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Echinacea purpurea - Purpurfarbener Sonnenhut

Echinacea purpurea - Purpurfarbener Sonnenhut

Intaktes Immunsystem, starke Blase und gesunde Haut

Um keine eine andere Heilpflanze wurde in den vergangen Jahrzehnten so viel Aufhebens gemacht wie um den Echinacea purpurea (Purpurfarbener Sonnenhut) – vor allem als Wirkstoff bei einer Erkältung ist der Sonnenhut beliebt, da ihm eine stärkende Wirkung auf das Immunsystem nachgesagt wird. 

Wissenswertes zu Echinacea purpurea

Der Echinacea purpurea (Purpurfarbener Sonnenhut) ist eine bemerkenswerte Pflanze: Anpassungsfähig, lässt sich leicht vermehren, verträgt Hitze und Kälte, passt in jeden Staudengarten, ist vor allem während der Blüte sehr dekorativ und vereint obendrein eine ganze Reihe positiver Eigenschaften für unsere Gesundheit. Das Gewächs ist dem Volksmund nicht nicht nur als Purpurfarbener Sonnenhut geläufig: Purpurfarbener Igelkopf, Kegelblume, Purpursonnenhut, Rote Sonnenblume oder Rudbeckie – alles Namen für ein und die selbe Pflanze, den Echinacea purpurea.

Dabei handelt es sich um eine alte Arzneipflanze, die bis zum Aufkommen der Schulmedizin vorrangig von den nordamerikanischen Indianerstämmen Verwendung fand. In der traditionellen Medizin der Indianer war sie DAS Heilmittel schlechthin und wurde bei fast jeder Erkrankung gebraucht. Aber nicht nur der  Echinacea purpurea (Purpurfarbener Sonnenhut) erfreute sich großer Beliebtheit bei den Indianerstämmen, sondern auch seine Verwandten wie beispielsweise der Echinacea pallida (Blassfarbener Sonnenhut).

In Deutschland hat der  Echinacea purpurea einen festen Platz in der Reihe der pflanzlichen Arzneimittel gefunden. Durch seine wertvollen Inhaltsstoffe wurde die Pflanze zu einem der beliebtesten Erkältungsmittel auf pflanzlicher Basis überhaupt.

Botanik des Echinacea purpurea

Der hübsche Echinacea purpurea gehört zu der Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae/Compositae) und ist eine mehrjährige Pflanze. Sie wächst zwischen 60 bis 180 cm hoch und besitzt große, einzelne, wechselständige oder gegenständige Blätter. Die Ränder der bis zu 20 cm langen Blätter sind ganz und ihre Oberfläche ist rau und behaart, wobei die Gestalt der Blätter lanzellich auftritt. Meistens bildet der Purpurfarbene Sonnenhut mehrere Wurzeln aus, die pfahlartig in den Boden wachsen und ein langes Wurzelsystem ausbilden können.

Kennzeichnend für den Purpurfarbenen Sonnenhut ist jedoch seine Blüte mit dem kegelig gekrümmten Blütenbogen, den stacheligen Spreublättern und den bis zu 4 cm langen purpurroten Zungenblüten. Diese blühen erst im Spätsommer bis Oktober.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Echinacea purpurea

Der Echinacea purpurea besitzt zwei Wirkstoffe: Das Kraut und die Wurzel, wobei die Wirkungen der Wurzel von der Wissenschaft noch nicht vollständig anerkannt wurden. Die medizinische und pharmazeutische Bezeichnung des Echinacea purpurea Kraut (Purpurfarbenes Sonnenhutkraut) lautet Echinaceae purpureae herba und die der Wurzel Echinaceae purpureae radix. Auf Deutsch: Purpurfarbenes Sonnenhutkraut und Purpurfarbene Sonnenhutwurzel. Die Qualität der Wurzel wurde noch nicht festgelegt, die des Purpurfarbenen Sonnenhutkrauts wird hingegen im Europäischen Arzneibuch (PhEur) geregelt.

Sie enthalten Polysaccaride, ätherische Öle, Flavonoide, Alkamide und Polyine. Zusätzlich konnten in der Wurzel noch Alkaloide nachgewiesen werden.

Medizinische Wirkungen

Echinacea purpurea gehört in Deutschland zu den wichtigsten Heilpflanzen, die bei Erkältungssymptomen eingesetzt werden. Zu diesem Zweck wird sein Kraut zu pflanzlichen Arzneimitteln verarbeitet. Dieses wirkt außerdem nachweislich bei chronischen Erkältungskrankheiten und Infektionen der Harnwege. Auch zur Vorbeugung einer Erkältung und von Harnwegerkrankungen eignet es sich. Darüber hinaus nützt es nachweislich bei der Wundheilung. Die Kommission E des Bundesinstitus für Arzneimittel und Medizinprodukte empfiehlt das Kraut des Echinacea purpurea als „adjuvant bei rezidivierenden Infekten im Bereich der Atemwege, adjuvant bei rezidivierenden Infekten im Bereich der ableitenden Harnwege und bei schlecht heilenden, oberflächlichen Wunden.“

Der europäische Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) fügte eine weitere positive Bewertung hinzu: „adjuvante Therapie und Prophylaxe bei wiederkehrenden Infektionen der oberen Atemwege und bei Infektionen des Urogenitaltraktes.“

Umstritten ist der Einsatz der Wurzel-Extrakte des Echinacea purpurea, das ebenfalls bei Erkältungen wirksam sein soll. Die Kommission E (1992) empfiehlt die Wurzel des Echinacea purpurea nicht zur therapeutischen Anwendung, weil das Nutzen-Risiko Verhältnis als negativ bewertet wurde.

ESCOP hingegen befürwortet die Anwendung bei folgenden Beschwerden: „Adjuvante Therapie und Prophylaxe bei wiederkehrenden Infektionen der oberen Atemwege.“

Geschrieben von Redaktion 28.08.2014
Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann
Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 28.08.2014
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Studien zu Echinacea purpurea - Purpurfarbener Sonnenhut

Studientitel
Medicinal properties of Echinacea: A critical review (und weitere 2 Studien)
Jahr
2003, 1998, 1992
Kurzinfo
Purpursonnenhutextrakte stimulieren das Immunsystem! Echinacea purpurea stärkt Ihre Abwehrkräfte! Ob in der Werbung, der Apotheke oder im Internet, seit Jahren schon liest man allerorts viele solcher  Mehr...Sprüche. Neue Studien zeigen jedoch, dass dies nicht die ganze Wahrheit ist.
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