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Sägepalme – Sabal serrulata/Serenoa repens

Sägepalme – Sabal serrulata/Serenoa repens

Indianisches Nahrungs- und Potenzmittel

Man findet sie in den sumpfigen Küstengebieten der Südstaaten der USA. Den Verzehr der Früchte der Sägepalme (Sabal serrulata/Serenoa repens) haben einst die Indianer für sich entdeckt. Ein Geheimnis, das sie an die Einwanderer weitergaben: Die Früchte galten als wirksames Aphrodisiakum. Der abgekochte Wurzelsud wurde außerdem lange Zeit als Mittel gegen Bluthochdruck eingesetzt. In der modernen Naturheilkunde ist die Sägepalme (Sabal) neben Kürbissamen und der Wurzel der Brennnessel eines der wichtigsten pflanzlichen Arzneimittel bei Prostatavergrößerung.

Wissenswertes über die Sägepalme 

In South Carolina, im südlichen Kalifornien und in Florida ist die Sägepalme (Sabal) häufig und in Wildwuchs anzutreffen, allerdings wird sie hier auch zur Herstellung von Arzneimitteln kultiviert. Hierfür dienen die luftgetrockneten Früchte der Pflanze. Hierzulande findet man die Sägepalme wohl vor allem in botanischen Gärten.

Aber auch von Sklaven, die in die Bahamas verschleppt wurden, ist die Anwendung der Sägepalme als Heilpflanze bekannt. Sie setzten den Wirkstoff vor allem bei Lebensmittelvergiftungen und Libidoverlust ein, außerdem zur Sensibilisierung der Haut. Zusammen mit anderen Heilpflanzen wie Vanille wurden die Früchte der Sägepalme mit Rum angesetzt. Nachdem der Extrakt zwei Wochen lang geruht hatte, nahm man täglich zwei Gläschen davon ein. Zumindest die seelische Not mag der Schnaps wohl gelindert haben.

In Europa ist die Sägepalme etwa seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts bekannt und wird hierzulande auch Sabalfrucht, Zwergpalme, Sägezahnpalme oder Deichpalme genannt.

Botanik der Sägepalme

Die Sägepalme (Sabal) ist eine strauchartige Palme, die eine Höhe von bis zu sechs Metern erreicht und zur Familie der Palmengewächse (Arecaceae) gehört.

Sie besitzt einen kurzen Stamm und einen Wurzelstock, der entlang des Stammes kriecht. Ihre Blätter sind scharf gesägt und die Blattstiele sind von Stacheln übersät. Zwischen den Blättern entwickeln sich die beigefarbenen Blüten in kurzen, behaarten und verzweigten Blütenständen. Aus diesen Blüten entstehen die dunkel lila- bis purpurfarbenden eiförmigen Früchte. Sie erreichen eine Größe von etwa drei Zentimetern.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltstoffe der Sägepalme

Die Wirkstoffe der Sägepalme sind seine Früchte. Sägepalmenfrüchte werden in der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache als Sabalis serrulatae fructus bezeichnet. Die Qualität der Früchte ist durch das Europäische Arzneibuch (PhEur) geregelt.

Sägepalmenfrüchte enthalten einen Mix aus wirksamen fetten Ölen mit freien Säuren, Fettalkoholen und Fettsäureethylestern. Daneben sind in ihnen Zuckerverbindungen (Polysaccharide) und Phytosterole enthalten.

Medizinische Wirkungen

Ein Extrakt aus Sägepalmenfrüchten kann gut bei Beschwerden beim Wasserlassen und unregelmäßigem Harndrang aufgrund einer vergrößerten Prostata eingesetzt werden. Zwar können derlei Extrakte die vergrößerte Drüse nicht verkleinern, ihre Wirkung hemmt jedoch nachweislich das Wachstum. Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte befürwortet die Anwendung von Sägepalmen-Extrakten bei „Miktionsbeschwerden bei benigner Prostatahyperplasie im Stadium I und II.“

Geschrieben von Redaktion 26.02.2014
Geschrieben von Redaktion 26.02.2014
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