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Lavendel Herkunft

Lavendel Herkunft

Wegen des hohen Bedarfs an Lavendelblüten und Lavendelöl werden heute riesige Felder mit der wohlduftenden Pflanze angebaut. In der Heimat des Echten Lavendels (Lavandula angustifolia), in Frankreich, werden heute auch „geklonte“ Sorten gezüchtet.

Große Anbaugebiete sind heute allerdings auch Bulgarien, Ungarn, Russland und Tschechien. Wenn man bedenkt, dass auf diesen Anbauflächen etwa 60.000 Pflanzen pro Hektar wachsen, erinnert dies an Massenproduktion – die allerdings in diesem Fall hübsch anzusehen ist.

Weltweit gibt es zwischen 25 und 37 verschiedene Lavendelarten, was im Vergleich zu anderen Heilpflanzen, z.B. Brennnessel sehr wenig ist. Von der Brennnessel gibt es mehr als 700 Arten.

Heimat und Standort des Lavendels

Der Lavendel ist das Markenzeichen der Provence, Inbegriff des mediterranen Sommers und steht für Glück und entspannte Momente. Tatsächlich ist die Heimat des Lavendels Frankreich. Manche Inseln des Landes, wie die Hyèrischen Inseln, sollen noch im Mittelalter über und über mit Lavendel bewachsen gewesen sein. Von dort aus verbreitete er sich in alle Mittelmeerländer, in denen er heute eingebürgert ist.

Obwohl Echter Lavendel auf fast allen Böden gedeiht, bevorzugt er kalkhaltige, humose, nährstoffreiche und durchlässige Böden. Der Boden pH-Wert sollte zwischen 5,5 bis 7 liegen. Nasse Standorte oder Standorte mit einem hohen Grundwasserspiegel sind für den Lavendel ungeeignet.

Lavendel ist in der Regel frostunempfindlich. In der Vegetationsruhe werden Fröste bis -15°C oder sogar -20°C toleriert. Gefährlicher sind für die Heilpflanze Spätfröste, die nach dem Austreiben im Frühjahr auftreten.

Lavendel erfüllt auch ökologische Zwecke – vor allem durch seine Eigenschaft für Bienen als Nahrungsquelle zu dienen und zum Bestäuben von anderen Pflanzen. Bienen sind zwar nicht die einzigen Insekten, die Pflanzen bestäuben, aber sie können auf riesigen Flächen aktiv sein.

Verbreitung des Lavendels

Lavendel ist bis heute vorwiegend in Mittelmeerländern verbreitet. So kommt die Heil- und Duftpflanze beispielsweise auch in Mittelspanien und im Gebirge von Nord-Ost Portugal vor. Insgesamt sieben Lavendelarten sind heute in Europa zu finden. Alle anderen (zirka 30 Arten) kommen in Afrika, Südwest-Asien, Indien und sogar in China vor.

Die Verbreitung der Pflanze erfolgte wahrscheinlich vorrangig durch den Menschen, der die Pflanze als Duft- und Arzneikraut verbreitete. Möglich ist aber auch die Ausbreitung durch Tiere (vor allem Zugvögel), die die Lavendelsamen aufpickten und anderorts wieder ausschieden.

Fossiler Funde bedarf es zu der Pflanze nicht, um ihr Alter zu belegen. Heute ist bekannt, dass bereits die Ägypterinnen den Duft von Lavendel sehr schätzten und deshalb bereits vor über 5.000 Jahren in dem Sud badeten – das wurde auf Steintafeln der Ägypter schriftlich fixiert.

Geschrieben von Redaktion 27.02.2014
Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann
Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 27.02.2014
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