Anzeige

Eibischblätter-Extrakt – Althaeae folium

Eibischblätter-Extrakt – Althaeae folium

Wirksamer Extrakt bei Schleimhautreizungen

Die medizinischen Wirkstoffe des Eibischs sind die getrockneten Laubblätter der Pflanze (Eibischblätter) und die Eibischwurzel.

Eibischblätter-Extrakte lassen sich ganz unkompliziert bei gereizten Schleimhäuten im Mund oder im Rachen (Mundschleimhautentzündung, Stomatitis; Zahnfleischentzündung; Halsschmerzen) anwenden, z.B. als Tee. Sie sind außerdem nachweislich gegen trockenen Reizhusten effektiv.

Diese Wirkungen werden durch die aktive Reizlinderung an entzündeten, irritierten oder besonders empfindlichen Orten in Bereichen der Mundhöhle, des Rachens bis hin in die Luftröhre erreicht.

Auf einen Blick:

Eibischblätter

  • Wirken: einhüllend, schützend auf Schleimhäute, hustenreizlindernd
  • Können eingesetzt werden: bei irritierter Schleimhaut im Mund und Rachen, gegen trockenen Reizhusten

Inhaltsstoffe der Eibischblätter

Interessant für die medizinische Anwendung der Eibischblätter als Wirkstoff sind die enthaltenen Schleimstoffe, deren Gehalt zwischen 6 und 10% liegt. Bei diesen Schleimstoffen handelt es sich um eine Mischung löslicher komplexer Zuckerverbindungen (Polysaccharide), wobei die Hauptkomponenten Galakturonorhamnane, Arabinogalaktane, Arabane und Glucane sind. Schleimstoffe verfügen über die Eigenschaft mit Wasser zu quellen und eine gelartige Konsistenz anzunehmen. Sie schmecken daher auch etwas schleimig. Von medizinischem Interesse sind Schleimstoffe jedoch wegen ihrer nachweislich reizlindernden und schleimhautschützenden Eigenschaften. Eibischblätter liegen bezogen auf ihren Schleimstoffgehalt im „oberen Mittelfeld“, verglichen mit anderen Heilpflanzen.

Anwendung bei Schleimhautreizungen im Mund- und Rachenraum.

Schützt irritierte Schleimhäute

Der medizinische Nutzen der Eibischblätter-Extrakte liegt vor allem darin, dass sie bei innerer Anwendung durch ihre enthaltenen Schleimstoffe eine schützende Barriere über geschädigten Schleimhäuten entfalten. Bei entzündetem Gewebe im Mund und Rachenraum (Mundschleimhautentzündung, Stomatitis; Zahnfleischentzündung; Halsschmerzen) etwa, kann dieser

Schutzfilm beim Spülen oder Gurgeln mit dem Extrakt gebildet werden.

Anders als beispielsweise bei gerbstoffhaltigen Wirkstoffen wie Eichenrinde, zielt der Eibischblätter-Extrakt weniger darauf ab, dass sich die Schleimhaut zusammenzieht, sondern vielmehr auf einer aktiven Reizlinderung. Diese Fähigkeit beruht auf der Konsistenz und den damit verbundenen Eigenschaften der Schleimstoffe. Wird der Eibischblätter-Extrakt lokal angewendet, breitet er sich automatisch wie ein unsichtbarer Film über die Schleimhäute aus. Gerade bei Erkältungen, die zu Reizungen im Rachen (Halsschmerzen) führen können, ist dies eine Wohltat. Außerdem kann sich das darunter liegende Gewebe erholen und wird wieder in Takt gesetzt.

Anwendung bei Reizhusten

Barrierebildend für Hustenreizfaktoren

Manche Bereiche der oberen Atemwege reagieren besonders empfindsam auf äußere Reize wie kalte Luft oder lautes Sprechen. Dazu gehören besonders Bereiche des Rachens aber auch die Luftröhre. Die Folge solcher Reize, verbunden mit einer Erkältung oder Grippe ist oftmals ein mehr oder weniger ausgeprägter Hustenreiz.

Eibischblätter besitzen einen hohen Schleimstoffgehalt, weswegen sie einen quälenden Hustenreiz aktiv bekämpfen können. In Eibischblätter-Auszügen liegen diese Schleimstoffe in gelöster, gelartiger Form vor. Werden sie innerlich angewendet, z.B. als Tee, breiten sie sich automatisch schützend über alle Schleimhäute vom Mund bis in die oberen Atemwege aus. Es entsteht ein dünner Schutzfilm, der die gereizte Schleimhaut im Hals und im Bereich der Luftröhre einhüllt. Dadurch wird der Hustenreiz eingedämmt und das eingehüllte Gewebe kann heilen.

Eibisch-Extrakt

Darreichungsform und Dosierung der Eibischblätter

Tee

Bei Reizungen der Mund- und Rachenschleimhaut oder bei trockenem Reizhusten sind Eibischblätter ein gut geeigneter Wirkstoff. Verglichen mit der Eibischwurzel als Wirkstoff, stellen sie jedoch das Mittel der zweiten Wahl dar. Für die Teeherstellung setzten Sie 1 Teelöffel (1,5 g) der Eibischblätter mit 1 Tasse (150) kaltem Wasser an. Heißes Wasser kann die Schleimstoffe zerstören. Lassen Sie den Extrakt unter ständigem Rühren etwa ½ Stunde lang ziehen und sieben Sie die Blätter anschließend ab. Jetzt kann der Tee erwärmt werden.

Dosierung

Trinken Sie den Eibischblättertee bis zu 3-mal täglich.

Eibischblätter-Extrakt

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken und Nebenwirkungen sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen (Tagesdosis: 5 g) der Eibischblätter nicht bekannt. Die Schnelligkeit der Aufnahme (Resorption) anderer Arzneimittel, die zum selben Zeitpunkt eingenommen werden, kann sich jedoch verspäten.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Extrakte aus Eibischblättern sind als standardisierte Fertigarzneimittel bislang nicht erhältlich. Sie erhalten das getrocknete Präparat in der Apotheke. Eibischblätter werden in Fertigarzneitees in Kombination mit anderen Heilpflanzen angeboten.

Eibischblätter wirken durch ihre Schleimstoffe nachweislich reizlindernd. Sie nützen daher gegen Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenbereich und sind belegbar gegen trockenen Reizhusten wirksam.

In der Volksmedizin werden Eibischblätter innerlich bei Diarrhö verwendet. Äußerlich werden die Blätter bei Insektenstichen und Geschwüren gebraucht.

Geschrieben von Redaktion 11.02.2011
Geschrieben von Redaktion 11.02.2011
Anzeige

Erfahrungsberichte zu Eibisch

Fragen zu Eibisch

Tipps zu Eibisch