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Brennnessel Herkunft

Brennnessel Herkunft

Die Brennnessel ist selten allein zu finden, denn in der Gesellschaft von Artgenossen scheint sie sich am wohlsten zu fühlen. Sie ist anspruchslos an ihre Standorte und wird in jüngster Zeit vor allem für textile Zwecke wiederentdeckt: Vor dem Einzug der Baumwolle diente sie in Europa zur Herstellung von Tüchern und vielen anderen Textilien. Weltweit existieren etwa 700 verschiedene Brennnesselarten, die abgesehen von Dauerfrostgebieten und den Tropen weite Verbreitung finden.

Heimat und Standort der Brennnessel

Die Brennnessel wächst in den klimatisch gemäßigten Regionen auf allen Erdteilen, was Fluch und Segen gleichermaßen darstellt. Sie bevorzugt unkrautarme Böden in warmer, sonniger Lage mit guter Bodenfeuchtigkeit, wenn sie feldmäßig angebaut werden soll. Genau diese Bedingungen erfüllten nicht selten auch private Gärten, in denen die Brennnessel naturgemäß eher unbeliebt ist und gemeinhin als lästiges Unkraut betrachtet wird. Aber auch außerhalb von Gärten trifft man die Brennnessel nahezu überall auf gutgenährten Böden an: In Auwäldern und in Ufernähe, auf Kulturflächen, auf Ödland und Schuttplätzen sowie in der Nähe ehemaliger Lagerplätze tierischer Dünger.

Am besten gedeihen Brennnesseln auf Standorten mit einem eher alkalischen pH-Wert (pH 6,5 bis 7,5). Darüber hinaus erfüllt die Brennnessel weitere ökologische Zwecke. Abgesehen von dem Anbau der Pflanze zu medizinischen oder textilen Zwecken, gilt sie als wichtiger Lebensraum und Nahrungslieferant für viele wirbellose Tiere wie Fliegenlarven und Käfer, die auch Schädlinge vertilgen. Sie liefert damit einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von Blattläusen. Aus ökologischer Sicht bilden Brennnesseln zudem eine wichtige Nahrungsquelle für Raupen und Schmetterlinge – für den kommerziellen Anbau wird der Befall mit diesen Tieren allerdings als eher problematisch angesehen.

Verbreitung der Brennnessel

Die verschiedenen Brennnesselarten finden annähernd weltweite Verbreitung. Sogar in Australien finden sich Verwandte der hiesigen Großen und Kleinen Brennnesseln (Urtica dioica und Urtica urens). Vor allem in Notzeiten galt die Brennnessel als ein wichtiges Gemüse, weswegen sie früher eher als Nutzpflanze gesehen wurde. Heute gilt sie zunehmend wieder als Delikatesse und fehlt in kaum einem Kochbuch über essbare Wildpflanzen. Über die Verbreitungswege der Brennnessel kann allerdings nur spekuliert werden. Wahrscheinlich trugen sie Wind und Vögel durch die Welt und sie passte sich dem jeweiligen neuen Lebensraum an. So besitzt beispielsweise die Brennnessel, die im Himalaya wächst, Urtica hyperborea, keine Brennhaare und wächst maximal 35 cm hoch.

Wegen ihres niedrigen Wuchses kann sie jedoch in Höhen bis zu 5.100 Metern über dem Meeresspiegel überleben. Fakt ist jedoch, dass es die Brennnessel bereits in der Steinzeit gab. Ihr faserreicher Stängel wurde seinerzeit zur Herstellung von Kleidern, Schnüren, Leinen, Netzen, Körben und Matten gebraucht. Die Verwendung für textile Materiale behielt die Brennnessel bis ins Mittelalter hinein – bis die Baumwolle kam – erlebt derzeit aber eine kleine „Renaissance“.

Geschrieben von Redaktion 08.02.2011
Geschrieben von Redaktion 08.02.2011
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Erfahrungsberichte zu Brennnessel

Fragen zu Brennnessel

Tipps zu Brennnessel

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