Arzneimittel ist der Extrakt aus dem Traubensilberkerzenwurzelstock in der Regel sehr gut verträglich.

Vor einigen Jahren tauchte zu der Anwendung der Pflanze jedoch ein Problem auf: Einige Forscher vermuteten einen Zusammenhang mit der Einnahme des Pflanzenextraktes mit dem Auftreten von Leberschädigungen. Daraufhin wurde der Wurzelstock der Traubensilberkerze mit besonderer Sorgfalt untersucht – mit dem Ergebnis, dass bis heute keine Hinweise dafür vorliegen, dass die Pflanze, die Leber wirklich schädigen kann.

Die Erfolgsgeschichte der Pflanze geht noch weiter. So soll die Pflanze laut jüngsten Untersuchungen auch gegen hormonbedingten Haarausfall wirken. In jedem Fall ist die Traubensilberkerze, die auch Silberkerze, Wangenkraut, Schlangenkraut, Wanzenkraut und Indianische Frauenwurzel genannt wird, eine Heilpflanze, die vor allem für Frauen aber auch für Forscher auf der ganzen Welt bedeutsam ist.

Botanik der Traubensilberkerze

Die kräftige Traubensilberkerze wächst je nach Standort und Bedingungen zwischen 1 bis 2 Metern hoch. Sie gehört zu der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Ihr kräftiger, schwärzlicher Wurzelstock ist von zylindrischer Form, fest und knotig. An ihrem langen Stängel sitzen in großen Trauben die zahlreichen kleinen silbrig-weißen Blüten mit ihren langen Staubblättern, die sich am Ende der Pflanze entfalten. Sie können eine Länge zwischen 30 bis 90 cm erreichen. Die Laubblätter der Traubensilberkerze sind doppelt gefiedert, manchmal auch dreifach, glatt und eingeschnitten gesägt.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltstoffe der Traubensilberkerze

Für medizinische Zwecke wird der getrocknete Wurzelstock der Traubensilberkerze eingesetzt. Er wird in der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache Cimicifugae rhizoma genannt – zu Deutsch: Traubensilberkerzenwurzelstock.

Die Festlegung der Qualität des Traubensilberwurzelstocks wird derzeit vorbereitet und wird im Europäischen Arzneibuch (PhEur) erscheinen.

Hierzu gehören auch die Inhaltstoffe. Zu ihren wichtigsten Komponenten zählen Triterpene, Chinolizidinalkaloide, Phenylpropanderivate, Cimicifugasäuren und Flavonoide.

Medizinische Wirkungen

Wirksam sind die Extrakte des Traubensilberkerzenwurzelstocks vor allem bei Frauenkrankheiten. Sie nützen nachweislich gegen Beschwerden in den Wechseljahren, bei Menstruationsbeschwerden wie Heißhunger vor und während der Regelblutungen, Wassereinlagerungen an Armen und Beinen und Kopfschmerzen. Auch sind die Extrakte erwiesenermaßen bei Regelschmerzen und bei Beschwerden des willkürlichen Nervensystems hilfreich.

Die Kommission E des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukten empfiehlt Extrakte aus dem Wurzelstock der Traubensilberkerze bei „Prämenstruellen und dysmenorrhoischen sowie bei klimakterisch bedingten neurovegetativen Beschwerden“.

Geschrieben von Redaktion 08.02.2011
Geschrieben von Redaktion 08.02.2011
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Erfahrungsberichte zu Traubensilberkerze

Fragen zu Traubensilberkerze

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