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Frauenmantelkraut – Alchemillae herba

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Frauenmantelkraut – Alchemillae herba

Beruhigende Wirkung auf Magen und Darm

Der medizinische Wirkstoff des Frauenmantels ist sein Kraut. Früher die Pflanze, ihr Name deutet es an, das wichtigste Heilgewächs im Bereich der Frauenheilkunde. So schrieb man ihr vor allem Wirkungen auf die weiblichen Geschlechtsorgane und positive Effekte bei Menstruationsbeschwerden und Kinderwunsch zu. Schulmedizinisch wird das Kraut heute allerdings vor allem gegen leichten Durchfall und Magen-Darmverstimmungen eingesetzt.

Auf einen Blick:

Frauenmantelkraut

  • Wirkt: zusammenziehend
  • Kann eingesetzt werden: bei leichten Durchfallerkrankungen, bei Magen-Darmbeschwerden

Wirksame Inhaltsstoffe 

Die wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffe im Frauenmantelkraut sind die enthaltenen Gerbstoffe. Ihr Anteil beträgt zwischen 5 bis 8%, ein überdurchschnittlicher Wert ist. Gerbstoffe können verschiedene Wirkungen entfalten. Zu den wichtigsten Effekten, die eine heilende Wirkung auf den Körper entfalten können, gehören ihre zusammenziehenden, antioxidativen und entzündungshemmenden Wirkungen.

Anwendung bei Durchfall

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Zusammenziehende Wirkung auf die Schleimhäute

Bakterien, Viren, seltener auch Parasiten wie der Fuchsbandwurm, können Durchfallerkrankungen auslösen, die mit Magen-Darmbeschwerden einhergehen. Meistens gelangen diese Krankheitserreger durch verunreinigte Nahrung oder Wasser in unseren Körper, breiten sich dort aus und verursachen mehr oder weniger starken Durchfall. Andere Ursachen für Durchfall sind Nahrungsmittelallergien oder die Unverträglichkeit von Laktose (Laktoseintoleranz).

Der Frauenmantel kannn mit seinen Gerbstoffen leichten, unspezifischen Durchfallerkrankungen und gleichzeitig Magen-Darmbeschwerden entgegenwirken. Gerbstoffe können sich auf der Haut oder auf Schleimhäuten mit Eiweißen verbinden, die in Folge ausflocken (ausfällen). Diese Wirkung hat wiederum zur Folge, dass das Gewebe austrocknet und Entzündungen gelindert werden können. Zusätzlich wirken Gerbstoffe wegen ihrer Wirkung auf die Haut blutungsstillend.

Dank dieser Effekte kann das Kraut des Fraumantels bei leichten Durchfallerkrankungen und Magen-Darmbeschwerden helfen – nicht aber bei schweren Lebensmittelvergiftungen wie einer Salmonellenvergiftung oder einer dauerhaft entzündeten Magenschleimhaut.

Frauenmantelkraut

Darreichungsform und Dosierung 

Frauenmanteltee

Bei leichten Durchfallerkrankungen und bei Magen-Darmbeschwerden ist ein Frauenmanteltee ein geeignetes Mittel. Überbrühen Sie hierzu 3 Teelöffel (ca. 3 g) mit 1 Tasse (150 ml) siedend heißen Wassers. Lassen Sie den Tee 10 Minuten lang ziehen und gießen Sie das Kraut anschließend ab.

Dosierung

Trinken Sie über den Tag verteilt 3 Tassen Frauenmanteltee in kleinen Schlucken.

Frauenmantelkraut

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken und Nebenwirkungen sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen (Tagesdosis 5 bis 10 g) des Frauenmantelkrautes nicht bekannt.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Extrakte aus Frauenmantelkraut sind als Fertigarzneimittel nicht erhältlich. Sie erhalten das Kraut jedoch in getrockneter Form in Ihrer Apotheke (z.B. für Teezubereitungen)

Frauenmantelkraut ist reich an Gerbstoffen, die eine zusammenziehende Wirkung haben. Wegen dieser Inhaltstoffe ist Frauenmantelkraut nachweislich bei leichten Durchfallerkrankungen und Magen-Darmbeschwerden wirksam.

In der Volksmedizin wird Frauenmantelkraut innerlich bei unregelmäßigen Regelblutungen, gegen Beschwerden während der Wechseljahre, bei Magen-Darmbeschwerden und zum Gurgeln bei entzündlichen Erkrankungen im Mund- und Rachenbereich eingesetzt. Äußerlich findet das Kraut bei Hautauschlägen, Geschwüren, Ekzemen und als Sitzbad bei Unterleibsbeschwerden Einsatz.

Quellen:
  • Bäumler, S: Heilpflanzen Praxis Heute. München 2007
  • Bühring U: Praxis-Lehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde. 2. Auflage, Stuttgart 2009
  • Jänicke CJ, Grünwald J, Brendler T: Handbuch Phytotherapie. Stuttgart 2003
 
Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann
Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 05.11.2014
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