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Ginseng – Panax ginseng

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Ginseng – Panax ginseng

Koreanischer Ginseng für einen starken Geist und Körper

„Da sagte eines Tages die Ginseng-Frau zum Ginseng-Mann: Lass uns wieder in die Welt ziehen und sehen, was im Alten neu und im Neuen alt ist“ (aus dem Film: „Die Koreanische Hochzeitstruhe“). Seit jeher sehen die Menschen in Korea in der Wurzel des Ginseng (Panax ginseng) eine Imitation der menschlichen Gestalt und glauben an ihre heilenden Kräfte für Geist und Körper. Die Pflanze galt dort als derart kostbar, dass auf ihren Export die Todesstrafe stand. Tatsächlich kann Ginseng als Heilpflanze erwiesenermaßen bei andauernder körperlicher Erschöpfung und Müdigkeit sowie bei Störungen der Konzentration und Leistungsfähigkeit helfen. Seit einiger Zeit wird Ginseng übrigens auch in Deutschland angebaut.

Was bewirkt Ginseng?

Ein Extrakt aus der Ginsengwurzel eignet sich besonders gut bei andauernder Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Kraftlosigkeit, bei nachlassender Konzentrations- und Leistungsfähigkeit sowie zur Wiederherstellung der alten körperlichen Leistungsfähigkeit nach längerer Krankheit. Darüber hinaus kann der Extrakt auch dazu beitragen, dass manche Organfunktionen wie Herz oder Lunge positiv beeinflusst werden und das Immunsystem gestärkt wird.

In der naturheilkundlichen Praxis wird Ginseng auch bei Atemwegsinfekten, Diabetes, Impotenz, Neurodermitis und auch in der Krebstherapie eingesetzt. Die Wirksamkeit bei den letztgenannten Anwendungsgebieten ist in der Schulmedizin allerdings umstritten, da die Studienlage zum Ginseng immer noch recht dünn ist. 

Erhältlich ist Ginseng als Kapseln, Dragees und Tonikum. Wie alle pflanzlichen Präparate sollten Sie die Ginseng-Extrakte in der Apotheke kaufen.  

Anerkannte medizinische Anwendung:
  • Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte befürwortet den therapeutischen Einsatz der Ginsengwurzel „als Tonikum zur Stärkung und Kräftigung bei Müdigkeits- und Schwächegefühl, nachlassender Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit sowie in Rekonvaleszenz.“
  • Der europäische Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) hat die Ginsengwurzel als traditionelles pflanzliches Arzneimittel eingestuft. Basierend auf langjähriger Anwendungserfahrung kann der Wirkstoff laut HMPC bei Symptomen von Erschöpfung und Schwächegefühl eingesetzt werden.

Wissenswertes über den Ginseng 

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Die in den chinesischen und koreanischen Gebirgswäldern heimische Ginsengpflanze, die dort auch „Wurzel des Lebens“ genannt wird, gehört zu den ältesten Heilpflanzen und wird in der asiatischen Naturheilkunde schon seit über 4.000 Jahren eingesetzt. In Deutschland heißt der Ginseng, der in Europa im 17. Jahrhundert eingeführt wurde, auch Allheilkraut, Gilgen, Kraftwurz und Samwurzel.

In China und in Korea hingegen schätzen Kundige der Heilpflanzen die Wirkung der Ginsengwurzeln bereits seit Jahrtausenden. Wohl auch deshalb ist der Ginseng aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) nicht wegzudenken. Praktiker der TCM glauben, dass es neben den eigentlichen Organfunktionen auch Querverbindungen zu einem unsichtbaren „feinstofflichem Körper“ gibt, der energetische Funktionen auf die Organe ausübt. Diese Funktionen können etwa durch Stress oder Umwelteinflüsse gestört werden und zu Krankheiten führen. Die Wurzel des Ginseng soll die Kraft besitzen, die Balance wieder herzustellen. 

Ob die Pflanze tatsächlich energetisch regulierende Wirkungen hat, lässt sich natürlich kaum nachweisen. Fest steht aber: Die Wurzel kann die Gehirnleistung verbessern und anregend auf bestimmte Körperfunktionen und das Immunsystem wirken.

Botanik des Ginseng

Der Ginseng ist eine bis zu 80 Zentimeter hoch wachsende Staude, die zur Familie der Araliengewächse (Araliaceae) gehört. Sein kahler, runder Stängel ist mit lang gestielten fünfzähligen und gefingerten Blättern besetzt. Sie erreichen eine Länge von bis zu 20 Zentimetern und eine Breite von fünf Zentimetern. Die weiß-grüne Ginsengblüte kommt in einfacher oder verzweigter doldiger Gestalt vor, wobei die Anzahl der zwittrigen Blüten zwischen einer und 30 Dolden stark variiert. Nach der Blüte entwickeln sich die etwa erbsengroßen, dunkelrot glänzenden und runden bis gebogenen Steinfrüchte, die je zwei Samen enthalten.

Der Wurzelstock der Ginsengpflanze ist von spindelförmiger Form, der an der Spitze meist handförmig geteilt ist. Ein bisschen erinnert die Gestalt der Wurzel an eine menschliche Erscheinung.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Ginseng

Der medizinisch verwendete Wirkstoff des Panax ginseng ist seine Wurzel, die aus den getrockneten Haupt-, Neben- und Haarwurzel besteht. Die Ginsengwurzel wird in der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache Ginseng radix genannt. Die Qualität der Ginsengwurzel ist durch das Europäische Arzneibuch (PhEur) festgelegt.

Zu den wichtigsten Inhaltstoffen der Ginsengwurzel gehören Saponine, die auch Ginsenoside genannt werden, und nach dem PhEur zu mindestens 1,5 Prozent im Wirkstoff enthalten sein müssen. Daneben enthält die Ginsengwurzel ätherische Öle, Phytosterole, Peptidoglykane und verschiedene Zuckerverbindungen.

Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann
Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 07.11.2014
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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

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