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Kolabaum – Cola acuminata, Cola nitida

Kolabaum – Cola acuminata, Cola nitida

Eine der beliebtesten Heilpflanzen weltweit

Es sollte das berühmteste Getränk der Welt werden. Doch davon ahnte der US-amerikanische Arzt und Apotheker John Pemberton noch nichts, als er im Jahre 1886 eine süß schmeckende Rezeptur für ein anregendes Getränk kreierte. Die Heilpflanze, die er dazu benutzte war der Kolabaum, oder besser gesagt dessen Fruchtsamen.

Wissenswertes über den Kolabaum

Heute ist der wärmeliebende Kolabaum in nahezu allen tropischen Gebieten der Erde zu finden. Ursprünglich stammt das Gewächs jedoch aus Westafrika und wurde von den Einheimischen wegen seiner leicht berauschenden Wirkung hoch geschätzt. Der Kolasamen, häufig auch Kolanuss genannt, wurde dort vergleichbar, wie in Deutschland Kaffee oder Tee zum täglichen Genuss und als „Wach- oder Fitmacher“ eingesetzt wird, konsumiert. Zu einer Sucht führte der Genuss jedoch nicht, zumindest konnte bislang kein Potential das zur Abhängigkeit führt, entdeckt werden.

Aber es konnten den Auszügen aus dem Kolasamen im Laufe wissenschaftlicher Untersuchungen anregende und leistungssteigernde Wirkungen nachgewiesen werden. Was ursprünglich auf Erfahrung basierte, setzte der Amerikaner John Pemberton in die Praxis um. Extrakte aus dem Kolabaum waren zunächst ausschließlich in Apotheken erhältlich. Es war ein Sirup, das mit Sodawasser verdünnt wurde und enthielt eine weitere Zutat aus dem Koka-Strauch. Daher erhielt das Getränk den Namen „Coca-Cola“ und wurde sehr schnell von der Coca-Cola®-Company erfolgreich vermarktet. Seitdem ist der weltweite Siegeszug der Kolanuss nicht mehr zu stoppen gewesen.

Die Kolanuss kann von zwei verschiedenen Stammpflanzen gewonnen werden (Cola cauminata und Cola nitida), sowie weiteren Unterarten dieser Bäume. Besonders wichtig ist hierbei – aus medizinischer und pharmazeutischer Sicht -, dass der Gehalt an Inhaltsstoffen, bestimmte Anforderungen erfüllt. So müssen Kolasamen einen Mindestgehalt von >1,5% Coffein aufweisen.

Botanik des Kolabaums

Der immergrüne Kolabaum erreicht eine Wuchshöhe von 15 bis 20 Meter und gehört zu der Familie der Stinckbaumgewächse (Sterculinaceae). Schon an der Basis verzweigt sich der Stamm mit vielen Ästen, was dem Baum ein buschähnliches Aussehen verleiht. Seine Rinde ist von dunkelgrüner Farbe, rau und wird an älteren Zweigen brüchig. Blätter entwickelt der Baum meist nur zum Zweigende hin. Sie können bis zu 18 cm lang und 10 cm breit werden und haben eine eiförmige-elliptische Gestalt. Kolabaumblätter sind ledrig und beiderseits dunkelgrün sowie glänzend. Die weißen bis gelblichen Blüten sind innenseitig rot gefleckt, haben einen Durchmesser von etwa 1,5 cm und kommen entweder als männliche oder zwittrige Blüten vor. Die sternförmigen Früchte können bis zu 20 cm lang und 5 cm breit werden. Sie sind äußerlich lederartig und dunkelbraun. In ihnen befinden sich die Samen des Kolabaums, die einen Durchmesser von bis zu 2,5 cm besitzen und von eiförmiger oder eckiger Gestalt sind. Sie haben eine fleischige Samenschale mit einem meist rötlichen Samenkern, der seltener auch weiß sein kann.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Kolabaums

Das medizinisch verwendete Pflanzenteil des Kolabaums ist sein getrockneter Samenkern, der zuvor von Samenschalen befreit wurde. Kolasamen werden in der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache Colae semen genannt. Werden sie zu medizinischen Zwecken genutzt, müssen sie bestimmte Qualitätsanforderungen erfüllen, die im Europäischen Arzneibuch (PhEur) festgelegt sind. Dazu gehören u.a. verschiedene Inhaltsstoffe. Das PhEur schreibt vor, dass Kolasamen mindestens 1,5% Coffein enthalten müssen. Daneben enthalten die Samen Theobromin, Gerbstoffe und Stärke.

Medizinische Wirkungen

Die medizinische Wirkung der Kolasamen gegen körperliche und geistige Ermüdung ist heute unumstritten.

Daher empfiehlt auch die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte Kolasamen zum therapeutischen Einsatz „bei mentaler und physischer Ermüdung.“

Geschrieben von Redaktion 02.05.2012
Geschrieben von Redaktion 02.05.2012
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