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Brennnessel Anbau

Brennnessel Anbau

Für die einen ist die Brennnessel eine häufig eingesetzte und damit wertvolle Heilpflanze, für die anderen ein lästiges Unkraut, das im Garten, am Wegesrand und in Getreidefeldern wuchert. Dabei besitzt die Brennnessel viele wertvolle medizinische und ökologische Eigenschaften. Für medizinische Zwecke erfolgt der Anbau zweier Arten: Die Große Brennnessel (Urtica dioica), die am häufigsten verwendet wird, und die Kleine Brennnessel (Urtica urens). Für den Kleinanbau können Brennnesseln durch Wurzelausläufer vermehrt werden. Bei größeren Anbauflächen ist eine Jungpflanzenanzucht besser geeignet. Zwar ist die Brennnessel eine robuste und äußerst wiederstandfähige Pflanze, trotzdem wird Sie auch von Schädlingen und Krankheiten befallen.

Wurzelausläufer der Brennnessel

Die Brennnessel besitzt einen bis zu 17 Zentimeter langen, winterharten Wurzelstock. Daneben entwickelt sie flache Wurzelausläufer (Stolonen). Sie können ab Mitte April in kleinen Parzellen (50 x 20 Zentimeter) ausgelegt werden, wobei die Wurzelausläufer eine Länge von etwa zehn Zentimetern besitzen sollen. Zwar ist diese Methode relativ aufwendig und kann lückenhafte Bestände hervorbringen, dafür ist sie erfolgsversprechender als die Direktsaat, weil die kleinen Brennnesselsamen im Freiland ein schlechtes Auflaufverhalten besitzen.

Jungpflanzenaufzucht

Die bewährteste Methode zum Brennnesselanbau ist die Jungpflanzenaufzucht. Hierbei werden die Jungpflanzen zwar aus Brennnesselsamen gezogen, aber zunächst nicht im Freiland, sondern im Gewächshaus. Hierbei werden ab Anfang März vier bis sechs Samen in einen kleinen Blumentopf (Topfdurchmesser 3,5 bis 4,5 Zentimeter) in Topferde oder in Erdpresstöpfe eingesät. Sie werden nicht oder nur mit wenig Erde bedeckt.

Die Topferde sollte während der gesamten Aufzuchtszeit feucht gehalten werden. Ab Mitte April kann mit dem auspflanzbereiten Kraut gerechnet werden. Dabei ist allerdings zu beachten, dass die Brennnessel eigentlich ein Frostkeimer ist. Das bedeutet, dass ihre Samen Minustemperaturen ausgesetzt werden müssen, um keimen zu können. Deshalb sollte für die Aufzucht die Keimruhe durchbrochen werden.

Hierzu eignen sich ein Wechsel von hoher Anzuchttemperatur während der Anlaufphase (circa 30°C) am Tag und eine möglichst tiefe Temperatur bei Nacht. Nachdem die Pflanzen erste Blätter entwickelt haben, können sie ins Freiland gepflanzt werden. Der Feldbestand sollte durch mechanische Hacken unkrautfrei gehalten werden.

Krankheiten und Schädlinge

Die Brennnessel ist vor allem von Pilz- und Raupenbefall gefährdet. Besonders gefürchtet ist ein Befall mit Fusarien (Pilzen). Sie können durch Fäulnis nicht nur zu Ernteausfällen führen, sondern bilden zudem Gifte, die bei Einnahme durch den Mund (oral) beim Menschen zu Erbrechen und sogar zu Unfruchtbarkeit führen können.

Eine zweite Gruppe von schädlichen fäulnisverursachenden Pilzen sind die Phizoctonia Bodenpilze. Ein Befall mit diesen drückt sich ebenfalls durch einen erhöhten Ernteausfall aus. Gerne werden Brennnesselbestände als Futterquelle für Schmetterlingsraupen genutzt, beispielsweise für das Tagpfauenauge oder den Kleinen Fuchs. Sie sollten möglichst ökologieverträglich entfernt werden, etwa durch das Absammeln. Die auf Brennnesseln zahlreich zu findenden Marienkäfer sollten nicht als Schädlinge betrachtet werden, da ihre Larven einen wesentlichen Beitrag zur Blattlausbekämpfen leisten können.

Geschrieben von Redaktion 08.02.2011
Geschrieben von Redaktion 08.02.2011
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Erfahrungsberichte zu Brennnessel

Fragen zu Brennnessel

Tipps zu Brennnessel

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