Anzeige
Anzeige

Sie kennen uns vielleicht auch aus:

Eibischwurzel – Althaeae radix

Anzeige
Eibischwurzel – Althaeae radix

Wirksame Wurzel bei gereizten Schleimhäuten

Eibisch verfügt über zwei medizinische Wirkstoffe: Eibischwurzel und Eibischblätter. Bei der Eibischwurzel handelt es sich um die zerkleinerten, geschälten bzw. ungeschälten und getrockneten unterirdischen Bestandteile des Eibisch. Die Eibischwurzel ist reich an Schleimstoffen, die sich wie ein Schutzfilm über wunde Hautstellen legt. Sie ist mit ihren reizlindernden Eigenschaften daher ein wirksames pflanzliches Arzneimittel, wenn es um die Behandlung von Schleimhautirritationen geht. Hierzu zählen sowohl Beschwerden im Mund- und Rachenbereich (u.a. Mundschleimhautentzündung, Stomatitis; Zahnfleischentzündung; Halsschmerzen) als auch trockener Reizhusten sowie Entzündungen der Magenschleimhaut.

Auf einen Blick:

Eibischwurzel

  • Wirkt: reizlindernd, hemmend auf Hustenreiz, schleimhautschützend
  • Kann eingesetzt werden: bei Schleimhautreizungen im Mund und Rachen, gegen trockenen Reizhusten, bei leichten Magenschleimhautentzündungen

Inhaltsstoffe der Eibischwurzel

Die Natur hat eine ganze Reihe schleimstoffhaltiger Heilpflanzen hervorgebracht, dazu zählen die Malve, Isländisch Moos und auch die Linde mit ihren hilfreichen Blüten. Der Gehalt an diesen reizlindernden Substanzen, den sogenannten Polysacchariden, ist in der Eibischwurzel jedoch mit einem Anteil zwischen 10 und 20% extrem hoch und dadurch besonders wirksam. Schleimstoffe verfügen über einen einhüllenden, schützenden Charakter. Sie legen sich schützend über gereizte und entzündete Schleimhäute und fördern so den Heilungsprozess.

Wirkung bei Irritationen der Mund- und Rachenschleimhaut

Anzeige

Einhüllend bei Entzündungen

Entzündungen im Mund- und Rachenraum (Mundschleimhautentzündung, Stomatitis; Zahnfleischentzündung; Halsschmerzen) sind schmerzhaft. Oftmals liegt den Beschwerden ein Virusinfekt, etwa eine Erkältung oder Grippe zugrunde. Aber auch Magenprobleme, wie saures Aufstoßen, können zu den Beschwerden führen. Zwar können Eibischwurzeln die Ursache einer Erkältung nicht beheben, wohl aber eine entzündete Magenschleimhaut zurück ins Gleichgewicht bringen. Schnelle Hilfe bietet der Wirkstoff vor allem bei akuten Schleimhautreizungen im Mund und Rachen – dafür ist ihr enorm hoher Anteil an Schleimstoffen zuständig.

Diese Schleimstoffe legen sich bei innerer Anwendung, etwa beim Gurgeln oder Spülen, schützend über die geschädigten Schleimhäute und bilden dadurch eine Barriere gegenüber äußeren Reizen – auch saures Aufstoßen. Das darunter liegende Gewebe ist abgeschirmt und erhält somit Zeit für ihre notwendige Selbstheilung.

Wirkung bei leichten Magenschleimhautentzündungen

Schützend bei Magenirritationen

Mit der Eigenschaft der Eibischwurzel hilfreich bei leichten Entzündungen der Magenschleimhaut zu sein, nimmt die Eibischwurzel eine Sonderstellung unter den pflanzlichen Heilmitteln ein. Es gibt zwar auch andere pflanzliche Wirkstoffe für dieses Anwendungsgebiet, wie Leinsamen, deren Wirkung zielt jedoch vielmehr auf einer Verdauungsregulierung ab und muss mit der täglichen Ernährung zugeführt werden. Dies ist bei der Eibischwurzel nicht der Fall: Sie entfaltet ihre schützende und heilungsfördernde Eigenschaft – auch als Tee eingenommen – nachweisbar über entzündeten Schleimhäuten im Magen, ohne den Verdauungstrakt an sich zu beeinflussen. Auch stark gewürzte Speisen werden so besser verträglich, Bauchschmerzen und saures Aufstoßen lassen nach.

Grund für diese Wirkungen sind die enthaltenen Schleimstoffe. Ihr hoher Gehalt sorgt dafür, dass ihre Barrierewirkung gegen äußere Reize bis in den Magen reicht.

Anwendung und Dosierung der Eibischwurzel

Eibischtee
Bei Reizungen der Mund- und Rachenschleimhaut oder bei trockenem Reizhusten sowie bei entzündeter Magenschleimhaut gehört ein Tee aus Eibischwurzel zu den Hausmitteln der ersten Wahl.

Zubereitung und Dosierung

Setzen Sie 2 Teelöffel (6 g) Eibischwurzel mit 1 großen Tasse (250) kaltem Wasser an und lassen Sie den Aufguss unter ständigem Rühren etwa ½ Stunde lang stehen. Beachten Sie bitte, dass ein Aufguss mit heißem Wasser die Schleimstoffe der Eibischwurzel zerstören kann. Seihen Sie die Wurzel anschließend ab. Erst jetzt wird der Aufguss erwärmt.
Kräutertee mit Eibisch, Malve, Kamille und Wollblumen
Eibischwurzel kann zur Behandlung von trockenem Reizhusten, bei gereizten Schleimhäuten im Mund und Rachen sowie bei Magenschleimhautentzündungen gut mit anderen Heilpflanzen kombiniert werden, da sich die Heilpflanzen in ihrer Wirkung untereinander begünstigen können.

Zubereitung und Dosierung

Zutaten:

  • Eibischwurzeln 40 g

Überbrühen Sie 1 Esslöffel der Teemischung mit 1 Tasse (150 ml) kochendem Wasser und lassen Sie das Ganze 5 bis 10 Minuten lang ziehen, bevor Sie die Pflanzenbestandteile abseihen.

 

Dosierung:

Trinken Sie etwa 3 Tassen der Teemischung täglich, bis die Beschwerden abklingen.

Eibischwurzel

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken und Nebenwirkungen sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen (Tagesdosis: 6 g) der Eibischwurzel nicht bekannt. Allerdings kann sich die Aufnahme (Resorption) anderer Arzneimittel, die gleichzeitig eingenommen werden, verzögern.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Extrakte aus Eibischwurzeln sind als Fertigarzneimittel in Form von Hustensirup und Hustensaft erhältlich. In Kombination mit anderen Heilpflanzen in Form von Tropfen und Dragees verfügbar. Sie erhalten das getrocknete Präparat in der Apotheke. Eibischwurzeln werden in Fertigarzneitees verwendet als alleiniger Wirkstoff oder in Kombination mit anderen Heilpflanzen.

Die Eibischwurzel ist ein schleimstoffhaltiger Wirkstoff. Sie lindert nachweislich Schleimhautreizungen im Mund- und Rachenbereich, nützt gegen trockenen Reizhusten und ist außerdem bei leichten Entzündungen der Magenschleimhaut wirksam.

In der Volksmedizin wird die Eibischwurzel auch bei Durchfall eingesetzt sowie äußerlich bei Insektenstichen und Geschwüren.

Quellen:
  • Distler PG, Hensel A: Echter Eibisch (Althaea officinalis L.): traditionelle Heilpflanze und neue Erkenntnisse zur Wirkungsweise. In: Zeitschrift für Phytotherapie 2009(30):292-295

 

 

Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann
Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 25.07.2014
Anzeige