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Eukalyptusöl – Eucalypti aetheroleum

Eukalyptusöl – Eucalypti aetheroleum

Eukalyptus: Wirkt Wunder bei Erkältung

Der Eukalyptusbaum liefert gleich zwei Wirkstoffe: Eukalyptusblätter und das Eukalyptusöl, das durch Wasserdampfdestillation gewonnen wird.

Eukalyptusöl setzt sich aus verschiedenen ätherischen Ölen zusammen. Den Hauptanteil macht jedoch das Eucalyptol (1,8-Cineol) aus, das mindestens zu 70% im Öl enthalten sein muss. Sowohl bei innerer als auch bei äußerer Anwendung wirkt das Öl erwiesenermaßen bei Erkältungen, wenn sie die oberen Atemwege betreffen. Bei äußerer Anwendung wirkt die pflanzliche Arznei außerdem nachweislich bei rheumatischen Beschwerden.

Auf einen Blick:

Eukalyptusöl

  • Wirkt: verstärkend auf den Abtransport von Bronchialschleim, auswurffördernd, leicht krampflösend, hustenreizstillend und gewebereizend
  • Kann eingesetzt werden bei: Erkältungen und rheumatischen Beschwerden

Inhaltsstoffe des Eukalyptusöls

Die Hauptkomponente und der wirksamkeitsbestimmende Inhaltsstoff im Eukalyptusöl ist das Eucalyptol (1,8-Cineol). Dieses ätherische Öl ist es auch, dass nachweislich gegen Erkältungen und rheumatische Symptome nützt. Es hilft durch seine antibakterielle und fungizide (pilztötend) Wirkungen gegen Krankheitskeime und wirkt nachweislich hustenreizstillend, schleimlösend und fördert den Abtransport von Bronchialschleim. Diese Eigenschaften erklären, warum Eukalyptusöl bei Erkältungen nützt. Aber damit noch nicht genug: Außerdem reizt das Öl das Gewebe, damit die Haut und wirkt in Folge durchblutungsfördernd. Aus diesem Grund hilft der Wirkstoff äußerlich angewandt auch bei rheumatischen Beschwerden.

Anwendung bei Erkältung, Schnupfen und Husten, Bronchitis

Wohltuendes Öl bei Erkältungen

Der aktive Inhaltsstoff in dem Eukalyptusöl ist das Eucaylptol. Es ist hochkonzentriert und kann dadurch bei der Einatmung eine Erregungsweiterleitung im Rachen bewirken. Dieser Mechanismus erfolgt über Nervenbahnen, wobei es zur direkten Reizung von Wärmeempfangsstellen (Thermorezeptoren) in der Nasenschleimhaut kommen kann. Diese Erregung wird weitergeleitet und regt das Lungengewebe (Flimmerepithel) dazu an, den Bronchialschleim zu lösen und herauszubefördern.

Außerdem verhindert das ätherische Öl die Ausbreitung der Kälterezeptoren durch die Eindämmung des Kalzium-Einstroms in die Zelle. In der Folge friert man weniger und der Körper kann sich schneller erholen.

Anwendung bei Rheuma

Hautreizendes Öl bei rheumatischen Beschwerden

Die ätherischen Öle des Eukalyptusöls sind hochkonzentriert, wie es zur Behandlung von rheumatischen Erkrankungen notwendig ist. Denn nur bei hochkonzentrierten ätherischen Ölen kann es zur gewünschten Reizung des Gewebes und dadurch zur Durchblutungsförderung kommen. Gleichzeitig erfolgt die innerliche Produktion und Ausschüttung von Substanzen (Mediatoren), die entzündungshemmend und schmerzstillend wirken können. Durch dieses Wirkprinzip erklärt sich die Linderung bei entzündlich rheumatischen Erkrankungen durch Eukalyptusöl.

Eukalyptusöl

Darreichungsform und Dosierung des Eukalyptusöls

Bei Erkältungserkrankungen der oberen Luftwege kann das Eukalyptusöl innerlich und äußerlich angewendet werden. Wegen der reizenden Wirkung des Öls sollte bei einer innerlichen Anwendung mit Vorsicht umgegangen werden. Bei Rheuma wird das Öl lediglich äußerlich eingesetzt.

Öl in Wasser

Bei Erkältungskrankheiten kann das Eukalyptusöl in kleinen Mengen innerlich eingenommen werden. Geben Sie hierzu 3 bis 6 Tropfen des Öls in 150 ml warmes Wasser.

Dosierung

Trinken Sie das Öl in Wasser bis zu 3-mal täglich, bis die Beschwerden nachlassen.

Dampfinhalation

Vor allem bei Erkältungskrankheiten sind die Dämpfe des Eukalyptusöls wirksam. Geben Sie 1 bis 2 Tropfen Eukalyptusöl in eine breite Schale und überbrühen Sie das Öl mit 1 Liter siedend heißem Wasser. Legen Sie ein großes Handtuch über Ihren Kopf und inhalieren Sie die Dämpfe. Zusätzlich können Sie für die Nacht 1 Tropfen Eukalyptusöl auf Ihr Kopfkissen oder tagsüber auf ein Taschentuch träufeln. An dem Taschentuch können Sie tagsüber immer wieder riechen – besonders dann wenn Sie keine Zeit für eine Dampfinhalation haben.

Dosierung

Inhalieren Sie je nach Intensität der Beschwerden und persönlichem Wohlbefinden bis zu dreimal täglich.

Eukalyptusölkompresse

Bei Blasenreizungen, wiederkehrenden Zysten aber auch bei Harnverhalt haben sich in der Volksheilkunde Eukalyptusölauflagen bewährt. Geben Sie hierzu etwas Eukalyptusöl (2 bis 10 %ig) auf eine größere Kompresse (etwa 7 x 7 cm) und legen diese auf die Blasenregion. Bedecken Sie die Kompresse mit einem Handtuch und einer Wärmflasche bzw. einem Wärmekissen, und versuchen mindestens ½ Stunde Bettruhe auszuhalten. Durch die Aufnahme der ätherischen Öle durch die Haut kann zu antiseptischen, krampflösenden und harntreibenden Effekten kommen.

Dosierung

Wenden Sie die Eukalyptusölkompresse mehrmals täglich an, bis die Beschwerden nachlassen.

Eukalyptusöl

Bei Erkältungen oder Rheuma eignet sich die Anwendung verdünnten Eukalyptusöls zum Auftragen auf die Haut. Geben Sie hierzu 20 ml reines Eukalyptusöl in 100 ml Mandel- oder Olivenöl und vermischen Sie die Öle gründlich. Anwendung: Tragen Sie das Eukalyptusöl bei Erkältungen dreimal täglich im Bereich der Brust (Brustbein) und auf dem oberen Rücken auf.

Anwendung

Bei rheumatischen Beschwerden massieren Sie das Öl in die schmerzhafte Partie ein.

Eukalyptusöl

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Bei der Anwendung von Eukalyptusöl kann es in seltenen Fällen zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfällen kommen. Bei entzündlichen Beschwerden im Magen-Darmtrakt sowie bei schweren Leber- und Gallenbeschwerden sollte Eukalyptusöl nicht innerlich oder nur nach Absprache mit einem Arzt erfolgen. Das Öl bewirkt die Einleitung des fremdstoffabbauenden Enzymsystems der Leber, weswegen die Wirkung anderer Arzneimittel abgeschwächt werden kann. Nicht oder nur nach vorheriger Absprache mit dem behandelnden Arzt darf Eukalyptusöl bei Säuglingen eingesetzt werden. Auch bei Kleinkindern darf das Öl nicht im Bereich des Gesichts, speziell der Nase, gelangen, da es ansonsten zu Atemdepression und Erstickung kommen kann.

Eukalyptusöl muss daher außerhalb der Reichweite von Kindern gelagert werden.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Eukalyptusöl ist in Form von Creme, Salben, Kapseln und Inhalaten erhältlich.

Weiterhin als Eukalyptus-Badezusatz und als reines ätherisches Öl.

Die enthaltenen ätherischen Öle in dem Eukalyptusöl lösen Bronchialschleim und fördern ihn aus den Atemwegen heraus. Sie wirken zudem nachweislich krampflösend und reizen die Gewebe. Auf Grund dieser Wirkungen hilft das Eukalyptusöl erwiesenermaßen gegen Erkältungen der oberen Luftwege und bei äußerer Anwendung bei rheumatischen Erkrankungen.

In der Volksheilkunde wird Eucalyptusöl bei Fieber, Grippe, Heiserkeit, Husten, Asthma, Stirnhöhlenerkrankungen, Scharlach und Masern im Anfangsstadium, bei Magenbeschwerden, Wurmbefall und Typhus gebraucht.

Quellen:
  • ESCOP (the European Scientific Cooperative on Phytherapy) (Hrsg.): ESCOP Monographs. 2nd Edition, Stuttgart – New York 2003
  • Hurni S, Kellenberger M: Die 20 besten Heilkräuter. In: Natürlich Gesund, Natur, Gesellschaft, 2008; 9: 16-48
  • Jänicke CJ, Grünwald J, Brendler T: Handbuch Phytotherapie. Stuttgart 2003
Geschrieben von Redaktion 16.05.2014
Geschrieben von Redaktion 16.05.2014
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