Anzeige

Eukalyptusbaum – Eucalyptus globulus

Eukalyptusbaum – Eucalyptus globulus

Ein Riese reich an ätherischen Ölen

Kein Tier der Welt tötet mehr Menschen als die Anophelesmücke, denn sie überträgt die oft tödliche Malaria. Der Eukalyptusbaum (Eucalyptus globulus) wurde in Afrika viele Jahre lang zur Eindämmung von Malariagebieten angebaut und heißt deshalb auch Fieberbaum. Zum Wachsen benötigt er enorme Wassermengen, die er anschließend über seine großen Blätter wieder verdunstet. Diese Eigenschaft wurde in Afrika zum Trockenlegen von Sumpfgebieten genutzt. Auf diese Art versuchte man, die Lebensräume der Anophelesmücke einzuschränken, was teilweise auch gelang.

Heute wird der Baum vor allem wegen seiner medizinischen Wirkungen geschätzt.

Wissenswertes über den Eukalyptusbaum

Beim Zerreiben von frischen Eukalyptusblättern strömen angenehm würzig-aromatische Dämpfe aus, die wegen ihres wohltuenden Duftes oft reflexiv in die Atemwege eingesogen werden. Legt man diese Blätter anschließend auf die Zunge und zerkaut sie, dann spürt man sofort den zusammenziehenden und leicht bitteren Geschmack im Mund.

Erst Ende des 18. Jahrhunderts erreichte der Eukalyptusbaum den Westen, als der Kapitän und Abenteurer James Cook von seinen Reisen aus Australien zurückkehrte. Seitdem ist der Eukalyptus, der auch Fieberbaum, Fieberheilbaum, oder Blaugummibaum genannt wird, aus Europa nicht mehr wegzudenken. In seiner Heimat Australien und Tasmanien wächst der Baum bis heute wild.

Frost verträgt er allerdings nicht. Deshalb wird der Eukalyptusbaum heute in subtropischen Gebieten Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas angebaut.

Insgesamt zählt man heute mehr als 600 verschiedene Eukalyptusbaumarten. Der für die Medizin wichtigste darunter ist der „Eukcalyptus globulus“. Daneben werden beispielsweise für die Eukalyptusölgewinnung auch andere, verwandte Bäume verwendet. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass sie den geltenden Qualitätsansprüchen gerecht werden. Eukalyptusbäume bilden in Australien bis heute einen Großteil des Baumbestandes. Dort sind sie neben ihrer medizinischen Bedeutung vor allem ein wirtschaftlicher Faktor als Holzquelle, da sie rasch nachwachsen.

Botanik des Eukalyptusbaumes

Der Eukalyptusbaum, der zu der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae) gehört, kann die erstaunliche Wuchshöhe von über 60 Metern erreichen. Er ist ein laubwechselnder Baum, dessen silbergraue und warzige Ringe sowie sein gedrehter Stamm kennzeichnend sind. Die jungen Blätter können bis zu 16 x 9 cm groß werden, die Reifen hingegen sind mit maximal 13 x 4 cm etwas kleiner. Die jungen Blätter sind oval bis breit-lanzettlich, stängelumfassend, herzförmig und mit einem weißlichen Schimmer überzogen. Die älteren, reifen Blätter sind hingegen sichelförmig oder lanzettlich. Sie sind ledrig, hart und von sattem Grün. Die großen weißen Blüten sitzen auf kurzen Blütenstielen und besitzen lange Staubblätter. Sie entwickeln sich erst nach vier bis fünf Jahren und blühen zwischen Oktober und Dezember.

Die Eukalyptusfrucht hat vier Hauptrippen. Sie wird 1,5 x 3,0 cm groß und ist kugelförmig, manchmal etwas abgeflacht.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Eukalyptusbaumes

Die medizinischen Wirkstoffe des Eukalyptusbaumes sind die Extrakte aus den Eukalyptusblättern und das Eukalyptusöl. Sie werden in der pharmazeutischen und medizinischen Sprache als Eucalypti folium (Eukalyptusblätter) und als Eucalypti aetheroleum (Eukalyptusöl) bezeichnet.

Ansprüche an die Qualität der Wirkstoffe sind im Europäischen Arzneibuch (PhEur) festgelegt. Hierzu gehören auch die Inhaltsstoffe.

Die Eukalyptusblätter enthalten ätherisches Öl, Phenolcarbonsäuren, Flavonoide, Triterpensäuren, Phloroglycinterpenderivate sowie Gerbstoffe und Polysaccaride. Das Eukalyptusöl enthält einen Mix aus ätherischen Ölen. Die Hauptmenge macht das Eucalyptol aus, dessen Gehalt mindestens 70 % in dem Öl betragen muss.

Medizinische Wirkungen

Sowohl Eukalyptusblätter als auch Eukalyptusöl sind nachweislich bei Erkältungen hilfreich. Äußerlich angewandt hilft das Eukalyptusöl auch bei Rheumabeschwerden. Die ätherischen Öle können einen positiven Effekt auf das Lungengewebe haben, das sich durch die Wirkung schneller regeneriert. Außerdem tötet das ätherische Öl Krankheitskeime ab und hilft dabei, Schleim in den Atemwegen abzuhusten.

Die Kommission E des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte empfiehlt Eukalyptusblätter bei „Erkältungskrankheiten der Luftwege“ und Eukalyptusöl bei „Erkältungskrankheiten der Luftwege (innerlich und äußerlich) und gegen rheumatische Beschwerden (äußerlich).“

Geschrieben von Redaktion 07.02.2011
Geschrieben von Redaktion 07.02.2011
Anzeige

Erfahrungsberichte zu Eukalyptusbaum

Fragen zu Eukalyptusbaum

0 x
Ich würde gerne einen Eukalyptus Tee probieren. Der soll ja unterstützend beim entschleimen der Atemwege wirken. Im Supermarkt habe ich bisher aber keine gesehen. In der Apotheke ist dieser Tee aber bestimmt sehr teuer und ein Reformhaus ha
1 x
Vorneweg gleich mal, ich mag Knoblauch und ich esse diesen auch leidenschaftlich gerne! Bisher habe ich keinerlei Probleme an meiner Arbeitsstelle mit dem Geruch, den Knoblauchkonsum so mit sich bringt. Jetzt wechsle ich aber zum 02.01. nächstes

Tipps zu Eukalyptusbaum