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Pfefferminzöl – Menthae piperitae aetheroleum

Pfefferminzöl – Menthae piperitae aetheroleum

Innerlich und äußerlich bei Schmerzen

Die Pfefferminze umfasst zwei Wirkstoffe: Pfefferminzblätter und die daraus gewonnenen ätherischen Öle (Pfefferminzöl).

Pfefferminzöl besteht aus verschiedenen ätherischen Ölen, die ihre Wirkungen zusammen je nach Anwendungsort sehr unterschiedlich entfalteten.

Innerlich angewendet nützen die ätherischen Öle vor allem bei Problemen im Magen- und Darmbereich und bei Verdauungsbeschwerden. Hierbei kann der Wirkstoff einerseits Entzündungen hemmen und anderseits die Verdauung verbessern.

Sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet regt das Pfefferminzöl die Bronchialsekretion an, weswegen es bei Entzündungen der oberen Luftwege hilfreich sein kann.

Bei Schmerzen der Muskeln, Nerven und bei Kopfschmerzen sowie bei Juckreiz kommt der nachweisliche schmerzblockierende Effekt des Pfefferminzöls zum Einsatz.

Auf einen Blick:

Pfefferminzöl

  • Wirkt: krampflösend, blähungstreibend, galletreibend, gegen Bakterien, sekret-treibend, kühlend, beschleunigend auf die Magenentleerung, örtlich betäubend, gewebereizend
  • Kann innerlich eingesetzt werden bei: krampfartigen Magen-Darmbeschwerden und der Gallenwege, Reizdarmsyndrom, Mundschleimhautentzündungen
  • Kann innerlich und äußerlich eingesetzt werden bei: Entzündungen der oberen Luftwege
  • Kann äußerlich eingesetzt werden bei: Muskelschmerzen, Nervenschmerzen, Kopfschmerzen, Juckreiz

Inhaltstoffe des Pfefferminzöls

Pfefferminzöl setzt sich aus verschiedenen ätherischen Ölen zusammen, von denen 3 ätherische Öle zu den wirksamkeitsbestimmenden Inhaltstoffen gehören. Sie werden durch Wasserdampfdestillation aus den Blättern gewonnen und heißen namentlich Menthol, Menthon und Menthofuran. Besonders bekannt ist das ätherische Öl Menthol. Tatsächlich bildet Menthol mit mindestens 44% des Gesamtanteils an ätherischen Ölen den größten Posten (Zusammensetzung s. Herstellung). Dennoch werden die meisten Wirkungen nur durch das Zusammenspiel mit den anderen Komponenten erreicht.

Anwendung bei Blähungen, Völlegefühl und Appetitlosigkeit und krampfartigen Magen-Darmbeschwerden und Reizdarm

Natürliche Hilfe für die Verdauung und bei Schmerzen

Pfefferminzöl ist ein großartiger Wirkstoff, der je nach Anwendungsart kleine Wunder vollbringen kann.

Innerlich eingesetzt wirken die ätherischen Öle des Pfefferminzöls auf die Muskulatur im Magen-Darmbereich. Vergleichbar mit der Wirkung der Pfefferminzblätter verhindern die Komponenten in dem Pfefferminzöl den Calciumeinstrom in die Zellen. Aus diesem Grund kommt es zu einer entspannenden und entkrampfenden Wirkung im Magen-Darmbereich.

Ebenfalls vergleichbar mit der Wirkung der Pfefferminzblätter sind die Effekte des Pfefferminzöls auf die Speiseröhre – oder besser gesagt auf den Schließmuskel der Speiseröhre. Pfefferminzöl vermindert die Geschwindigkeit der Arbeit des Schließmuskels, weswegen sich der Magen schneller entleeren kann.

Anwendung bei Erkältung und Husten, Bronchitis und Schnupfen und Stomatitis

Ätherische Öle bei Infekten und Entzündungen

Unterschiedlich ist allerdings die Wirkung auf die Bronchien. Der gesamte Bronchialbaum ist mit mikroskopisch kleinen Flimmerhärchen ausgekleidet. Sie befördern Fremdstoffe aus den Lungen nach draußen. Pfefferminzöl regt diese Härchen zu erhöhter Tätigkeit an, so dass auch festsitzender Schleim abgehustet und nach draußen befördert werden kann. Darüber hinaus besitzt das Öl Wirkungen gegen Bakterien und Pilze. Besonders bei bakteriellen Infektionen kann es daher als Inhalation bei Entzündungen der oberen Luftwege hilfreich sein.

Innerlich z.B. als Gurgellösung angewendet kann das Pfefferminzöl auch örtlich gegen Bakterien und Pilze wirken. Aus diesem Grund eignet es sich zur Anwendung bei Schleimhautentzündungen im Mund.

Anwendung bei Kopfschmerzen

Schmerz lass nach

Bei Muskel-, Sehnen- und Kopfschmerzen sowie bei Juckreiz wirken die Inhaltstoffe des Pfefferminzöls äußerlich angewendet ganz anders. Örtlich aufgetragen regt das Pfefferzminöl die Kälteempfangsstellen (Rezeptore) in der Haut an. Der (spürbare) Kältereiz wird weitergeleitet und führt zu einer Blockade der Schmerzleitung.

Aus diesem Grund wird Pfefferminzöl heute gerne bei Spannungskopfschmerzen bis hin zu Migräne eingesetzt.

Pfefferminzöl

Darreichungsform und Dosierung des Pfefferminzöles

Pfefferminzöl ist Bestandteil zahlreicher Fertigarzneimittel. In diesem Text wird die Anwendung des Pfefferminzöls beispielhaft anhand der Anwendungsbereiche dargestellt.

Ätherisches Öl

Bei Verdauungsproblemen, Reizdarmsyndrom sowie bei Magen-Darmbeschwerden kann das Pfefferminzöl in seiner reinen Form innerlich angewendet werden. Geben Sie hierzu 2 bis 4 Tropfen des Öls auf ein Stückchen Zucker und lassen dieses im Mund zergehen.

Dosierung

Wenden Sie das ätherische Öl bis zu 3-mal täglich innerlich an bis die Beschwerden nachlassen.

Inhalation

Bei (beginnenden) Entzündungen der oberen Luftwege aber auch bei hartnäckigem Husten eignet sich Pfefferminzöl gut zur Inhalation. Nehmen Sie hierzu ein größeres, breites Gefäß. Geben Sie in das Gefäß etwa 1 Liter heißes Wasser und 3 bis 5 Tropfen des Pfefferminzöls. Zur Inhalation legen Sie sich bitte ein großes Handtuch über den Kopf, damit die Dämpfe nicht entweichen können.

Dosierung

Inhalieren Sie je nach Intensität der Beschwerden 2 bis 3-mal täglich.

Einreibung

Bei Muskel-, Sehnen und Kopfschmerzen sowie bei Juckreiz kann das ätherische Öl bei äußerer Anwendung zu guten Erfolgen verhelfen. Reiben Sie hierzu einige Tropfen des Pfefferminzöls auf die betroffene Stelle ein.

Dosierung

Führen Sie die Einreibung je nach Intensität der Beschwerden 1 bis 3-mal täglich durch.

Pfefferminzöl

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Bei empfindlichen Personen kann es zu Magenbeschwerden kommen.

Nicht angewendet werden sollte Pfefferminzöl von Asthmatikern. Bei einem Asthma-Anfall können die enthaltenen ätherischen Öle die Krämpfe verstärken.

Ebenfalls sollte auf eine Anwendung bei einem Verschluss der Gallenwege, bei Gallenblasenentzündung und bei schweren Leberschäden verzichtet werden. Durch die gallefördernde Wirkung kann es bei Personen, die an Gallensteinen leiden zu schweren Krämpfen (Koliken) kommen.

Achtung! Wenden Sie das Pfefferminzöl nicht im Bereich des Gesichtes von Säuglingen und Kleinkindern an. Es kann zu einer Verminderung der Atmung und Erstickung kommen.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Pfefferminzöl ist als Fertigarzneimittel in Form von Dragees (bei Magen-Darm-Beschwerden) und einer Lösung zur Anwendung auf der Haut (Mittel gegen Spannungskopfschmerzen) verfügbar. In Kombination mit anderen Heilpflanzen erhalten Sie das Öl zum Einreiben, als Nasentropfen und als Schnupfencreme bei Erkrankungen der Atemwege, sowie in Form von Kapseln (Mittel gegen Magen-Darm-Beschwerden), Pastillen (Schleimlöser) und Flüssigkeit zum Gurgeln (bei Mundentzündungen). Darüber hinaus können Sie das Öl in seiner reinen Form als ätherisches Öl im Handel erwerben.

Die ätherischen Öle in dem Pfefferminzöl wirken innerlich angewendet nachweislich bei krampfartigen Beschwerden im oberen Magen-Darmbereich und im Bereich der Gallenwege sowie beim Reizdarmsyndrom und bei Mundschleimhautentzündungen. Innerlich und äußerlich eingesetzt hilft das Pfefferminzöl erwiesenermaßen gegen Entzündungen der oberen Luftwege.

In seinem äußerlichen Einsatz wirkt das Pfefferminzöl beweisbar bei Muskel-, Nerven- und Kopfschmerzen sowie bei Juckreiz.

In der Volksheilkunde wird Pfefferminzöl entsprechend der offiziell anerkannten Wirkungen eingesetzt.

Geschrieben von Redaktion 08.02.2011
Geschrieben von Redaktion 08.02.2011
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Erfahrungsberichte zu Pfefferminze

Fragen zu Pfefferminze

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Kunden fragen nach Zahncreme oder anderen Präparaten ohne Pfefferminzöl oder Menthol weil sie gerade in einer
homöopatischen Behandlung sind.
Danke für ihre Bemühungen
Mit freundlichem Gruß
Viola Bo

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