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Myrrhe - Myrrha

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Myrrhe - Myrrha

Wohlduftend und hilfreich bei Schleimhautentzündungen

Medizinischer Wirkstoff des Myrrhenbaums ist das an der Luft getrocknete Gummiharz (Myrrhe), welches aus der Rinde von Commiphora molmol oder vergleichbarer Arten mit ähnlicher chemischer Zusammensetzung gewonnen wird. Myrrhe(n), die üblicherweise als Tinktur angewendet werden, helfen durch ihre ätherischen Öle nachweislich bei leichten Entzündungen der Schleimhaut im Mund (Mundschleimhautentzündung, Stomatitis, Zahnfleischentzündung) und im Rachen (Halsschmerzen). Der Wirkstoff hilft übrigens auch bei Druckstellen durch Zahnprothesen.

Auf einen Blick:

Myrrhe

  • Wirkt: hemmend gegenüber Krankheitserregern (desinfizierend), entzündungshemmend, fördernd auf die Zellerneuerung
  • Können eingesetzt werden: bei leichten Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut

Inhaltsstoffe der Myrrhe

Die medizinischen Wirkungen der Myrrhe werden den enthaltenen ätherischen Ölen zugesprochen. Myrrhe enthält zwischen 2 bis 10% dieser flüchtigen Öle, wobei Sesquiterpene, Furanosesquiterpene und Monoterpene den größten Anteil ausmachen.

Ätherische Öle zeigen alle mehr oder weniger starke Aktivitäten gegen Krankheitskeime wie Bakterien oder Pilze.

Bei der ätherisch-öl-Zusammensetzung der Myrrhe ist diese Wirkung jedoch besonders ausgeprägt. Sie hemmen entweder die Entwicklung von Pilzen oder Bakterien oder töten sie ab.

Anwendung bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut

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Hemmend auf entzündungsauslösende Krankheitserreger

Die Myrrhe wurde schon immer mit Reinigung und dem Abwehren von Krankheitserregern verbunden. Besonders Letzeres trifft auf die ätherischen Öle, die in der Myrrhe enthalten sind zu.

Myrrhen zeigen ausgeprägte Eigenschaften zur Bekämpfung von Bakterien, z.B. Staphylococcus aureus, und Pilzen, wie Candida albicans.

Die ätherischen Öle der Myrrhe haben einen großen Vorteil. Sie können Fette lösen, die auf der Zellhülle (Membran) von Krankheitserregern vorkommen. Dadurch können sie in den Mikroorganismus eindringen und von innen heraus (z.B. innen im Bakterium) den Stoffwechsel des Erregers beeinflussen. Dieser Wirkmechanismus sieht bei der Myrrhe vor, dass entweder die Entwicklung/ Vermehrung des Bakteriums oder Pilzes gehemmt wird, oder die Erbsubstanz soweit geschädigt wird, dass der Eindringling abstirbt. Als Folge klingt die Entzündung ab.

Entzündetes, geschädigtes Gewebe im Mund- und im Rachenbereich (Halsschmerzen, Zahnfleischentzündung, Entzündungen der Mundschleimhaut) kann sehr schmerzhaft sein.

Myrrhen tragen indirekt zur Wundheilung bei, indem sie die Zellerneuerung (Granulutionsförderung) ankurbeln. Aufgrund dieses Effektes klingt nicht nur die Entzündung schneller als ohne Myrrhe ab, auch die geschädigte Schleimhaut wird in kurzer Zeit wieder intakt gesetzt und die Schmerzen vergehen.

Myrrhe

Darreichungsform und Dosierung der Myrrhe

Myrrhentinktur

Myrrhentinktur ist ein traditionelles Arzneimittel, das vor allem bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut Linderung verschaffen kann.

Zur Herstellung von Myrrhentinktur (Mischungsverhältnis 1:5) benötigen Sie:
  • 10,0 g Myrrhe
  • 100,0 g 90%igen Ethanol

Geben Sie die Myrrhe und den Alkohol (beides in Arzneibuchqualität in Apotheken erhältlich) in eine zuvor mit Namen und Datum beschriftete Weithalsflasche. Verschließen Sie das Gefäß und lassen Sie die Tinktur 3 Wochen ziehen. Gelegentlich sollte die Myrrhentinktur geschüttelt werden. Anschließend wird die Tinktur durch ein engmaschiges Sieb abgefiltert, in eine beschriftete Flasche Tropfflasche gefüllt und außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt.

Anwendung

Geben Sie auf 100 ml lauwarmes Wasser 10 Tropfen der Myrrhentinktur. Spülen Sie die entzündete Stelle im Mund oder Rachen mit der Tinktur aus, oder tragen Sie die verdünnte Tinktur mit einem Pinsel auf. Die verdünnte Tinktur eignet sich ebenfalls hervorragend zum Gurgeln.

Myrrhe

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken und Nebenwirkungen sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen (etwa 30 Tropfen) der Myrrhe (Tinktur) zum Spülen oder Gurgeln nicht bekannt.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Myrrhe ist als Fertigarzneimittel in Form von Tinkturen erhältlich. Weiterhin wird Myrhhe in zahlreichen Körperpflegeprodukten eingesetzt.

Myrrhe verfügt über keimabtötende und zusammenziehende Eigenschaften. Besonders in Form einer Myrrhentinktur eignet sich der Wirkstoff hervorragend zur Behandlung von leichten Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut.

In der Volksmedizin wird die Myrrhe bei Darmerkrankungen, Darmentzündungen und bei Husten eingesetzt.

Quellen:
  • Augustin M, Schmiedel V: Leitfaden Naturheilkunde. 4. Auflage, Stuttgart 2003
  • Hänsel R, Sticher O: Pharmakognosie – Phytopharmazie. 8. Auflage, Heidelberg 2007
Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann
Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 24.11.2014

Studien zu Myrrhenstrauch – Commiphora molmol

Studientitel
Efficacy and safety of a herbal medicinal product containing myrrh, chamomile and coffee charcoal for the treatment of gastrointestinal disorders: a non-interventional study
Jahr
2014
Kurzinfo
Myrrhe als medizinischer Wirkstoff ist in der Phytotherapie bislang in erster Linie für seine antientzündlichen Wirkungen in Mund und Rachen bekannt. Das Fachmedium British Medical Journal Open Gastro  Mehr...veröffentlichte kürzlich die Ergebnisse einer Studie, die sich mit einem anderen, bis dahin wenig bekannten Indikationsfeld beschäftigt: Verdauungsbeschwerden.