Arnikablüten-Extrakt – Arnicae flos (2)

Arnikablüten-Extrakt – Arnicae flos (2)

Effektive Hilfe für eine gesunde Haut

Es sind die hübsch blühenden Blüten der Arnika, die den medizinischen Wirkstoff stellen. Arnikablüten haben ein breites Wirkspektrum, welches von entzündlichen Hauterkrankungen, über Beschwerden des Bewegungsapparates bis hin zu Venenerkrankungen reichen.

Insgesamt lässt sich der Wirkstoff für sechs anerkannte medizinische Einsatzbereiche effektiv einsetzten. Um die Fülle der Informationen übersichtlich mit Anwendungsbeispielen zu den jeweiligen Einsatzgebieten zu erläutern, wurden die Wirkstofftexte zum Arnikablüten-Extrakt in 3 Abschnitte eingeteilt.

Arnikablüten-Extrakte eignen sich beispielsweise zur Behandlung von Verletzungen (Text 1) durch äußere Einwirkungen wie Prellungen oder Quetschungen. Informationen zu diesem Anwendungsgebiet finden Sie ausführlich im Text 1. Arnikablüten-Extrakte sind darüber hinaus bei Muskel- und Gelenkproblemen (Text 1) durch Rheuma nützlich, ebenso bei Furunkel (dieser Text) (Hautentzündungen mit schmerzhaften Knoten und Eiterbildung), Entzündungen nach Insektenstichen. Die Extrakte helfen nachweislich bei oberflächlich entzündeten Venen (Text 3). Zusätzlich eignet sich der Wirkstoff gut bei Schleimhautentzündungen (Text 3) im Mund und im Rachen (Mundschleimhautentzündung, Stomatitis; Zahnfleischentzündung; Halsschmerzen).

Auf einen Blick:

Arnikablüten

  • Wirken: entzündungshemmend, schmerzlindernd, gegen Bakterien und Pilze, gewebereizend, haut- und schleimhautreizend
  • Können eingesetzt werden: gegen Verletzungen (auch durch Unfälle), Muskel- und Gelenkbeschwerden, Furunkel (gelbe Pustel), entzündeten Insektenstichen, oberflächlich entzündeten Venen, Entzündungen im Mund- und Rachen

Inhaltstoffe der Arnikablüten

Die wichtigsten Inhaltstoffe der Arnikablüten sind das Helenalin und das Dihydrohelenalin. Helenalin und Dihydrohelenalin gehören zu der großen Inhaltstoffgruppe der Sesquiterpene und wirken zusammen mit ihren Abkömmlingen (Estern) nachweislich entzündungshemmend. Dieser Effekt geht auf die Hemmung von Begleitstoffen (Mediatoren) zurück, die für die Entstehung von Entzündungen benötigt werden.

Darüber hinaus können die Arnikablüten-Extrakte Wassereinlagerungen (Ödemen) entgegenarbeiten und schmerzstillend wirken. Unterstützt werden die Sesquiterpe (Sesquiterpenlactone) durch ätherische Öle und Flavonoide, weil sie ebenfalls entzündungshemmend wirken können. Zusätzlich zeigen alle drei Inhaltstoffgruppen Aktivitäten gegen manche Bakterien (grampositive Bakterien) sowie gegen Pilze. Allerdings können sie auch Gewebe, die Haut und die Schleimhaut reizen.

Anwendung bei Furunkeln (gelben Pusteln)

Immunstärkend bei Entzündungen der Haut

Ein Furunkel zeigt sich durch einen dicken, schmerzhaften Knoten, der mit Eiter gefüllt ist und schnell an Größe zunimmt. Die Voraussetzung für die Entstehung eines Furunkels ist zumeist ein geschwächtes Immunsystem. Das kann z.B. bei Krebserkrankungen oder bei Diabetes mellitus der Fall sein.

Außer bei Furunkeln im Bereich des Gesichtes können Arnikablüten-Extrakte eine effektive Hilfe und manchmal auch eine Alternative zur einer Antibiotika-Therapie darstellen.

Die Arnikablüten-Extrakte wirken hierbei zweigleisig. Zum einen greifen die Extrakte aktiv in den Entzündungsprozess ein. Zum anderen ist der Wirkstoff dazu in der Lage, Bakterien und Pilze abzutöten.

An einer Entzündung sind immer körpereigene Stoffe z.B. Botenstoffe beteiligt. Arnikablüten-Extrakte hemmen diese Stoffe in ihrer Entstehung, sodass bestehende Entzündungen in Folge abklingen und weitere Entzündungsreaktionen eingedämmt werden. Zusätzlich töten die Extrakte Krankheitserreger auf der Haut effektiv ab, weswegen sich ein Furunkel zurückbilden kann.

Anwendung bei entzündeten Insektenstichen

Antientzündlich bei Insektenbissen

Der Wirkmechanismus der Arnikablüten-Extrakte bei Insektenbissen, ist mit dem bei der Anwendung bei Furunkeln vergleichbar.

Die Extrakte aus der wirksamen Arnikablüte hemmen die Entstehung von körpereigenen Substanzen, die von innen heraus eine Entzündungsreaktion bewirken können. Gleichzeitig bewirken die Extrakte, dass Bakterien oder Pilze, die sich an der entzündeten (aber nicht offenen Stelle) angesammelt haben effektiv abgetötet werden.

Überwärmung, Rötungen und Schmerzen lassen somit schnell nach.

Arnikablüten-Extrakt

Darreichungsform und Dosierung der Arnikablüten

Pinselung

Arnikablüten-Extrakte liefern bei Insektenstichen eine Art „Erste Hilfe“ und können bei leichten Furunkeln (außer Gesicht) kleine Wunder bewirken. Hierzu benötigen Sie Arnikatinktur (aus der Apotheke), die Sie bitte mit 65 – 70%igem Alkohol verdünnen. Das Mischungsverhältnis sollte 1:3 bis 1:5 betragen.

Anwendung

Tragen Sie die verdünnte Tinktur mehrmals täglich mit einem sauberen Pinsel auf den Insektenstich oder das Furunkel auf.

 
Arnikablüten-Extrakt

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken und Nebenwirkungen sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen der Arnikablüten gering.

Weitere Informationen zu den Risiken und Nebenwirkungen des Arnikablüten-Extrakts entnehmen Sie bitte dem Text Arnikablüten-Extrakt (1).

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Extrakte aus Arnikablüten sind als Fertigarzneimittel in Form von Salbe, Gel, und als Tinktur erhältlich. In Ihrer Apotheke erhalten Sie die Blüten in gtrockneter Form zur weiteren Anwendung.

Arnikablüten werden außerdem in Arzneittees, in Kosmetika und in medizinischer Körperpflege eingesetzt.

Arnikablüten sind bei Verletzungen (Text 1) auch durch Unfälle, die sich durch Blutergüsse, Prellungen oder Quetschungen äußern ein beweisbar wirksames pflanzliches Arzneimittel. Auch die Blüten-Extrakte gegen rheumatische Muskel- und Gelenkbeschwerden (Text 1). Zudem sind Arnikablüten beweisbar gegen Furunkulose (schmerzhaft entzündeter Knoten mit Eiterbildung), entzündete Insektenstichen und oberflächlichen Entzündungen der Beinvenen (Text 3) hilfreich. Darüber hinaus ist die Wirkung gegen Mund- und Rachenschleimhautentzündungen (Text 3) belegt.

In der Volksmedizin werden Arnikablüten wie in Arnikablüten-Extrakt (Text 1) eingesetzt.

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