Knoblauch – Allium sativum

Knoblauch – Allium sativum

Knoblauch ein uralte Kultur- und Arzneipflanze

Man kennt ihn, man riecht ihn, man genießt ihn, man würzt mit ihm, man verwendet ihn als Medizin und man hat ihn im Garten stehen – und sei es nur, um Wühlmäuse fern zu halten. Doch woher er kommt, der Knoblauch, das weiß man in der Regel weniger. Irgendwo in Asien, soll der Knoblauch beheimatet sein.

Wissenswertes über den Knoblauch

Vor hundert und mehr Jahren wusste man die Heimat des Knoblauchs etwas präziser anzugeben: „Der Knoblauch … stammt aus der Dsungarei, kommt bei uns verwildert vor und wird in sandigen Boden von alter Kraft (gemeint waren wahrscheinlich vorjährige Zwiebelzehen) in warmer Lage kultiviert.“ Und die Dsungarei oder auch Songarei, eine Landschaft die sich vom östlichen Kasachstan bis hin nach China erstreckt, könnte tatsächlich die Heimat des Knoblauchs sein. Es ist unzweifelhaft, dass schon die dortigen Ureinwohner auf der Suche nach genießbaren und kraftvoll schmeckenden Pflanzen auf die verschiedenen dort heimischen Laucharten und auch auf Knoblauch gestoßen sein müssen.

Felszeichnungen und Funde in Gräber bestätigen anscheinend diese Annahme. Jedenfalls deutet sehr viel darauf, dass Knoblauch vielerorts schon vor Jahrtausenden die Speisekarte bereicherte. Berichtet wird, man habe auf einer der Pyramiden von Gizeh eine Inschrift entdeckt, wonach Knoblauch als ein für die Toten unentbehrliches Nahrungsmittel galt. Nachdem die Pyramiden vermutlich vor 4500 bis 4700 Jahren erbaut wurden und anderen Berichten zufolge Knoblauch zu der Zeit schon ein wichtiges Volksnahrungsmittel war, muss der Anbau schon sehr früh eingesetzt haben. Berücksichtigt man außerdem, dass östlich von Ägypten noch ältere Ackerbau treibende Kulturen existieren, dann können die Vermutungen, Knoblauch gehöre zu den ersten Kulturpflanzen überhaupt, durchaus zutreffen.

Seit jeher galt der Knoblauch als besonders heilkräftig. Inzwischen hat das Liliengewächs einen festen Platz in der modernen Phytotherapie erhalten.

Botanik des Knoblauchs

Knoblauch ist zwar eine mehrjährige Pflanze, wird aber nur einjährig oder einjährig überwinternd kultiviert. Er gehört zu der Familie der Liliengewächse (Liliaceae). Seine Hauptzwiebel bildet mit einer Anzahl fast gleich großer Nebenzwiebeln (Zehen, Klauen) eine von unten leicht flach gedrückte Gesamtzwiebel, die mit kurzen Saugwurzeln versehen ist. Die Haut der Gesamtzwiebel ist meist weiß, kann aber auch grünlich oder hellrot sein. Schossende, brutzwiebeltragende Formen bilden einen runden Stängel aus, der aufrecht wächst, bis 70 cm hoch wird und bis zur Mitte beblättert ist. Die herabhängenden Laubblätter sind breit-lineal, flach, blattunterseits gekielt und spitz. Schossende Knoblauchrassen tragen eine kugelige Scheindolde mit sterilen Blüten, aus denen sich bis zu 1 cm große Brutzwiebeln entwickeln.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Knoblauchs

Die medizinisch verwendeten Pflanzenteile des Knoblauchs sind die frischen oder getrockneten Zwiebeln des Knoblauchs, die sich aus einer Hauptzwiebel und Nebenzwiebeln zusammensetzen. Der medizinische und pharmazeutische Fachbegriff für die Knoblauchzwiebel lautet Allii sativi bulbus. Anforderungen an die Qualität der Knoblauchzwiebel sind im Europäischen Arzneibuch (PhEur) festgelegt.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe der Knoblauchzwiebel sind die sogenannten Alliine. In der frischen, unbeschädigten Knoblauchzwiebel ist etwa 1% geruchloses Alliin enthalten. In verarbeiteten Knoblauchzwiebeln, z.B. Knoblauchpulver, werden z.T. seine flüchtigen Abbauprodukte, vor allem Allicin, freigesetzt. Der nichtflüchtige Anteil der Alliine wird erst im menschlichen Körper zu flüchtigen Substanzen wie Alkylmercaptanen verstoffwechselt und zu einer stark riechenden Verbindung. Über die Haut, Schleimhäute und mit der Atemluft, werden diese flüchtigen Stoffe überwiegend abgebaut.

Daneben enthält die Knoblauchzwiebel Flavonoide, Vitamine, Phenolcarbonsäuren und Enzyme.

Medizinische Wirkungen

Die Knoblauchzwiebel wurde gut erforscht und über die medizinischen Wirkungen des Wirkstoffes lassen sich leicht ganze Bücher mit Inhalten füllen. Zu den wichtigsten Anwendungsgebieten, die außerdem medizinisch anerkannt sind, gehören die unterstützende Wirkung zur Senkung erhöhter Blutfettwerte und der vorbeugende Effekt gegenüber altersbedingten Ablagerungen in den Blutgefäßen (Arteriosklerose).

Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte befürwortet die Anwendung der Knoblauchzwiebel „adjuvant bei Erhöhung der Blutfettwerte und zur Vorbeugung altersbedingter Gefäßveränderungen.“ Der europäische Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) schließt sich diesen Empfehlungen an und befürwortet zusätzlich die Anwendung „bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit, pAVK, entzündliche Erkrankungen der oberen Atemwege und bei Erkältungskrankheiten.“

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Erfahrungsberichte zu Knoblauch

Fragen zu Knoblauch

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Vorneweg gleich mal, ich mag Knoblauch und ich esse diesen auch leidenschaftlich gerne! Bisher habe ich keinerlei Probleme an meiner Arbeitsstelle mit dem Geruch, den Knoblauchkonsum so mit sich bringt. Jetzt wechsle ich aber zum 02.01. nächstes
Geschrieben von Eleonora88 am 30.11.2011 zu Eukalyptusbaum Knoblauch
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