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Chinesischer Zimt – Cinnamomum aromaticum

Chinesischer Zimt – Cinnamomum aromaticum

Das süße Holz aus Malaysia

Schon im 11. Jahrhundert wird empfohlen, Zimt „oft zu essen“, die üblen Säfte würden gemindert und die guten Säfte bereitet. Und auch heute wird Zimtrinde als Hilfe bei Völlegefühl, Blähungen, leichten, krampfartigen Magen-Darmstörungen anerkannt.

Medizinische Wirkungen

Die Chinesische Zimtrinde und das Chinesische Zimtöl helfen nachweislich gegen krampfartige Probleme im Magen-Darmtrakt, Völlegefühl und Blähungen. Zusätzlich nützen beide Wirkstoffe beweisbar gegen Appetitlosigkeit.

Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte befürwortet den therapeutischen Einsatz der Chinesischen Zimtrinde „bei Appetitlosigkeit und dyspeptischen Beschwerden.“ Das Chinesische Zimtöl ist in der Monographie zur Zimtrinde inbegriffen.

Wissenswertes über den Chinesischen Zimt

Zweifellos ist aber die Anwendung von Zimt zur Veredelung von Geflügelbraten, Schinken und Koteletts, ebenso auch von Fisch viel weiter verbreitet als die medizinische. Und man vergesse nicht die Weihnachtsbäckerei und sonstige leckere Dinge. Der Gedanke sei erlaubt – vielleicht übersteht man die vielen süßen Naschereien während der Feiertage nur dank des Zimtes so gut.

Die ersten Hinweise auf Zimt als Gewürz finden sich in einem 2700 v.Chr. in China erschienen Kräuterbuch. Es kann also angenommen werden, dass Zimt mit zu den ältesten in Gebrauch genommenen Gewürzen zu zählen ist. Aber auch die Ägypter sollen Zimt schon seit dem frühen Altertum gekannt haben und die Kinder Israels wurden von phönizischen Kaufleuten mit Zimt aus China versorgt.

China liefert auch heute noch Zimt in größerem Umfang, besonders den etwas rauer schmeckenden Chinesischen Zimt, auch Kassiazimt genannt. Daneben gibt es noch den Ceylon-Zimt, der geschmacklich von besserer Qualität sein soll.

Das besondere an dem Chinesischen Zimt ist, dass er in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) einen herausragenden Stellenwert besitzt. Speziell der Zimtrinde werden „wärmende“ Eigenschaften zugesprochen. Sie wird gegen Bauchschmerzen, Durchfall, Durstlosigkeit, Appetitverlust, Kältegefühl und gegen blasse Gesichtshaut eingesetzt.

Botanik des Chinesischen Zimts

Der Chinesische Zimtbaum ist ein immergrünes Gewächs, das bis zu 7 Meter hoch wächst und zur Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae) gehört. Seine braune Rinde zeigt sich durch gerollte Lage oder Stücke, die von dem Baumstamm mehr oder weniger abstehen. Die lang gestielten und ledrigen Blätter haben behaarte Blattstiele und von verkehrt eiförmiger Form. Zur Basis hin laufen sie meistens spitz zu. Sie sind wechselständig angeordnet und sind unterseitig von brauner Farbe. Auch die Blüten des Baumes sind gestielt. Sie sind beige und blühen von März bis April. Aus ihnen entwickeln sich die saftigen, erbsengroßen Steinfrüchte.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltstoffe des Chinesischen Zimts

Der Chinesische Zimtbaum verfügt über zwei medizinische Wirkstoffe. Zum einen wird medizinisch die Rinde eingesetzt. Dabei handelt es sich um die geschälte und getrocknete Rinde dünner Zimtbaumzweige. Aus dieser Rinde wird zusätzlich das ätherische Öl mit Namen Chinesisches Zimtöl oder Cassiaöl gewonnen. Die Zimtrinde vom Chinesischen Zimtbaum wird in der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache Cinnamomi cassii cortex genannt. Chinesisches Zimtöl heißt Cinnamomi cassiae aetheroleum.

Die Anforderungen an die Qualität der Chinesische Zimtrinde sind im Deutschen Arzneibuch (DAB) festgelegt. Die des Chinesischen Zimtöls im Europäischen Arzneibuch (PhEur).

Bei der Chinesischen Zimtrinde handelt es sich um einen ätherisch-Öl-Wirkstoff. Sie enthält ätherische Öle, vor allem Zimtaldehyd, Diterpene, Proanthocyanidine und Schleimstoffe.

Chinesisches Zimtöl besteht aus den ätherischen Ölen der Chinesischen Zimtrinde. Es setzt sich hauptsächlich aus Zimtaldehyd, Cinnamylacetat, Zimtalkohol und weiteren Komponenten in keinen Mengen zusammen.

Geschrieben von Redaktion 17.09.2014
Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann
Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 17.09.2014
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