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Echinacea pallida - Blassfarbener Sonnenhut

Echinacea pallida - Blassfarbener Sonnenhut

Aus Nordamerika in unsere Hausapotheke

Die Pflanzenextrakte des Echinacea haben einen bemerkenswerten Einfluss auf unser Immunsystem und eignen sich daher sehr gut zur Behandlung grippaler Infekte. Allerdings ist Echinacea nicht gleich Echinachia. Insgesamt gibt es drei medizinisch verwendete Arten, die sich allesamt ähneln, aber eben keine identischen Wirkungen besitzen.

Wissenswertes über Echinacea pallida

Also: Wer ist wer? Neben dem Echinacea pallida (Blassfarbener Sonnenhut) gibt es zudem noch den Echinacea purpurea (Purpurfarbener Sonnenhut) und den Echinacea angustifolia (Schmalblättriger Sonnenhut). Medizinisch werden allerdings nur der blassfarbene und der purpurfarbene Sonnenhut verwendet, weil dem schmalblättrigen Vertreter bis heute keine ausreichende Wirksamkeit nachgewiesen werden konnte.

Der Echinacea pallida unterscheidet sich von seiner purpurfarbenen Verwandten durch seine langen, weißen oder rosafarbenen Zungenblüten. Beim Echinacea purpurea sind sie hingegen rot bis pink.

In der Vergangenheit kam es zwischen dem Echinacea pallida (Blassfarbenen Sonnenhut) und dem Echinacea angustifolia (Schmalblättrigen Sonnenhut) immer wieder zur Verwechslung. Ihre äußeren Erscheinungsbilder sind sich so ähnlich, dass die medizinisch verwendeten Wurzeln bis in die Neunzigerjahre hinein oft vertauscht wurden. Erst dem Wissenschaftler Rudolf Bauer gelang es, das Chinasäurederivat Cynarin im Echinacea angustifolia (Schmalblättrigen Sonnenhut) nachzuweisen, welches im Echinacea pallida (Blassfarbenen Sonnenhut) fehlt. Auch enthalten die Wurzeln des Echinacea pallida keine Alkamide, die lokal betäubend wirken können.

In Nordamerika, der Heimat des Echinacea pallida, ist die Pflanze seit vielen Jahrhunderten von medizinischer Bedeutung. In Deutschland hingegen hat ihre Popularität erst in den vergangen Jahrzehnten zugenommen, denn der Blassfarbene Sonnenhut fand erst in den Dreißigerjahren seinen Weg nach Deutschland. Trotzdem hat er bereits viele volkstümliche Namen: blasse Kegelblume, blasser Igelkopf und Rudbeckie sind die gebräuchlichsten Synonyme.

Botanik des Echinacea pallida

Der Echinacea pallida ist eine ausdauernde (mehrjährige) Pflanze, die zu der Familie der Korbblütler (Asteracae/Compositae) gehört. Sie wächst zwischen 40 und 80 Zentimeter hoch und hat große, schmale, lanzettliche Blätter, die wechselständig oder gegenständig angeordnet sein können.

Meist entwickelt die Pflanze mehrere starke, pfahlartige Wurzeln, die senkrecht tief in den Boden reichen. Kennzeichnend für ihre Wurzel sind außerdem bei einem Querschnitt eine dünne Rinde und ein gelbliches, löcheriges Gewebe mit schwarzen Flecken. Die Blüten sind groß, innen mit weißen Pollen und außen mit 4 bis 9 Zentimeter langen Zungenblüten, die weiß oder blassrosa sind. Sie blüht ab Juni, Juli bis September oder Oktober.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Echinacea pallida

Der medizinische Wirkstoff des Echinacea pallida ist seine Wurzel. Ihre medizinische oder pharmazeutische Bezeichnung lautet Echinaceae pallidae radix, zu deutsch: blassfarbene Sonnenhutwurzel. Ihre Qualität ist im Europäischen Arzneibuch (PhEur) festgelegt.
Sie enthält Polysaccaride, ätherische Öle, Kaffeesäurederivate, Alkamide und Polyine.

Medizinische Wirkungen

Der medizinische Wirkstoff, die Wurzel des Echinacea pallida, gehört heute in Europa zu den bekanntesten pflanzlichen Arzneimitteln, die zur Vorbeugung und Behandlung grippaler Infekte eingesetzt werden. Durch ihre antibakteriellen, antiviralen und immunstimulierenden Wirkungen empfiehlt die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukten die Anwendung der Wurzel des Echinacea pallida „zur unterstützenden Therapie grippeartiger Infekte.
“Zusätzlich fügte der europäische Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) folgende Empfehlungen hinzu: „Unterstützende Therapie und Prophylaxe bei wiederkehrenden Infektionen der oberen Atemwege (Erkältung).“

Geschrieben von Redaktion 16.05.2014
Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann
Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 16.05.2014
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