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Salbei – Salvia officinalis

Salbei – Salvia officinalis

Beliebte Heil- und Gewürzpflanze

Wer Salbei (Salvia officinalis) selber anpflanzen möchte, kauft sich am besten im Fachgeschäft eine Jungpflanze. Innerhalb weniger Jahre wächst diese zu einem kräftigen Halbstrauch heran, der zu medizinischen Zwecken genutzt werden und den Würzbedarf einer ganzen Familie decken kann. Hierfür schneidet man kurz vor der Blütezeit die Triebspitzen zum Trocknen ab. Im Spätsommer ist dann eine zweite Ernte möglich. Gerade als Heilpflanze ist Salbei vielfältig einsetzbar und kann bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum, bei Magen-Darmbeschwerden und gegen übermäßiges Schwitzen helfen.

Wissenswertes über den Salbei

Salbei bevorzugt sonnige, trockene Standorte und kalkhaltige Böden. Neben dem Einsatz als Arzneipflanze wird der Salbei auch als Küchenkraut gerne verwendet: „…und er tauche die Speise, der es essen will, hinein und er hat Appetit zu essen“ – diese Zubereitung aus Essig, Salbei, Kerbel und Knoblauch empfiehlt die später heiliggesprochene Benediktinerin Hildegard von Bingen für einen, der „Widerwillen gegen das Essen hat“.

Woher kommt der Name des Salbeis? Die Ableitung des Namens lässt sich in etwa wie folgt erklären: Salbei – Salvia – salvare – salvere, also heilen, gesund sein. Einen treffenderen Namen konnte man dem Halbstrauch aus dem Süden Europas kaum verleihen.

Außerdem schätzen Feinschmecker die Pflanze besonders als feines, abrundendes Gewürz zu Wild, Hammelbraten, Fisch, zu Suppen, Eintöpfen und vielem mehr.

Blickt man auf die Schriften des Botanikers, Arztes und Theologen Hieronymus Bock zurück, dann zeigt sich, dass alkoholische Auszüge aus dem Salbei die Wirkung der Heilpflanze unterstreichen können. Immer wieder rät er, die betreffenden Würz- und Heilpflanzen mit Wein auszulaugen. In diesem Zusammenhang heißt es in einem seiner Texte „Salbeiwein oder das Kraut in Wein gesotten, ist im ganzen innerlich nützlich wenn getrunken.“

Auf die Verwendung des Salbeis als Küchenkraut deuten auch eine Reihe seiner Synonyme hin: Dalmatiner-Salbei, Edelsalbei, Edler Salbei, Fischsalbei, Gartensalbei, Königssalbei, Rauch-Salbei Sabikraut, Scharlachkraut, Scharlei, Tugendsalbe.

Botanik des Salbei

Der Salbei ist ein 50 bis 60 Zentimeter hoher Halbstrauch, der zu der Familie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae) gehört. Mit seinen unten verholzten und verzweigten Stängeln, entspringt er einem büschelförmigen, tiefreichenden Wurzelstock. Die gegenständig stehenden Blätter sind langgestielt, länglich eiförmig, leicht gezahnt und vor allem in der Jugendphase dicht silbrig behaart. Die Oberseite zeigt eine stark eingesenkte, netzförmige Nervatur, die auf der Blattunterseite stark hervortritt. Die Blüten sind in zu sechs bis acht übereinander stehenden Scheinquirlen angeordnet und von blauer, violetter, manchmal auch weißer Farbe. Die Samen (Nüsschen) sind kugelig, zirka zwei Millimeter groß, dunkelbraun bis schwarz, mit einem weißen Nabel.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltstoffe des Salbei

Medizinischer Wirkstoff des Salbeistrauches sind seine Blätter. Sie heißen in der pharmazeutischen und medizinischen Fachsprache Salviae folium. Die Ansprüche an die Qualität der Salbeiblätter sind im Europäischen Arzneibuch (PhEur) festgelegt.

Salbeiblätter enthalten einen wertvollen Mix aus Inhaltstoffen. Zu ihnen gehören in erster Linie ätherische Öle mit den Hauptkomponenten Thujon, Cineol und Campfer. Außerdem enthalten Salbeiblätter Gerbstoffe (vorwiegend Lamiacengerbstoffe), Bitterstoffe, Triterpene, Steroide und Flavonoide.

Medizinische Wirkungen

Salbeiblätter haben mehrere medizinische Wirkungen. Äußerlich angewendet, z.B. als Gurgellösung, hilft der Salbeiblätter-Extrakt erwiesenermaßen bei Entzündungen im Bereich des Mundes und des Rachens. Setzt man den Extrakt innerlich ein, zum Beispiel als Salbeitee, nützt er nachweislich bei Magen-Darmbeschwerden und bei übermäßiger Schweißbildung.

Sowohl die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte und der europäische Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) empfehlen Extrakte aus Salbeiblättern äußerlich bei „Entzündungen der Mund- und der Rachenschleimhaut“ und innerlich „bei dyspeptischen Beschwerden und vermehrter Schweißsekretion.“

Geschrieben von Redaktion 07.02.2011
Geschrieben von Redaktion 07.02.2011
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