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Thymian - Thymus vulgaris/Thymus zygis

Thymian - Thymus vulgaris/Thymus zygis

Heilpflanze und Gewürzkraut von Bedeutung

Thymian (Thymus vulgaris) ist geradezu unentbehrlich, wenn es fett, mächtig oder „wehrsam“ wird. In einem Kräuterbuch von 1542 heißt es dazu recht eindeutig: „Thym gestossen zu pulver und mit saltz vermischt/zu der speiß genützt/ macht lustig zu essen.“ Tatsächlich ist der Thymian bis heute ein wichtiges Gewürz, vor allem in der französischen Küche.

Wissenswertes zu Thymian

Mit dem Einsatz des Thymians haben sich vor allem die Benediktinermönche beschäftigt. Rund um das Mittelmeer, wo der Thymian als typische Pflanze zu Hause ist, wurde er schon in Urzeiten vielfältig verwendet, so auch als Arzneimittel bei Erkrankungen der Atmungsorgane oder bei rheumatischen Beschwerden. Thymian bevorzugt leichte, kalkhaltige Böden, verträgt aber zudem tonreiche Standorte. Auch ist er wenig empfindlich gegen Trockenheit, verträgt jedoch starken Frost nicht sehr gut.

In Ägypten wurde Thymian auch zur Einbalsamierung Verstorbener eingesetzt, und gewiss nicht nur zur Parfümierung der Balsame: Man dachte, Thymian trage dazu bei, Zersetzungsprozesse zu verhindern. Heute weiß man, dass die antiseptischen Eigenschaften von dem wichtigen Inhaltstoff des Thymians zurückgehen, dem Thymol.

Die Bezeichnung Thymian bzw. Thymus wird oft auf das griechische „thymon“ oder „thyein“ zurückgeführt, was etwas in die Richtung von Geist, Mut, aber auch Rauch weist. Bezieht man aber die alten ägyptischen Zeichen „tham“ oder „thm“ für Thymus-Arten, die in Ägypten als Gemüse und wohl auch als Blumen angebaut wurden, in die Überlegungen mit ein, so könnte man annehmen, dass der Ursprung des Namens im Land am Nil zu suchen ist. Thymian hat viele sinnverwandte Namen, die teilweise auch auf die Verwendung im Haushalt hindeuten: Echter Thymian, Gartenthymian, Gemeiner Thymian, Hühnerkohl, Kuttelkraut und Römischer Thymian.

Botanik des Thymian

Thymian ist ein immergrüner, 30 bis 40 cm hoch wachsender, mehrjähriger Halbstrauch, der zu der Familie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae) gehört. Er hat aufrechte, aufsteigende Äste, die mit fortschreitendem Alter stark verholzen, und besitzt eine kräftige, verholzte Pfahlwurzel.
Die Blätter sind kurz gestielt oder sitzend und länglich bis eiförmig, spitz zulaufend, ganzrandig, am Rande eingerollt und vor allem auf der Blattunterseite filzig behaart. Die rosa oder weißen Blüten sitzen in den Blattachseln und bilden kugelige Scheinwirtel. Die hell- bis dunkelbraunen Nüsschen (Samen) sind kugelig und werden bis zu 1 mm groß.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltstoffe des Thymian

Der medizinisch verwendende Wirkstoff des Thymians ist sein getrocknetes Kraut (Blätter und Blüten). In der pharmazeutischen und medizinischen Fachsprache wird Thymiankraut als Thymi herba bezeichnet. Die Qualitätsregelung, wozu auch die Anteile der wirksamkeitsbestimmenden Inhaltstoffe gehören, wird durch das Europäische Arzneibuch (PhEur) geregelt.

Die wichtigsten Inhaltstoffe des Thymiankrautes sind die ätherischen Öle Tymol und Carvacrol. Darüber hinaus enthält das Kraut Kaffeesäurederivate, Flavonoide und Triterpene.

Medizinische Wirkungen

Thymiankraut ist ein hervorragendes pflanzliches Arzneimittel, das bei Husten und bei Entzündungen der Atemwege wirken kann. Es hilft erwiesenermaßen sowohl bei Reizhusten und kann gleichzeitig festsitzenden Bronchialschleim lösen. Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte und der europäische Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) empfehlen Extrakte aus Thymiankraut bei „Symptomen der Bronchitis und des Keuchhustens und bei Katarrhen der oberen Luftwege.

Geschrieben von Redaktion 10.02.2011
Geschrieben von Redaktion 10.02.2011
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Fragen zu Thymian

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