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Ringelblume – Calendula officinalis

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Ringelblume – Calendula officinalis

Die Ringelblume: hilft der Haut, wirkt bei Halsschmerzen

Früher war eine Ringelblume im Garten für den Bauern oft besser als ein Wetterbericht: Waren die Blüten beim Aufstehen schon geöffnet, blieb es den ganzen Tag schön. Nach sieben Uhr früh noch geschlossene Blüten kündigten Regen an. Doch nicht nur für die Wetterdeutung waren die Blumen vor dem Haus gut. Die Ringelblume ist seit langer Zeit als gut wirksame Heilpflanze bekannt und durfte in keiner Hausapotheke fehlen. Auch heute noch können wir von ihren Wirkungen profitieren.

Wobei hilft die Ringelblume?

Die Blüten der Ringelblume können sowohl innerlich als auch äußerlich eingesetzt werden. Bei innerer, örtlicher Anwendung helfen die Blüten nachweisbar bei Entzündungen der Schleimhaut im Mund und im Rachen (Mundschleimhautentzündung, Stomatitis; Zahnfleischentzündung; Halsschmerzen).

Äußerlich verwendet wirken Ringelblumenblüten bei schlecht heilenden Wunden und beim offenen Bein (offene Wunde, oft bei Diabetikern).

Offiziell bestätigte Wirkungen:
  • Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte befürwortet die therapeutische Anwendung von Ringelblumenblüten innerlich „bei entzündlichen Veränderungen der Mund- und Rachenschleimhaut“ und äußerlich „bei Wunden, auch mit schlechter Heilungstendenz sowie bei Ulcus cruris.“
  • Der europäische Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) schließt sich dieser Empfehlung weitetestgehend an, nennt jedoch die Behandlung des offenen Beins (Ulcus cruris) in ihrer Bewertung nicht.

Wissenswertes über die Ringelblume

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Generationen von Bäuerinnen bereiteten schon vor Jahrhunderten aus der Ringelblume einen heilungsfördernden Gesundheitstee. Später wurden die typischen gelben Blütenblätter zur Verfälschung des teuren Safrans verwendet. Außerdem stelle man daraus ein Butterfärbemittel her.

In der mittelalterlichen Volksmedizin wurde Ringelblumentee als Magenmittel und – nach der damals vertretenen Signaturenlehre – auch gegen Gelbsucht getrunken. Fälschlicherweise glaubten die Menschen damals, aufgrund der Farbe von Pflanzenstoffen auf ihre Heilwirkung schließen zu können.

Ausführlich erwähnt wurde die Ringelblume mit ihren wohltuenden Wirkungen u.a. in den Schriften der Äbtissin Hildegard von Bingen (1098-1179), die den Saft der hübschen Blume mit Bohnenmehl vermischt bei Verdauungsbeschwerden empfahl. Aus der Masse produzierte man dann in einem „schon etwas abgekühlten Backofen“ kleine Küchlein, die zu essen waren.

Die Ringelblume hat unzählige Namenssynonyme. Einige dieser Bezeichnungen lauten: Goldblume, Ringelrose, Sonnenwendblume und Totenblume. Sie ist in fast ganz Europa verbreitet. Nur im hohen Norden trifft man die Ringelblume nicht mehr an. Außerdem kommt sie in Westasien und den USA vor.

Rückblickend lässt sich feststellen, dass die Ringelblume fast immer in Kultur angebaut wurde. Ihre hübsche Blüte und ihre medizinischen Wirkungen verleiten nicht umsonst dazu. Außerdem stellt die Ringelblume nur geringe Ansprüche an den Boden. Auch auf Lehm- und Moorböden ist sie sehr blühwillig. Sehr trockene Standorte sind hingegen weniger geeignet.

Botanik der Ringelblume

Bei der Ringelblume handelt es sich um eine einjährige, selten überwinternde bis 60 cm hoch wachsende Pflanze, die der Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae) zugehörig ist. Ihre Wurzel ist eine spindelförmige, faserig verzweigte Pfahlwurzel. Der Stängel wächst aufrecht, ist kantig, wenig verzweigt und mit wechselständig stehenden Laufblättern.

Ringelblumenblätter sind klebrig, leicht behaart, die unteren verkehrt eiförmig, die oberen länglich lanzettlich. Die Blüten stehen einzeln an geblätterten Blattstielen, wobei die Blütenkörbchen mit zahlreichen schmal lanzettlichen Blättchen versehen sind. Ihre Zungenblüten sind eigelb bis orange.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltstoffe der Ringelblume

Das medizinisch eingesetzte Pflanzenteil der Ringelblume ist ihre Blüte. Bei Ringelblumenblüten als Wirkstoff handelt es sich um die vollständig entwickelten und getrockneten Zungenblüten und wenige Röhrenblüten der Pflanze. Der Blütenboden wird entfernt.

In der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache werden Ringelblumenblüten als Calendulae flos bezeichnet. Anforderungen an die Qualität des Wirkstoffes sind im Europäischen Arzneibuch (PhEur) festgeschrieben. Dies gibt beispielsweise einen Mindestflavonoidgehalt von >0,4% Flavonoide vor.

Neben den Flavonoiden enthalten Ringelblumenblüten jedoch noch eine ganze Reihe anderer Inhaltstoffe. Sie sind reich an Triterpensaponinen, Triterpenalkohlen, Carotinoiden, ätherischen Ölen und an wasserlöslichen Polysaccariden.

Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann
Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 25.11.2014

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