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Ceylon-Zimtrinde – Cinnamomi ceylanici cortex

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Ceylon-Zimtrinde – Cinnamomi ceylanici cortex

Würzige Rinde für Wohlbefinden rund um den Bauch

Die medizinischen Wirkstoffe des Ceylon-Zimtbaums sind Rinde und das daraus gewonnene Ceylon-Zimtöl (ätherisches Öl). Die Ceylon-Zimtrinde, die auch ceylanische Zimtrinde genannt wird, wird von der Rinde der jungen Zweige des Baums gewonnen. Dabei wird die Rinde von Kork und anderen Geweben (Parenchymen) befreit.

Zusätzlich zur Ceylon-Zimtrinde gibt es die Chinesische Zimtrinde. Sie soll geschmacklich schlechter als die Ceylon-Zimtrinde sein, und wird seltener von Kork und dem Parenchym befreit.

Schon der angenehm würzige Duft der Ceylon-Zimtrinde regt den Appetit an. Darüber hinaus ist die Ceylon-Zimtrinde ein wirksames pflanzliches Arzneimittel bei Verdauungsproblemen, die sich beispielsweise durch Blähungen und Völlegefühl äußern.

Außerdem wird der Zimtrinde allgemein seit einiger Zeit eine blutzuckersenkende Wirkung nachgesagt. Sie bedarf jedoch noch weiterer Überprüfung.

Auf einen Blick:

Ceylon-Zimtrinde

  • Wirkt: appetitsteigernd, verdauungsfördernd, gegen Bakterien und Pilz
  • Kann eingesetzt werden: bei Appetitverlust, gegen Magen-Darmbeschwerden

Inhaltsstoffe der Ceylon-Zimtrinde

Die bekannten Wirkungen der Ceylon-Zimtrinde werden auf die enthaltenen ätherischen Öle zurückgeführt. Der Hauptbestandteil und damit wirksamkeitsbestimmender Inhaltstoff ist das Zimtaldehyd. Es wirkt nachweislich anregend auf die Bildung von Verdauungssäften und kurbelt so den Appetit und die Verdauung an.

Wichtig ist aber auch die Wirkung des enthaltenen ätherischen Öls Eugenol. Es ist zwar nur im geringen Umfang in der Ceylon-Zimtrinde enthalten, trägt aber beweisbar dazu bei, dass Bakterien und Pilze, die sich in den Verdauungsorganen angesiedelt haben, wirksam bekämpft werden.

Wirkung bei Appetitmangel

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Fördernd auf die Verdauungsdrüsen

Der Einsatz von Ceylon-Zimtrinde ist bei Appetitlosigkeit wie geschaffen. Einerseits verfügt unsere Zunge über Rezeptoren in den Geschmacksknospen, die die Speichelbildung anregen, wenn die Ceylon-Zimtrinde auf diese gelangt. Gleichzeitig regen die ätherischen Öle auch die Magensaftbildung an, und zwar bereits im Mund über einen Gehirnnerv (Vagusnerv). Im Magen kommt es jetzt zur vermehrten Freisetzung von dem Verdauungsbotenstoff (Hormon) Gastrin. Dieses Hormon fördert wiederum die Bildung von Magensäure und steigert die Muskelbewegungen im Magen-Darmbereich. Hieraus ergibt sich ein regelrechter Dominoeffekt. Man bekommt Hunger, aber auch die Verdauung wird erleichtert. Übrigens: die appetitanregende Wirkung beginnt bereits oft schon vor dem Verzehr der Ceylon-Zimtrinde. Bereits der Geruch der ätherischen Öle führt meist schon dazu, dass „einem das Wasser im Munde zusammenläuft.“

Wirkung bei Magen-Darmbeschwerden

Verdauungsfördernd auf den Magen-Darmtrakt

Besonders bei einem Reizmagen, der sich durch Verdauungsprobleme und Magenkrämpfe äußert, ist die Schleimhaut des Magens häufig verkrampft.

Bei der Anwendung von Ceylon-Zimt tragen vor allem die ätherischen Öle des Wirkstoffes dazu bei, dass sich die Schleimhaut lockert. Diese Wirkung tritt ein, weil die ätherischen Öle die Durchblutung der Schleimhaut begünstigt. Zusätzlich fördernd die ätherischen Öle die reflektorische die Bildung von Verdauungssäften im Mund und im Magen. Dadurch können speziell der Zucker (Kohlenhydrate) im Mund und das Nahrungseiweiß im Magen schneller „zerlegt“ und vom Körper aufgenommen werden. Der Magen wird also zügiger entleert und dadurch entlastet.

Manchmal rühren die Verdauungsprobleme aber auch von einer bakteriellen Belastung oder Pilzinfektion. Ceylon-Zimtrinde enthält das desinfizierende ätherische Öl Eugenol, das war im Vergleich zu Gewürznelken in nur kleinen Mengen vorhanden ist, aber ausreicht um kleine Entzündungen zu bekämpfen, und um eine Reihe von schädlichen Bakterien und Pilzen auszuschalten.

Anmerkung:

Speziell den wässrigen Zimtrinden Zubereitungen wie Tee (auch Chinesischer Zimt) werden seit einigen Jahren blutzuckersenkende Eigenschaften bei Diabetes mellitus zugeschrieben. Im Tierexperiment konnte diese Eigenschaft zudem nachgewiesen werden. Als die Extrakte nachfolgend am Menschen getestet wurden, fielen ebenfalls blutzuckersendende Wirkungen auf, die allerdings noch nicht eindeutig genug sind.

Zimtrinde eignet sich daher auf keinen Fall für die alleinige Therapie bei Diabetes mellitus. Im Rahmen der Ernährungstherapie und unter medizinischer Aufsicht, ist jedoch gegen den Einsatz von Zimtrinde als ergänzendes Mittel nichts einzuwenden.

Ceylon-Zimtrinde

Anwendung und Dosierung der Ceylon-Zimtrinde

Zimttee

Bei einem empfindlichen Magen, Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit, ist ein Zimttee mit Celyon-Zimtrinde ein wirksames Mittel. Überbrühen Sie ½ bis 1 Teelöffel (0,5 bis 1,0 g) der trockenen, zerkleinerten und geschälten Ceylon-Zimtrinde mit 1 Tasse (150 ml) kochendem Wassers. Lassen Sie den Tee 10 bis 15 Minuten ziehen und sieben Sie die Rinde anschließend durch ein Teesieb ab.

Dosierung

Am besten wird der Zimttee bis zu 3-mal täglich vor den Mahlzeiten getrunken.

Ceylon-Zimtrinde

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken und Nebenwirkungen sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen (2 bis 4 g) der Ceylon-Zimtrinde nicht bekannt.

Allerdings treten bei regelmäßiger Anwendung von Ceylon-Zimtrinde Allergien gegenüber der Rinde auf.

Der Gebrauch des Wirkstoffes sollte zudem bei bekannten Allergien oder Überempfindlichkeiten gegenüber Tolu- und Perubalsam sowie während der Schwangerschaft nicht eingesetzt werden.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Extrakte aus der Ceylon-Zimtrinde sind als Fertigarzneimittel bisher nicht als Monopräparat verfügbar. In Kombination mit anderen Pflanzen sind sie in Form von Tropfen und Tinkturen erhältlich (Mittel gegen Verdauungsbeschwerden). Weiterhin können Sie die Zimtrinde im Handel erwerben. Achten Sie darauf, Ceylon-Zimtrinde nicht mit chinesischer "Cassia-Zimtrinde" zu verwechseln.

Ceylon-Zimtrinde duftet süßlich würzig und regt durch ihre ätherischen Öle aktiv die Verdauung an. Der Wirkstoff hilft nachweislich bei Appetitlosigkeit und Magen-Darmbeschwerden wie leichte Krämpfe im Magen-Darmbereich, Blähungen und Völlegefühl.

In der Volksmedizin wird die Ceylon-Zimtrinde bei Durchfall, Erkältung, Grippe und bei Wurmbefall eingesetzt.

 

Foto: Wikipedia©Bertrand THIRY

Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann
Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 23.02.2016
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