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Eukalyptusblätter – Eucalypti folium

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Eukalyptusblätter – Eucalypti folium

Eukalyptus – wohltuend bei entzündeten Luftwegen

Als medizinischer Wirkstoff des Eukalyptusbaums (Eucalyptus globulus) bei Erkältungskrankheiten dienen neben dem Eukalyptusöl die Eukalyptusblätter (Eucalypti folium). Sie helfen nachweislich bei Erkältungen, die die oberen Luftwege betreffen. Anders als beim Eukalyptusöl ist bei den Blättern nicht nur ein Inhaltsstoff für die Wirkung verantwortlich. Vielmehr ist es das Zusammenspiel verschiedener Komponenten, die sich gegenseitig begünstigen und dadurch eine wirksame Alternative bei Erkältungskrankheiten bilden können.

Auf einen Blick:

Eukalyptusblätter

  • Wirken: verstärkend auf den Abtransport von Bronchialschleim, auswurffördernd, leicht krampflösend, zusammenziehend, geruchsüberlagernd und gegen Bakterien
  • Können eingesetzt werden bei: Erkältungen

Inhaltsstoffe der Eukalyptusblätter

Eukalyptusblätter sind reich an wertvollen Inhaltsstoffen, wobei vor allem die ätherischen Öle und das Euglobale, das zu den Phloroglucinterpenderivaten gehört, für die Wirkungen von Bedeutung sind. Das wichtigste ätherische Öl in den Blättern ist das sogenannte Eukalyptol, das auch 1,8-Cineol heißt. 1,8-Cineol konnte eine antibakterielle sowie entzündungshemmende Wirkung und einen Effekt gegen Pilze nachgewiesen werden. Euglobale wirkt ebenfalls nachweislich entzündungshemmend und gegen Bakterien.

Diese Eigenschaften der beiden Inhaltsstoffe tragen maßgeblich dazu bei, dass die Eukalyptusblätter eine wirksame Hilfe bei Erkältungen darstellen können. Aber auch die anderen Inhaltsstoffe tragen letztlich dazu bei, dass gerade bei festsitzendem Bronchialschleim, die auswurffördernde Wirkung eintritt.

Anwendung bei Erkältung und Husten, Bronchitis

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Ätherische Öle und wirksames Euglobale gegen Erkältungen

Die wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffe in den Eukalyptusblättern sind die ätherischen Öle und das Phlorglucinterpenderivat Euglobale.

Nach der Wirkstoffaufnahme im Rachen beispielsweise durch Inhalation werden unmittelbar Reize an die Nerven weitergeleitet, die eine direkte Wärmewirkung auf die Rezeptoren in der Nasenschleimhaut haben. Diese Erregung wird über einen Gehirnnerv (Trigeminusnerv) anschließend in die Atemwege weitergeleitet. Dort kommt es zur Beschleunigung der Reinigung der Atemwege durch winzige Flimmerhärchen (Flimmerepithel), so dass auch festsitztender Schleim leichter abtransportiert werden kann.

Zusammen mit anderen Inhaltstoffen kommt es zudem zu einer leicht zusammenziehenden und krampflösenden Wirkung, die dazu beitragen kann, dass der Bronchialschleim leichter abgehustet werden kann. Gleichzeitig können schädliche Bakterien abgetötet werden, so dass die Eukalyptusblätter einerseits lindernd wirken und bei Husten und Bronchitis einen positiven Beitrag zum Genesungsprozess leisten können.

Eukalyptusblätter

Darreichungsform und Dosierung der Eukalyptusblätter

Eukalyptusblätter können sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. Für ihre Einsatzgebiete existieren zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten.

Tee

Bei Erkältungen können die Eukalyptusblätter traditionell als Tee zubereitet werden. Übergießen Sie hierzu 1 bis 2 Teelöffel (maximal 1,5 g) fein geschnittene Blätter mit einer Tasse (150 ml) heißen Wassers. Decken Sie den Eukalyptus-Tee für 5 bis 7 Minuten zu und seihen die Blätter anschließend durch ein Teesieb ab.

Dosierung

Trinken Sie den Tee je nach Empfinden und Bedarf bis zu 3-mal täglich.

Teemischung

Da beim Eukalyptus die Blätter im Vergleich zum Öl eine recht schwache Wirkung besitzen, hat sich vor allem eine Teemischung aus Eukalyptusblättern, Thymian-Blätter und Anisfrüchten bewährt. Kombinieren Sie diese getrockneten Pflanzenteile jeweils 1:1:1 und übergießen 1 Teelöffel der Mischung (circa 2 g) mit einer Tasse (150 ml) heißem Wasser. Lassen Sie den Tee anschließend 5 bis 7 Minuten zugedeckt ziehen und filtern Sie den Tee dann durch ein Sieb.

Dosierung

Trinken Sie die Teemischung bis zu 3-mal täglich.

Aufguss zum Inhalieren

Als Alternative zum Eukalyptusöl zum Inhalieren können auch die Eukalyptusblätter eingesetzt werden. Geben Sie hierzu auf 3 Teelöffel geschnittene Eukalyptusblätter (circa 3,0 g) 300 ml heißes Wasser in ein breites Gefäß. Bedecken Sie Ihren Kopf mit einem großen Handtuch und atmen Sie die Dämpfe aus der tief ein.

Anwendung

Inhalieren Sie bei Bedarf 4-mal täglich bis die Beschwerden nachlassen. Beachten Sie jedoch bitte, dass die Eukalyptusblätter weitaus weniger ätherisches Öle besitzen als das Eukalyptusöl.

Wadenwickel/Waschung

Bei fiebrigen Erkrankungen ist zur äußeren Anwendung ein(e) Wickel/Waschung mit Eukalyptusblättern als Hausmittel bekannt. Stellen Sie hierzu 1 Liter Eukalyptusblätter-Tee her (15 g Eukalyptusblätter, 1 Liter Wasser) und lassen die Mischung 10 Minuten lang zugedeckt stehen. Verdünnen Sie den Aufguss anschließend mit 2 Liter kaltem Wasser und legen den Wickel um die Waden. Decken Sie diese mit einem Baumwollhandtuch zusätzlich ab. Alternativ kann mit einem nassen Waschlappen schnell, aber vorsichtig von den Armen oder Beinen zur Körpermitte gewaschen werden. Beide Verfahren sollen dazu beitragen Hitze abzuleiten und dadurch die erhöhte Körpertemperatur reduzieren.

Anwendung

Wenden Sie die Wadenwickel bzw. die Waschung mehrmals täglich an, bis die Beschwerden nachlassen.

Vollbad

Zusätzlich zu den übrigen Anwendungen eignet sich auch die Anwendung der Eukalyptusblätter als Vollbad. Gießen Sie hierzu auf 30 g geschnittene Eukalyptusblätter 2 Liter siedend heißes Wasser und lassen die Mischung etwa 10 Minuten zugedeckt ziehen. Sieben Sie die Blätter anschließend ab und geben den Aufguss in das Vollbad.

Anwendung

Baden Sie maximal 15 Minuten in dem Eukalyptusblätter-Vollbad. Die Badetemperatur sollte maximal 38°C betragen.

Eukalyptusblätter

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: In seltenen Fällen kann es bei der oralen Einnahme von Eukalyptusblätterzubereitungen zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfällen kommen. Bei entzündlichen Magen-Darmbeschwerden und bei Gallenkrankheiten sollte auf eine Anwendung mit Eukalyptusblättern verzichtet werden. Wegen des Gehalts an ätherischen Ölen sollten Eukalyptusblätterzubereitungen bei Säuglingen nicht oder nur nach vorheriger Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen. Auch bei Kleinkindern sollten Eukalyptusblätteranwendungen nur mit Vorsicht und niemals im Bereich des Gesichts, speziell der Nase, durchgeführt werden, da es zu Krämpfen bis hin zu asthmatischen Anfällen und Atemstillstand kommen kann.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Eukalyptusblätter sind in Form von Tropfen als Fertigarzneimittel erhältlich.

Eukalyptusblätter wirken nachweislich durch ihre ätherischen Öle und das Euglobale gegen Erkältungskrankheiten der Luftwege.

In der Volksmedizin werden Eukalyptusblätter zusätzlich innerlich bei Blasenerkrankungen, Asthma, Fieber, Grippe, Keuchhusten, Appetitlosigkeit, Leber- und Gallenbeschwerden und bei Diabetes eingesetzt.

Äußerlich finden Eukalyptusblätter bei Wunden, Akne, Pusten, Geschwüren, Zahnfleischbluten und Zahnschmerzen, Rheuma, Nervenschmerzen, Ausfluss und als Magen-Darmmittel Anwendung.

Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann
Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 16.05.2014
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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.