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Thymian - Thymus vulgaris/Thymus zygis

Thymian - Thymus vulgaris/Thymus zygis

Heilpflanze und Gewürzkraut mit großer Bedeutung

Thymian (Thymus vulgaris) ist geradezu unentbehrlich, wenn es fett, mächtig oder „wehrsam“ wird. In einem Kräuterbuch von 1542 heißt es dazu recht eindeutig: „Thym gestossen zu pulver und mit saltz vermischt/ zu der speiß genützt/ macht lustig zu essen.“ Tatsächlich ist der Thymian bis heute ein wichtiges Gewürz, vor allem in der französischen Küche – aber auch ein wirksames Heilkraut bei Erkältungskrankheiten.

Wobei hilft Thymian?

Thymiankraut und das daraus gewonnene Öl sind hervorragende pflanzliche Arzneimittel bei Husten und bei Entzündungen der Atemwege. Sie helfen erwiesenermaßen bei Reizhusten und können gleichzeitig festsitzenden Bronchialschleim lösen. Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte und der europäische Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) empfehlen Extrakte aus Thymiankraut bei „Symptomen der Bronchitis und des Keuchhustens und bei Katarrhen der oberen Luftwege. 

Wissenswertes zu Thymian

Mit der Wirkung des Thymians haben sich vor allem die Benediktinermönche beschäftigt. Rund um das Mittelmeer, wo der Thymian als typische Pflanze zu Hause ist, wurde er schon in Urzeiten vielfältig verwendet, so auch als Heilpflanze bei Erkrankungen der Atmungsorgane oder bei rheumatischen Beschwerden. Thymian bevorzugt leichte, kalkhaltige Böden, verträgt aber auch tonreiche Standorte. Auch ist er wenig empfindlich gegen Trockenheit, verträgt jedoch starken Frost nicht sehr gut.

In Ägypten wurde Thymian auch zur Einbalsamierung Verstorbener eingesetzt: Man dachte, Thymian trage dazu bei, Zersetzungsprozesse zu verhindern. Heute weiß man, dass die antiseptischen Eigenschaften auf den wichtigsten Inhaltsstoff des Thymians zurückgehen: das Thymol.

Die Bezeichnung Thymian bzw. Thymus wird oft auf das griechische „thymon“ oder „thyein“ zurückgeführt, was etwas in die Richtung von Geist, Mut, aber auch Rauch weist. Bezieht man aber die alten ägyptischen Zeichen „tham“ oder „thm“ für Thymus-Arten, die in Ägypten als Gemüse und wohl auch als Blumen angebaut wurden, in die Überlegungen mit ein, so könnte man annehmen, dass der Ursprung des Namens im Land am Nil zu suchen ist. Thymian hat viele sinnverwandte Namen, die teilweise auch auf die Verwendung im Haushalt hindeuten: Echter Thymian, Gartenthymian, Gemeiner Thymian, Hühnerkohl, Kuttelkraut und Römischer Thymian.

Botanik des Thymian

Thymian ist ein immergrüner, 30 bis 40 cm hoch wachsender, mehrjähriger Halbstrauch, der zu der Familie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae) gehört. Er hat aufrechte, aufsteigende Äste, die mit fortschreitendem Alter stark verholzen, und besitzt eine kräftige, verholzte Pfahlwurzel.
Die Blätter sind kurz gestielt oder sitzend und länglich bis eiförmig, spitz zulaufend, ganzrandig, am Rande eingerollt und vor allem auf der Blattunterseite filzig behaart. Die rosa oder weißen Blüten sitzen in den Blattachseln und bilden kugelige Scheinwirtel. Die hell- bis dunkelbraunen Nüsschen (Samen) sind kugelig und werden bis zu 1 mm groß.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Thymian

Der medizinisch verwendende Wirkstoff des Thymians sind sein getrocknetes Kraut (Blätter und Blüten) und das daraus destillierte Thymianöl. In der pharmazeutischen und medizinischen Fachsprache wird das Kraut als Thymi herba bezeichnet. Die Qualitätsregelung, wozu auch die Anteile der wirksamkeitsbestimmenden Inhaltstoffe gehören, wird durch das Europäische Arzneibuch (PhEur) geregelt.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Thymiankrautes sind die ätherischen Öle Tymol und Carvacrol. Darüber hinaus enthält das Kraut Kaffeesäurederivate, Flavonoide und Triterpene.

Geschrieben von Redaktion 30.03.2012
Geschrieben von Redaktion 30.03.2012
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