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Echinacea purpurea - Purpur-Sonnenhut

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Echinacea purpurea - Purpur-Sonnenhut

Intaktes Immunsystem, starke Blase und gesunde Haut

Um keine eine andere Heilpflanze wurde in den vergangen Jahrzehnten so viel Aufhebens gemacht wie um den Echinacea purpurea (Purpur-Sonnenhut/Roter Sonnenhut) – vor allem als Wirkstoff bei einer Erkältung ist der Sonnenhut beliebt, da ihm eine stärkende Wirkung auf das Immunsystem nachgesagt wird.

Wobei hilft Roter Sonnenhut?

Echinacea purpurea gehört in Deutschland zu den wichtigsten Heilpflanzen, die bei Erkältungssymptomen eingesetzt werden. Zu diesem Zweck wird sein Kraut zu pflanzlichen Arzneimitteln verarbeitet. Dieses wirkt außerdem nachweislich bei chronischen Erkältungskrankheiten und Infektionen der Harnwege. Auch zur Vorbeugung einer Erkältung und von Harnwegerkrankungen eignet es sich. Darüber hinaus nützt es nachweislich bei der Wundheilung. Die Kommission E des Bundesinstitus für Arzneimittel und Medizinprodukte empfiehlt das Kraut des Echinacea purpurea als „adjuvant bei rezidivierenden Infekten im Bereich der Atemwege, adjuvant bei rezidivierenden Infekten im Bereich der ableitenden Harnwege und bei schlecht heilenden, oberflächlichen Wunden.“

Der europäische Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) fügte eine weitere positive Bewertung hinzu: „adjuvante Therapie und Prophylaxe bei wiederkehrenden Infektionen der oberen Atemwege und bei Infektionen des Urogenitaltraktes.“

Umstritten ist der Einsatz der Wurzel-Extrakte des Echinacea purpurea, das ebenfalls bei Erkältungen wirksam sein soll. Die Kommission E (1992) empfiehlt die Wurzel des Echinacea purpurea nicht zur therapeutischen Anwendung, weil das Nutzen-Risiko Verhältnis als negativ bewertet wurde.

ESCOP hingegen befürwortet die Anwendung bei folgenden Beschwerden: „Adjuvante Therapie und Prophylaxe bei wiederkehrenden Infektionen der oberen Atemwege.“

Wissenswertes zu Echinacea purpurea

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Der Echinacea purpurea (Purpur-Sonnenhut) ist eine bemerkenswerte Pflanze: Anpassungsfähig, lässt sich leicht vermehren, verträgt Hitze und Kälte, passt in jeden Staudengarten, ist vor allem während der Blüte sehr dekorativ und vereint obendrein eine ganze Reihe positiver Eigenschaften für unsere Gesundheit. Das Gewächs ist dem Volksmund nicht nicht nur als Purpur-Sonnenhut oder Roter Sonnenhut geläufig: Purpurfarbener Igelkopf, Kegelblume, Purpursonnenhut, Rote Sonnenblume oder Rudbeckie – alles Namen für ein und die selbe Pflanze, den Echinacea purpurea.

Dabei handelt es sich um eine alte Arzneipflanze, die bis zum Aufkommen der Schulmedizin vorrangig unter den nordamerikanischen Indianerstämmen Verwendung fand. In der traditionellen Medizin der Indianer war sie DAS Heilmittel schlechthin und wurde bei fast jeder Erkrankung gebraucht. Aber nicht nur der Purpursonnenhut erfreute sich großer Beliebtheit bei den Indianerstämmen, sondern auch seine Verwandten wie beispielsweise der Echinacea pallida (Blassfarbener Sonnenhut).

Vor allem zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Sonnenhut als Heilpflanze beliebt. Er wurde in der Frauenheilkunde, bei Vergiftungen, Verbrennungen und entzündlichen Hautkrankheiten eingesetzt. Verwendet wurde seinerzeit jedoch nicht der Echinacea purpurea (Purpurfarbener Sonnenhut), sondern der Schmalblättrige Sonnenhut (Echinaceae angustifolia).

Mittlerweile hat der Echinacea purpurea seinen festen Platz in der Reihe der pflanzlichen Arzneimittel gefunden. Durch seine wertvollen Inhaltsstoffe wurde die Pflanze zu einem der beliebtesten pflanzlichen Erkältungsmittel überhaupt.

Der Name Igelkopf

Der Name Echinacea leitet sich von dem griechischen Wort „echinos“ (Igel) ab. Dadurch erklärt sich auch das deutsche Synonym des Echinacea purpurea: „Igelkopf“. Tatsächlich erinnert der Sonnenhut mit seinem konisch gewölbten Blütenboden, den langen Röhrenblüten und den stacheligen Spreublüten an einen Igel.

Botanik des Echinacea purpurea

Der hübsche Echinacea purpurea gehört zu der Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae/Compositae) und ist eine mehrjährige Pflanze. Sie wächst zwischen 60 bis 180 cm hoch und besitzt große, einzelne, wechselständige oder gegenständige Blätter. Die Ränder der bis zu 20 cm langen Blätter sind ganz und ihre Oberfläche ist rau und behaart, wobei die Gestalt der Blätter lanzellich auftritt. Meistens bildet der Purpur-Sonnenhut mehrere Wurzeln aus, die pfahlartig in den Boden wachsen und ein langes Wurzelsystem ausbilden können.

Kennzeichnend für den Purpur-Sonnenhut ist jedoch seine Blüte mit dem kegelig gekrümmten Blütenbogen, den stacheligen Spreublättern und den bis zu 4 cm langen purpurroten Zungenblüten. Diese blühen erst im Spätsommer bis Oktober.

Echinacea purpurea ist die wohl bekannteste Art unter den Sonnenhutgattungen. In ihrer Heimat, in Nordamerika, stellt sie gleichzeitig die häufigste und am weitesten verbreitete Art dar. Ursprünglich wuchs die Pflanze ausschließlich in den weiten Prärielandschaften und Steppengebieten. Heute wird sie in Gärten und für den Arzneipflanzenanbau auf feuchten, durchlässigen Böden kultiviert – am besten auf sandigen Lehmböden. Der Echinacea purpurea mag neutrale Böden, die im pH-Bereich zwischen 5,8 bis 6,8 liegen. Wie sein Name bereits andeutet, liebt der Sonnenhut sonnige Standorte. Trotzdem ist er frosthart und er verträgt eine Jahresdurchschnittstemperatur von nur 5°C. Außerdem ist eine Honigpflanze: Seine Blüten, die an einen Igel erinnern, locken vor allem im Frühjahr und Sommer zahlreiche Insekten an.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Echinacea purpurea

Der Echinacea purpurea besitzt zwei Wirkstoffe: Das Kraut und die Wurzel, wobei die Wirkungen der Wurzel von der Wissenschaft noch nicht vollständig anerkannt wurden. Die medizinische und pharmazeutische Bezeichnung des Echinacea purpurea Kraut (Purpur-Sonnenhutkraut) lautet Echinaceae purpureae herba und die der Wurzel Echinaceae purpureae radix. Auf Deutsch: Purpur-Sonnenhutkraut und Purpur-Sonnenhutwurzel. Die Qualität der Wurzel wurde noch nicht festgelegt, die des Sonnenhutkrauts wird hingegen im Europäischen Arzneibuch (PhEur) geregelt.

Sie enthalten Polysaccaride, ätherische Öle, Flavonoide, Alkamide und Polyine. Zusätzlich konnten in der Wurzel noch Alkaloide nachgewiesen werden.

Herkunft des Purpur-Sonnenhuts

Aus seinem ersten botanischen Namen „Dracunculus Virginianus latifolisus petalis florum longissimis purpurascentibus“, lässt sich die Herkunft und Verbreitung des Sonnenhuts ableiten. Tatsächlich stammt die Pflanze aus Virginia, USA. Aber auch in anderen Gebieten der Vereinigten Staaten ist die Pflanze verbreitet. Zu diesen Gebieten zählen vor allem die Great Plains des mittleren Westens und die Mittelgebirge Nordamerikas. In ihnen wurden zudem zahlreiche fossile Funde bei archäologischen Ausgrabungen entdeckt. Aber auch in den Südstaaten der USA, in Texas, gedeiht Echinacea.

Die Pflanze blüht im Sommer bis zum Herbst. Nach ihrer Blüte entwickeln sich unzählige Samen, die durch den Wind oder durch Vögel verbreitet werden. Auch heute noch kann man die natürliche Verbreitung der Pflanzensamen fördern: Die trockenen Blütenstände können über den Winter auf der Pflanze im Garten bleiben und als Nahrung für Amseln, Finken und anderen Vögel dienen. 

Nach Deutschland kam der Purpur-Sonnenhut in den Dreißigerjahren. Der damaligen Popularität des schmalblättrigen Sonnenhuts geschuldet, stellte sich ein Engpass bei der Frischpflanzenbeschaffung ein. Als neues Saatgut der Pflanze in Deutschland eintraf, fand man in der Sendung eine Überraschung vor: Versehentlich wurden Samen des Purpursonnenhuts eingepackt. Nach der Aufzucht der Pflanzen stellte man aber schnell fest, dass die Frischpflanzenzubereitung aus dem neuen Sonnenhut ebenfalls sehr wirksam war. Die Erfolgsgeschichte des Echinacea purpurea in Europa begann also mit einer glücklichen Verwechslung.

Die erste Darstellung der Pflanze erfolgte schon im Jahr 1699 durch den Professor für Botanik Rorbert Morrison in Oxford. Er nannte die Pflanze etwas umständlich „Dracunculus Virginianus latifolius petalis florum longissimis purpurascentibus“. Nur etwa 50 Jahre später (1753) beschrieb auch der Naturforscher und Botaniker Carl von Linné die gleiche Pflanze in seinem Werk „Species Plantarum“, nannte sie aber „Rudbeckia purpurea“. Erst durch den deutschen Apotheker und Chemiker Conrad Moench erhielt die Pflanze im Jahr 1794 ihren noch heute gültigen Namen „Echinacea purpurea“ – zu Deutsch „Purpurfarbener Sonnenhut“.

Sonnenhut im Erfahrungsschatz der Indianer Nordamerikas

Ursprünglich aber war der Echinacea purpurea eine Arzneipflanze der Indianer Nordamerikas. Erst zum Ende des 19. Jahrhunderts entdeckten auch die weißen Siedler die Heilkraft der Pflanze.

Die Indianer nutzten den Sonnenhut als eine Art Allheilmittel, unterschieden dabei jedoch nicht zwischen den einzelnen Arten. Daher verwendeten sie den Echinacea purpurea (Purpurfarbener Sonnenhut) medizinisch ebenso wie den Echinacea pallida (Blassfarbenen Sonnenhut), der auch als Gegengift bei Schlangenbissen eingesetzt wurde.

Aber es gibt noch eine weitere Besonderheit: Von der Anwendung Echinaceas stammt möglicherweise das bekannte Sprichwort „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“. So heißt in einer älteren Schrift einer Apotheke aus dem amerikanischen Kansas „Aus der geschnittenen Wurzel wurde ein Tee gewonnen, der die Schmerzempfindung reduzierte und die antiseptische Blutqualität verbesserte…“.

Quellen:
  • Bauer R: Arzneipflanzenporträt: Echinacea – welche Inhaltsstoffe wirken immunmodulierend? In: Deutsche Apotheker Zeitung 1992; 132: 1233
  • Dorn M: Milderung grippaler Effekte durch ein pflanzliches Immunstimulans. In: Natur- und Ganheitsmedizin 1989; 2: 314-319
  • Hänsel R, Sticher O: Pharmakognosie – Phytopharmazie. Heidelberg 2007
  • Heilpfanzen-Welt: Echinaceae purpureae radix (Purpursonnenhutwurzel). http://buecher.heilpflanzen-welt.de/BGA-Kommission-E-Monographien/echinaceae-purpureae-radix-purpursonnenhutwurzel.htm
  • Hurni S, Kellenberger M: Die 20 besten Heilkräuter. In: Natürlich Gesund, Natur, Gesellschaft, 2008; 9: 47-49
  • Kubelka W, Länger R: Phytokodex – Pflanzliche Arzneispezialitäten in Österreich. Gabliz 2001
Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann
Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 28.08.2014
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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.
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Studien zu Echinacea purpurea - Purpur-Sonnenhut

Studientitel
Medicinal properties of Echinacea: A critical review (und weitere 2 Studien)
Jahr
2003, 1998, 1992
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