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Asiatischer Wassernabel – Centella asiatica (Synonym Hydrocotyle asiatica)

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Asiatischer Wassernabel – Centella asiatica (Synonym Hydrocotyle asiatica)

Sanfte Hilfe für geschädigte Haut

Der Wassernabel liebt das Wasser sehr. Aber Wassernabel ist nicht gleich Wassernabel: Als Heilpflanze kommt lediglich eine einzige Art von Bedeutung. Diese trägt den botanischen Namen Centella asiatica, zu Deutsch: Asiatischer Wassernabel. Andere Spezies wie der Große Wassernabel oder der Brasilianische Wassernabel gehören zwar zur gleichen Pflanzenfamilie wie ihr asiatischer Bruder, sie werden aber nicht zu medizinischen Zwecken gebraucht.

Wobei hilft der Asiatische Wassernabel?

Asiatisches Wassernabelkraut ist ein effektiver Wirkstoff zur Behandlung von Hautverletzungen, vor allem von Sonnenbrand und anderen leichten Verbrennungen sowie zur Vorbeugung vor Narben. Gegen diese Beschwerden wird das Asiatische Wassernabelkraut hauptsächlich eingesetzt. Außerdem soll der Wirkstoff beim Reizmagensyndrom durch Stress sowie bei Darmgeschwüren wirksam sein.

Offiziell bestätigte Wirkung:
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) befürwortet den Einsatz des Asiatischen Wassernabelkrauts „zur Behandlung von Wunden, Verbrennungen, Hautgeschwüren, zur Vorbeugung vor Narbenbildung sowie bei stressinduziertem Reizmagensyndrom und Darmgeschwüren.“

Wissenswertes über den Asiatischen Wassernabel

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In der Heimat des Asiatischen Wassernabels ist es warm. Er kommt von Madagaskar über Vietnam, Laos, Indien, Sri Lanka und China praktisch im gesamten tropischen bis subtropischen asiatischen Raum vor, ist heute jedoch auch in Afrika zu finden. Wie sein Name schon vermuten lässt, liebt der Asiatische Wassernabel Orte, an denen es eher nass zugeht. Man trifft ihn bevorzugt an feuchten, sumpfigen Stellen, teilweise bis in Höhenlagen von 700 Metern. In Indien und China hat der Asiatische Wassernabel eine lange Tradition. Besonders in Indien ist er beliebt. Die Praktiker des Ayurveda verwenden Wassernabel in innerlicher Anwendung zur Steigerung der Konzentration. Außerdem werden der Pflanze blutdrucksenkende Eigenschaften sowie Wirkungen gegen Rheuma, Fieber, Schlaflosigkeit und Nervosität nachgesagt.

In der Schulmedizin ist der Wassernabel bislang nicht noch nicht angekommen – zumindest nicht in Deutschland. Dennoch ist der hohe Stellenwert, den er in Indien genießt, nicht zu vernachlässigen. Dort wird er, wie auch in der Volksmedizin in Deutschland, gegen Hauterkrankungen eingesetzt. Entzündliche Hauterkrankungen, die bis zu Lepra reichen, sind in Indien auch heute keine Seltenheit – und gegen Entzündungen der Haut hilft das Asiatische Wassernabelkraut nachweislich. Außerdem fördert es erwiesenermaßen die Wundheilung. Wohl wegen dieser Wirkungen wurde die Heilpflanze in manchen Regionen des riesigen Landes der Gottheit Brahma geweiht, den manche als den höchsten Gott im Hinduismus betrachten.

Botanik des Asiatischen Wassernabels

Der Asiatische Wassernabel ist eine mehrjährige schlanke Kriechpflanze aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). In Gewässern breiten sich die Wurzeln unterirdisch weit aus, wobei sich die nierenförmigen und ganzrandigen Blätter auf der Wasseroberfläche befinden. Die Blattstiele entfalten sich fadenförmig und können bis zu 30 cm lang werden. Auf weniger nassen Standorten, bildet die Pflanze sehr viele kleine Wurzeln aus und entwickelt kleine dünne Blätter. Die sitzenden Blüten kommen zu dritt bis zu sechst vor. Sie sind von rötlich-violetter Farbe. Die Früchte des Asiatischen Wassernabels sind eiförmig-oval bis kugelig und weisen auf ihrer Oberfläche 7 bis 9 Rippen auf.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Asiatischen Wassernabels

Medizinisch genutzt wird das getrocknete Kraut des Asiatischen Wassernabels, welches das ganze Jahr über geerntet werden kann. In der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache wird es entweder Centellae asiaticae herba oder Hydrocotylidis herba genannt. Beide Fachausdrücke meinen dieselbe Pflanze und beziehen sich auf die botanischen Namen des Wassernabels (Centella asiatica, Synonym: Hydrocotyle asiatica). Anforderungen an die Qualität des Wirkstoffes sind im Europäischen Arzneibuch (PhEur) festgelegt. Dieses gibt u.a. vor, dass das Asiatische Wassernabelkraut mindestens 6% Gesamttriterpenderivate enhalten muss, welche als Asiaticoid berechnet werden. Das Asiatische Wassernabelkraut ist eine Saponinpflanze. Sie enthält neben Triterpensäuren (Asiatsäure, Madecassiasäure und Madiatsäure) aber auch Flavonoide und ätherische Öle.

Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann
Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 26.08.2014