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Lavendelöl – Lavandulae aetheroleum

Lavendelöl – Lavandulae aetheroleum

Echter Lavendel (Lavandula angustifolia) hat zwei medizinische Wirkstoffe: seine Blüten (Lavandulae flos) und das daraus gewonnene Lavendelöl (Lavandulae aetheroleum).

Die Effekte von Lavendelöl sind mit denen der Lavendelblüten fast identisch – aber eben nur fast. Der Wirkstoff nützt innerlich eingesetzt erwiesenermaßen bei Unruhe, Nervosität bis hin zu nervöser Erschöpfung und Schlafstörungen. Auch hilft das ätherische Öl bei starken, schmerzhaften Blähungen, Magen-Darmbeschwerden und kann wegen seiner gallesaftanregenden Wirkung auch die Verdauung verbessern.

Äußerlich eingesetzt, zum Beispiel als Badezusatz, kann es Kreislaufbeschwerden wie Herzrasen entgegenwirken.

Zusätzlich kann das Lavendelöl bei Hauterkrankungen wie Akne und zur Wundbehandlung eingesetzt werden. Wegen der erwiesenen Effekte gegen Entzündungen, Bakterien und Pilzen, erscheinen die Anwendungsgebiete plausibel, sind aber offiziell nicht anerkannt.

Auf einen Blick:

Lavendelöl

  • Wirkt: beruhigend, blähungstreibend, anregend auf die Gallesaftproduktion, gegen Keime, entzündungshemmend, gegen Pilze, gegen Insekten, gegen Zecken und Milben
  • Kann innerlich eingesetzt werden: zur Beruhigung, bei Nervosität und Einschlafstörungen, bei Magen-Darmbeschwerden
  • Kann äußerlich eingesetzt werden: bei Kreislaufbeschwerden, traditionell bei Hauterkrankungen und zur Wundbehandlung

Inhaltsstoffe des Lavendelöls

Die wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffe im Lavendelöl sind seine ätherischen Öle, zu den vorwiegend Linalylacetat und Linalool gehören. Sie sind es, die für die entspannende Wirkung auf das Zentralnervensystem (ZNS) verantwortlich sind, gleichzeitig die Gallesaftproduktion verstärken können und zudem bei Hauterkrankungen und bei Wunden wirksam sein sollen.

Anwendung des Lavendelöls bei Nervosität, Unruhe und Verdauungsbeschwerden

Wohlriechender Wirkstoff

Beim Öffnen eines Fläschchens mit Lavendelöl strömen einem die angenehmen, frischen und blumigen Düfte der hübschen Pflanze entgegen. Vor allem aber innerlich angewendet wirkt das Öl aus dem Lavendel nachweislich, wie auch die getrockneten Lavendelblüten, auf das Zentralnervensystem (ZNS), das seine Signale über das Rückenmark in alle noch so entfernten Orte unseres Körpers sendet.

Lavendelöl wirkt erwiesenermaßen beruhigend und entspannend auf das ZNS, sodass etwa Nervosität, Unruhe und schlaflose Nächte bald der Vergangenheit angehören können.

Weil die beruhigenden Signale in alle Teile des Körpers versendet werden, kann der Wirkstoff außerdem bei nervösen Magen-Darmbeschwerden agieren. Zusätzlich können die ätherischen Öle auch die Gallesaftproduktion anregen, weswegen auch schwere Speisen, leichter verdaut werden können.

Äußerlich angewendet, wird Lavendelöl gerne in Form von Bädern eingesetzt. Hier hilft es erwiesenermaßen bei Kreislaufstörungen, die auf die Funktionstüchtigkeit des Herz-Kreislaufsystems zurückgehen. Aus diesem Grund wird Lavendelöl gerne von Bluthochdruckpatienten in Anspruch genommen.

Auch eine Wirkung des Lavendelöls gegen Krankheitskeime, Pilze und Entzündungen scheint bewiesen zu sein – ist jedoch offiziell nicht anerkannt. Lavendelöl zeigt bewiesenermaßen Effekte gegen verschiedene Bakterien (z.B. Escherichia coli und Staphylococcus aureus) sowie gegen Pilze (Candida albicans). Aus diesen Gründen wird Lavendelöl – auch wegen seiner milden Wirkung – gerne zur Behandlung von Hauterkrankungen sowie Wunden (auch Sonnenbrand) eingesetzt.

Lavendelöl

Darreichungsform und Dosierung des Lavendelöls

Öl zur innerlichen Anwendung

Bei Unruhe, Nervosität aber auch bei Magen-Darmbeschwerden wird die Einnahme von reinem Lavendelöl offiziell empfohlen. Geben Sie hierzu 1 bis 4 Tropfen Lavendelöl auf ein Stückchen Zucker.

Dosierung

Lassen Sie den Zucker mit dem Lavendelöl auf der Zunge zergehen.

Öl zur äußeren Anwendung

Zur Regenerationsförderung der Haut, gegen Entzündungen und Schmerzen, kann das Lavendelöl äußerlich direkt auf die Haut aufgetragen werden. Es ist eines der wenigen ätherischen Öle, die nicht verdünnt werden müssen.

Anwendung

Geben Sie einen Tropfen Lavendelöl auf Ihre Handinnenflächen und reiben Sie die betroffe Hautstelle vorsichtig damit ein.

Lavendelspiritus

Vor allem bei nervösen Beschwerden kann die innerliche Einnahme von Lavendelspiritus hilfreich sein. Äußerlich kann der Spiritus bei Hautbeschwerden wie Akne aber auch bei rheumatischen Beschwerden und Nervenschmerzen eingesetzt werden. Für die Herstellung benötigen Sie:

  • Lavendelöl 0,5 g
  • Weingeist (90%) 75,0 g
  • Gereinigtes Wasser 25,0 g

Geben Sie die Zutaten in eine zuvor beschriftete Flasche mit einem Tropfeinsatz (erhältlich in Apotheken) und lassen Sie die Mischung 3 Tage lang ruhen.

Dosierung

Bei nervösen Beschwerden nehmen Sie bitte 1-mal täglich 10 bis 15 Tropfen des Lavendelspiritus mit Wasser verdünnt ein.

Bei äußerlicher Anwendung kann der Spiritus unverdünnt auf die betroffene Hautstelle aufgetragen werden.

Lavendelöl

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken und Nebenwirkungen sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen des Lavendelöls nicht bekannt. Es besitzt jedoch ein geringes Vermögen zur Sensibilisierung.

Generell sollte ätherisches Öl, auch Lavendelöl, niemals bei Säuglingen und nicht im Bereich des Gesichtes, speziell der Augen angewendet werden.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Lavendelöl ist als Fertigarzneimittel in Form von Kapseln und einer öligen Einreibung erhältlich (Mittel gegen Unruhezustände). In Kombination mit anderen Wirkstoffen ist das Öl in Form einer Creme verfügbar (bei Herzbeschwerden). Natürlich erhalten Sie auch naturreines Lavendelöl in der Apotheke.

Lavendelöl wirkt innerlich angewendet nachweislich gegen Unruhe, Einschlafstörungen und Oberbauchbeschwerden. Äußerlich eingesetzt nützt das Öl erwiesenermaßen gegen Kreislaufbeschwerden. Grund für diese Wirkungen sind die beruhigenden, entspannenden und gleichzeitig verdauungsfördernden Effekte der ätherischen Öle.

In der Volksmedizin wird Lavendelöl bei schlecht heilenden Wunden in Form von Lavendelbädern, bei Abszessen und Furunkeln sowie bei rheumatischen Erkrankungen und zur Entspannung eingesetzt.

Geschrieben von Redaktion 14.02.2014
Geschrieben von Redaktion 14.02.2014
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